Angenehme Feiertage

Während hier in Deutschland noch auf den Weihnachtsmann und damit auf den 24. Dezember gewartet wird, werden die Kinder in Island bereits seit dem 12. Dezember von den Weihnachtsgesellen "heimgesucht", denn dort gibt es 13 an der Zahl. Es sind die 13 Söhne der Trollfrau Grýla und ihres faulen Mannes Leppalúði, die zusammen mit ihrer wenig netten Katze, der widerwärtigen, kinderfressenden Weihnachtskatze, in einer Höhle im isländischen Hochland leben.

Beginnend mit dem 12. Dezember kommt bis Weihnachten jeden Tag einer der Brüder über die Berge zu den Menschen und sie verschwinden am ersten Weihnachtstag in gleicher Reihenfolge einer nach dem anderen wieder. Einige schnorren etwas, andere treiben Schabernack und die Kinder bekommen heutzutage kleine Geschenke an diesen Adventstagen. Wenn sie jedoch nicht artig waren, bekommen sie eine Kartoffel.

Foto-Quelle: Wikipedia

12. Dezember: Stekkjarstaur = der Pferchpfahl
13. Dezember: Giljagaur = der Schluchtentölpel
14. Dezember: Stúfur = der Knirps
15. Dezember: Þvörusleikir = der Kochlöffellecker
16. Dezember: Pottasleikir = der Topflecker
17. Dezember: Askasleikir = der Essnapflecker
18. Dezemeber: Hurðaskellir = der Türschläger
19. Dezember: Skyrgámur = der Skyrgierschlund
20. Dezember: Bjúgnakrækir = der Wurststibitzer
21. Dezember: Gluggagægir = der Fenstergaffer
22. Dezember: Gáttaþefur = der Türschlitzschnüffler
23. Dezember: Ketkrókur = der Fleischangler
24. Dezember: Kertaskníkir = der Kerzenschnorrer

Falls sich jemand dafür interessiert: Die deutschsprachige Ausgabe des Heftes "Die 13 Weihnachtsmänner Islands" von Brian Pilkington ist beim Forlagið erhältlich, siehe hier.



Ich wünsche allen angenehme Weihnachten, 
einen guten Rutsch ins Neue Jahr 
und ein tolles Jahr 2013!




Einar im Fernsehen

Dieser Beitrag ist vielleicht für alle diejenigen interessant, die im Sommer auf einer der Gletschertouren mit Einar oder Aron unterwegs waren. Am 9. Dezember gab es im Fernsehen in der Reihe "Landinn" (das Land) einen Beitrag über Einar, der auf dem Svínafellsjökull gedreht wurde. Und in seinen Eishöhlen.

Der Beitrag ist unter diesem Link abrufbar: http://www.ruv.is/sarpurinn/landinn/09122012-0.

Der Beitrag mit Einar beginnt ab Minute 12:30 und dauert bis Minute 16:50. Aron ist dann beim Eisklettern-Part ab Minute 15:50 mit zu sehen.

Die Eishöhlensaison begann im November und dauert noch bis ca. März. Schön zu sehen ist auch, wie sich der Gletscher im Vergleich zum Sommer verändert hat.

Schönes Fernweh :-).

Hoho, es weihnachtet

Oh je ... Weihnachten rückt immer näher. Wer noch auf der Suche nach einem Geschenk mit Islandbezug ist, wird hier vielleicht fündig:

Island Tischkalender 2013



Wanderführer für das Südliche Hochland


Und hier gehts zu den Sachen. Allen einen schönen 1. Advent!

Möglicherweise Gletscherlauf

Nach Angaben von www.mbl.is und Iceland Review vom 22.11.2012 besteht die Möglichkeit, dass unter dem Vatnajökull ausgehend vom Grímsvötn ein Gletscherlauf startete. Es wird - wenn - jedoch nicht mit einem großen Gletscherlauf gerechnet.

Information dazu gibt es hier und hier.

Buchempfehlungen

Wer mit mir unterwegs war, der erinnert sich sicher an meine Bücherkisten. Jedes Jahr sorgen u.a. auch Gäste dafür, dass die Bücherkisten Nachschub bekommen, denn immer mal wieder werden mir Bücher mit Islandbezug von Gästen empfohlen. Die beiden folgenden Bücher wurden mir diesen Sommer empfohlen und ich hatte sie im Nu gelesen:

Geisterfjord



Drei junge Leute aus Reykjavík haben ein Häuschen in einem verlassenen Dorf in den  Westfjorden gekauft und wollen es im Winter für den kommenden Sommer als Gästehaus renovieren. Seltsame Erscheinungen und Geräusche versetzen sie während der Bauarbeiten in Angst und Schrecken, während zeitgleich in Isafjörður ein Psychologe im Umfeld eines Selbstmordes und seiner eigenen Geschichte recherchiert und an sich und seinem Verstand zu zweifeln beginnt.

Der Krimi startet etwas lau, zumindest nicht thriller-mäßig, nimmt dann aber im Verlauf der Geschichte Fahrt auf. Ungefähr ab der Hälfte des Buches wird es dann richtig spannend, erst Recht, wenn sich zum Ende hin beide Erzählstränge verweben. Mehr darf aber nicht verraten werden. Das Buch liest sich gut, man ist schnell durch. Die Autorin bleibt zielgerichtet bei der Story, verzichtet auf blumige Detail- oder Landschaftsbeschreibungen.

Wo Elfen noch helfen



Die Journalistin Andrea Walter kam einst beruflich auf die Insel und wurde dabei - wie viele von uns - mit dem Islandvirus infiziert. Wir wissen, dass man davon nur schwer geheilt werden kann ;-).

Der Titel des Buches ist Programm: "Warum man Island liebe muss". In kurzen Kapiteln beschreibt sie, was Island so besonders macht und warum man Land und Leute einfach lieben muss, bringt dabei knackig und ohne zu langweilen Fakten über das Land unter und lässt bereits Infizierte nur "Ach ja ... genau so ist das!" seufzen. Es ist sehr flüssig und mit einem Lächeln im Gesicht geschrieben und als Vorbereitung für den ersten Islandurlaub genauso zu empfehlen wie zur Islandweh-Nachsorge.

Überarbeitete Webseiten

Es sollte nur eine kleine Designänderung werden, am Ende wurde es ziemlich viel Arbeit, die viereckige Augen und Nackenverspannungen wegen viel zu langem Sitzens am PC nach sich zog. Aber der Aufwand hat sich gelohnt. Seit dem 6. November erstrahlt meine Homepage www.monique-starr.de in neuem Design - ich hoffe, sie gefällt euch.

Noch sind nicht alle Arbeiten komplett abgeschlossen und auch die Fotos aus 2012 fehlen noch in der Galerie. Aber es wird :-).


Herbststürme

Heute, am 2. November, tobt sich der Wind so richtig aus über Island. Nördlich der Hauptstadt z.B. wurden Windgeschwindigkeiten von 115 km/h gemessen, mit vereinzelten Böen bis 187 km/h! Viele Straßen in Island sind derzeit unpassierbar, darunter der nahezu gesamte Norden des Landes, wo es z.B. so aussieht:


Auf mbl.is wurde ein Video veröffentlich, auf dem zu sehen ist, wie der Wind das Wasser auf die Sæbraut peitscht: siehe hier.

Derweil graben Helfer des Rettungsdienstes Autofahrer aus den verschneiten / von Schneewehen verwehten Pässen.

Weitere Informationen auch auf Iceland Review: hier und hier.

Flieg mich nach Island

Nachdem es 2012 mit Iceland Air, Iceland Express und WOW Air drei isländische Fluggesellschaften gab, wird es künftig wohl wieder nur zwei von ihnen geben. Nach derzeitigen Berichten hat WOW Air Iceland Express übernommen. Weiter Infos dazu findet ihr u.a. auf Iceland Review : hier.

Die Erde bebt

In den letzten Stunden (20. + 21. Oktober) gab es im Norden Islands eine Vielzahl von Erdbeben, das bislang stärkste mit der Magnitude 5,2:




Die Beben fanden und finden in der Tjörnes Fracture Zone (Bruchzone) statt. In der Online-Ausgabge des Morgunblaðið wurde auf Seiten, die Auskunft zum (präventiven) Verhalten bei Erdbeben geben, hingewiesen: hier und hier.


Abschied

26. September

Nun ist es tatsächlich soweit. Ich kann es noch gar nicht fassen. Nach einem halben Jahr Island werde ich in Kürze auf die Fähre und Richtung Deutschland fahren.

Liebe Gäste, vielen Dank für diesen tollen Sommer - 
es hat Spaß gemacht mit Euch!!!


Jökulsárlón am Morgen des 26. September:


Sjáumst!

Ein letztes Mal Gletscher II

Nun war ich mit meinen Gruppen in diesem Sommer so oft auf dem Gletscher ... und kann doch nicht genug bekommen ;-). Am Abend des 25. Sep war ich im letzten Licht des Tages mit Einar und einem seiner Söhne noch einmal unterwegs und probierte mich erstmals ein wenig im Eisklettern. Eine tolle Sache!






Am schlimmsten ist es, sich - oben an der Kante angekommen - nach hinten und ins Seil fallen zu lassen, um dann halbwegs in der Waagerechten hängend wieder abzusteigen. Während Matthías das gekonnt und souverän meisterte, ging mir beim ersten Mal unter einem lauten "Oh my god!!!" total die "Muffe" ;-).


Goldener Herbst

Nachdem es die Tage zuvor im Raum Kirkjubæjarklaustur heftigst geregnte hatte und angesichts bis zum Boden reichender Wolken von Landschaft nicht viel zu sehen war, überraschte der 25. Sep mit Wetter vom feinsten. Ein goldener Herbsttag :-).

Blick Richtung Svínafellsjökull:


Skeiðarásandur mit Skaftells- und Svínafellsjökull
sowie Hvannadalshnúkur im Hintergrund 


Wanderung auf der Skaftafellsheiði zum
Aussichtspunkt Sjónarnípa: 





Der Himmel brennt

Ich bin gerade wieder in Geirland, um hier kurzfristig auszuhelfen. Und heute Nacht (19. Sep) brannte - bereits um 21:10 Uhr! - der Himmel, wie ich ihn noch nie gesehen hatte. Leider blieb angesichts der Gäste im Restaurant nicht viel Zeit, günstige Standorte für Fotos zu suchen. Aber ein paar Fotos habe ich dann doch gemacht.






Die ganze Zeit über blieben die Lichter schwach am Himmel. Und um 23 Uhr gab es nochmal einen (Stärke) Nachschlag:



Ein letztes Mal Gletscher

Heute (19. Sep) habe ich Wetter und Gelegenheit genutzt, und bin noch einmal mit Óskar auf den Gletscher - sozusagen die Gletscherabschiedstour für diese Saison. Auf dem Weg dorthin, kam ich nicht umhin, kurz mal am Jökulsárlón zu stoppen. Das Licht ist momentan einfach nur ein Traum:


Wir waren dieses Mal auf seinem "Hausgletscher", dem Skálafellsjökull. Die Tour ist eine kombinierte Wander- und Gletschertour und führt ab dem Hof Skálafell zunächst über ein paar Berge mit teils wunderschöner und fotogener Aussicht.

Auf dem Gletscher selber dann war es mal wieder einfach nur ein Traum. Hier ein paar Eindrücke:







Das Thermometer zeigte heute 12°C an. Kaum zu glauben, dass wir vor Kurzem noch bei mieserablem Wetter und Schnee durch den Norden fuhren.

Hier noch weitere Eindrücke von der Fahrt zurück Richtung Klaustur:



Reykjavík bei Nacht

Die gesamte letzte Tour über hatten wir immer wieder in den Himmel gestarrt, hatten gehofft, ein paar Polarlicher zu entdecken. Aber nichts. Entweder war es viel zu bewölkt oder da war eben nichts.

Gestern (17. Sep) nun leuchtete der Himmel über Reykjavík - nicht sonderlich stark, aber er leuchtete. Ich hoffe, ihr habt es noch gesehen.

Vom Zeltplatz aus fotografiert:


Vom Schiff an der Sæbraut aus fotografiert:



Viele Grüße an die tapferen Schneemänner und Schneefrauen, deren Sommerurlaub in Island zum Winterabenteuer wurde :-).

Tourenende

Mit Sonne ist nun auch diese vermutlich letzte Tour der Saison zu Ende gegangen.

Gestern (16.Sep) hatten wir den ganzen Tag über herrliches Wetter, waren auf ein kleines Hindernis gestoßen ...


... haben die Kraft der Elemente genossen:


Nach einem etwas bedeckten Start endete der heutige Tag (17. Sep) dann auch mit finalem Sonnenschein in Þingvellir: