Abschied mit Sonne

11. September
Ich gebe es zu: Diese Tage sind mir die liebsten - wenn die Sonne schon früh am Morgen vom Himmel strahlt ☀️. Schon in der Nacht hatten wir ein kleines Erfolgserlebnis, waren doch zarte Polarlichter am Himmel zu sehen. Nicht der Brüller, aber immerhin etwas. Mensch freut sich.

Heute Morgen dann wurden wir mit Sonne am strahlend blauen Himmel begrüßt und sie hielt wider der Vorhersage den ganzen Tag an. Was für ein herrlicher Abschluss dieser Tour! Eigentlich hätte ich der Gruppe gerne noch ein wenig Schnee und noch mehr Wind präsentiert und auch Regen war uns nur zu selten vergönnt - aber sie trugen die außerwinterlichen und außerisländischen Wetterbedingungen mit Fassung 😉.

Das Geothermalgebiet im Haukadalur mal ganz ohne den Geysir:




Der große Geysir schweigt:


Gullfoss im Kitschmodus 😉 - mit Regenbogen:


Jetzt geht erstmal auf kurze Stippvisite nach Deutschland, bevor die letzte Tour ansteht.

Gletscher mit Sonne

10. September
Na geht doch! Nach einem kurzen wolkenverhangenen Start an der Gletscherlagune machte sich heute die Sonne breit und wir durften Temperaturen bis 15°C und Island noch einmal in Farbe erleben.


Jökulsárlón:




Skaftafell:


Reynisfjara:


Bummeln mit Sonne

9. September
Hach, heute Morgen erwartete uns wieder Sonne und die tröstete uns ein wenig über die wolkenverdeckten und daher nicht-gesehenen Polarlichter der letzten Nacht hinweg. Es blieb den ganzen Tag trocken bei Temperaturen um die 10°C und so bummelten wir entspannt durch die Ostfjorde - heute sogar mit einem extra entspannten Fahrstil. Ich glaube, ich bin noch nie so langsam durch die Ostfjorde gefahren 😉. Aber lieber langsam und sicher, als schnell und nah am Herzinfarkt.

Reyðarfjörður:


auf dem Weg nach Breiðdalsvík:


Berufjörður:


Djúpivogur:


"mein" Fisch Glubschi:



Blick von Djúpivogur:


Lange Unterhosen gesucht

8. September
Zumindest entlang unserer Route setzte das Herbstwetter heute seinen (Ein)Zug fort. Gefühlt näherten sich die Temperaturen eher dem Nullpunkt als der 10°C-Marke und es "roch" nach Schnee. Tatsächlich lagen sie wohl irgendwo zwischen 5 und 8°C. Dazu ein feiner Windhauch, begleitet von zartem Niesel. In der Kombination war es dann doch leicht unangenehm und das erste Mal in diesem Jahr dachte ich: Och, ne lange Unterhose wäre gar nicht schlecht. Andere wiederum freuten sich, dass sie genau die anhatten. Ich begnügte mich derweil mit Mütze, Schal und Handschuhe - diese drei hatten schließlich seit einigen Wochen Ruhepause und wollten auch mal wieder ausgeführt werden 😉.

Je weiter wir gen Osten fuhren, umso diesiger wurde es, die Sicht entsprechend schlechter. Aber wir hielten tapfer durch.

Die Gischt am Dettifoss war mal wieder umwerfend feucht:


ein sattes Grau in Grau am Selfoss:


Auch im Hochland wieder das große weite Nichts - nur dieses Mal ein anderes Nichts:


Man schicke seine Gäste auf die Suche nach dem großen Nichts 😉:


Heute Abend haben wir eine bombastische Polarlichtvorhersage - nur leider hängen wir hier im Osten der Insel unter einer beachtlichen Wolkendecke, die vermutlich selbst das stärkste Polarlicht nicht durchdringen wird. Wir witzeln schon seit gestern Abend, dass man heute wahrscheinlich in halb Deutschland Polarlichter sehen wird, nur wir hier in Island sehen nichts ...

Es herbstelt

7. September
So nach und nach merken wir nun auch anhand des Wetters, dass wir im September angekommen sind. An den Öffnungszeiten hatten wir es zuerst bemerkt - plötzlich war September und alles öffnete später oder schloss früher oder sogar komplett. Nur die Temperaturen spielten noch Sommer. Hier und da ein Regenschauer, mal mehr und mal weniger kräftig. Aber immer noch ein Hauch von Sonne.

Als wir gestern in die neue Runde starteten, blieb "endlich" auch das Thermometer im Herbstbereich. Über 10°C kamen wir nicht hinaus und es war spürbar, dass es "schattiger" wurde. 

Der heutige Tag führte uns an den Mývatn und zunächst zeigte sich uns das Wetter besser als vorhergesagt - wir bekamen Sonne, wo keine sein sollte und bei den Pseudokratern lockte die sogar die Mücken wieder hervor. Verdammt, das war so nicht geplant.

Am Goðafoss besteht derzeit kaum noch Gefahr, ins Wasser zu treten, wenn man zum "Selfie-Felsen" möchte:



Sonne bei den Pseudokratern:



wunderschönes Herbstlicht:


Auch beim Baden hatten wir noch herrlich sonniges Wetter, am Ende aber zogen Wolken auf:


Als es dann nachmittags auf die Wanderung gehen sollte, da öffneten sich die Schleusen und Island zeigte einmal mehr, dass man hier ohne Regenhose aufgeschmissen ist. Nachdem wir 20 Minuten durch strömenden Regen gegangen waren, hatte das Wetter zumindest ein kurzes Einsehen und gönnte uns eine Trockenpause. Leider erst so spät, dass einige gleich im Bus blieben und andere tropfnass vorzeitig abbrachen. Für alle, die tapfer durchhielten, bot das Lavafeld mal wieder eine mystische Stimmung:  


Auf in den Regen

2. September
Ach ja, manchmal kann es einfach grausam sein, wenn der Wetterbericht Recht behält - und das tat er heute. Wir starteten bei Sonne und angenehmen Temperaturen im Osten des Landes und wussten, dass uns ab Mývatn der Regen erreichen würde, wenn auch warmer Regen.

Den ersten Schock jedoch fingen wir uns bereits in Egilsstaðir ein, als zeitgleich mit uns ein in Seydisfjörður weilendes Kreuzfahrtschiff seine Passagiere zum Toilettenstopp entlud. Solch einen Andrang hatte ich dort ja noch nie erlebt! Die Kreuzfahrpassagiere waren etwas verschnupft, denn die versprochenen Läden waren (noch) nicht auf. Ich meinte dann nur: Tja, seit gestern haben wir Winter, die Öffnungszeiten haben sich geändert.

Bis Möðrudalur erlebten wir alles in Sonne (und bei 14°C im Schatten), aber als wir dort die letzten Fotos von der Ziege schossen, begannen die ersten Tropfen, auf uns niederzuprasseln und so blieb es dann für den Rest des Tages.

Hinzu kam, dass auch in Akureyri ein Kreuzfahrtschiff vor Anker liegt, so dass uns auch am Mývatn die Menschenmassen ereilten, wenngleich wir ihnen weitestgehend aus dem Weg gehen konnten.


Sie machte - neben ihrem Modeljob - auch heute wieder Anstalten, in den Bus einsteigen zu wollen 😉:




Der Schafabtrieb hat im Norden bereits begonnen:



Regen bei den Schlammpötten:


Im Norden hat die Vegetation an vielen Stellen bereits auf "Herbst" umgestellt:


Wir lassen uns durch den Regen die Laune nicht verderben:



Ein letzter (?) Sommertag im September

1. September
Es ist kaum zu glauben: Wir schreiben heute schon den 1. September und hatten ein Wahnsinns-Traumwetter. Sonne bis zum Abwinken, wolkenfreier Himmel und Temperaturen bis 19°C. Es war sooo schön! Normalerweise müsste man so einen Tag komplett draussen verbringen, aber leider stand heute unser Bummeltag durch die Ostfjorde an, was Einiges an Fahrtstrecke bedeutete.

Immerhin ist es inzwischen so leer im Land (ich rede nicht von Reykjavík), dass einige Gäste heute Morgen sogar spontan die Möglichkeit wahrnehmen und passgenau eine Bootstour auf der Gletscherlagune unternehmen konnten, während wir anderen einfach nur die Szenerie und das Wetter genossen:



beginnende Ebbe - die Eisberge setzen sich:


Südosten:


in den Ostfjorden:


Wir spielen in Djúpivogur Vogel und brüten Eier aus 😉:



Öxi:


Es ist echt erstaunlich, wie schlagartig leer es im Land geworden ist. Mittwoch wurden wir an den Zielen des Golde Circle noch von den Massen erschlagen, seit Donnerstag reisen wir entspannt auf leeren Straßen und genießen die Stille an den einzelnen Zielen. Natürlich gibt es nach wie vor noch viele "Fahr-Idioten" auf der Straße, die partout nicht in der Lage sind, ihr Fahrzeug halbwegs gescheit zu steuern, und sahen uns so manches Mal kurz vor einem Chrash. Aber insgesamt betrachtet hat die Anzahl der Reisenden enorm abgenommen.

Schon Ende letzter Woche hatten wir übrigens festgestellt, dass entlang der nahezu gesamten Ringstraße der Straßenbelag erneuert wurde. Was sie allerdings nicht beseitigt haben, sind die ganzen Bodenwellen und so sind wir nach wie vor mit einigen Bussen auf "Spring-Fahrt" unterwegs und hoppeln über die Bodenwellen der Ringstraße.