Sonnen-Tags-Ausflug

Auch am vergangenen Wochenende (21. + 22. April) war das Wetter zumindest im Raum Reykjavík einfach nur ein Traum. Die Tage starteten zwar bei frischen 2°C, aber es wäre eine Strafe gewesen, nichts draußen zu unternehmen. Ich war an diesem Wochenende unter anderem auf der Reykjanes Halbinsel unterwegs.

Der erloschene Vulkan Keilir, einst unter dem Eispanzer entstanden:

Blick vom Gipfel des Keilir Richtung Reykjavík:


Ein Teil der Kraterreihe Stampar von Anfang/Mitte des 13. Jahrhunderts:


Das Geothermalgebiet um die Quelle Gunnuhver:




Die Schlammquelle Gunnuvher ist nach dem Gespenst der Guðrún Önundardóttir, kurz Gunna, benannt. Gunna lebte einst in Sandgerði. Weil sie dem Besitzer ihre Kate etwas schuldig geblieben war, beschlagnahmte er ihren einzigen Beistz - einen Topf. Darüber verlor Gunna den Verstand und verstarb. Die Sargträger registrierten auf dem Weg zum Friedhof, dass der Sarg deutlich leichter wurde und beim Grabausheben vernahmen sie die Worte: "Nicht tief graben, will nicht lange liegen."

In der folgenden Nacht wurde der Besitzer von Gunnas Kate blau und tot und mit gebrochenen Knochen aufgefunden und nach diesem Vorfall spukte es mächtig auf der Halbinsel. Einige Menschen starben oder wurden verrückt, nachdem Gunna ihnen erschienen war. Man nahm an, Gunna rächte sich.

Der zauberkundige Pastor sollte Gunna bannen. Er gab den Ratsuchenden ein Knäuel, dessen eines Ende Gunna fassen sollte. Das andere Ende sollten sie an eine Stelle rollen, wo Gunna keinen Schaden anzurichten vermochte. Dies gelang - als man Gunna das letzte Mal sah, stürzte sie dem Knäuel hinterher in die Quelle, die heute Gunnahver heißt.

(Quelle: Schilder an der Quelle)


Zum Sommerauftakt auf den Eyjafjallajökull

Gestern (19. April 2012) war nach altem Kalender der erste Sommertag, ein Feiertag in Island. Es heißt, wenn es in der Nacht auf den ersten Sommertag friert, wenn also Winter und Sommer zusammenfrieren, dann kann man auf einen guten Sommer hoffen. Und ja - es hatte in der Nacht gefroren, also beste Bedingungen für einen tollen Sommer :-).

Ich hatte mich gestern dem Wanderverein von Vík angeschlossen und bin mit auf den Eyjafjalljökull gewandert. Der Tag startete, was das Wetter anbelangt, zwar nicht bestens, aber er wurde immer besser und endete mit sehr viel Sonnenschein. Die Temperaturen hielten sich den Großteil der Wanderung über im Minusbereich. Hier ein paar Eindrücke von der Tour:

Der Aufstieg begann gegen 8 Uhr von der Þorsmörk aus,
alle schön im Gänsemarsch über wegloses Gelände. 21 km Tour warten auf uns: 


Leider verhindern die Wolken einen perfekten Blick in die Þorsmörk,
aber die Aussicht war dennoch toll:


Rast und Verschnaufpause:


Angekommen auf dem Gletscher.

Die Temperaturen fielen deutlich spürbar, aber so lange man in Bewegung und das auch bergauf war, brauchte es nicht viel Kleidung. Die Sonne lugte immer wieder durch und verwandelte das Eis in einen grellen Untergrund.


Wir sind am Krater der 2010er Ausbruchs angekommen und können dem "Aschemonster" ins Gesicht schauen:


Klar, dass hier wie wild fotografiert wurde:


So mancheiner ließ sich auch zu Freudensprüngen hinreißen :-)


Eine weite Landschaft aus Eis und Schnee:



Und es gibt hier hervorragende Picknickplätze:



Noch einmal der Krater, aus dem es nach wie vor dampft. Auch hatten wir fast den gesamten Aufstieg über den Schwefelgeruch in der Nase:



Nach einer fantastischen zehnstündigen Tour gab es ein entspannendes Bad im Seljavallalaug:

Wanderung auf die Esja

Bei wunderschönem aber recht kühlem Wetter bin ich heute (17. April 2012) auf die Esja, den "Hausberg" von Reykjavík. Ziel war der Gipfel mittig-links im Bild:


Im oberen Bereich (Gipfel auf 760 m) war es heute sehr modderig, denn der Schnee schmolz erst kürzlich bzw. teilweise liegt noch Schnee. Aber die Tour ist ein guter Einstieg in den Sommer ... und der ist im Anmarsch :-).

Ein sonnenverwöhntes Wochenende auf Snæfellsnes

Das Wetter meinte es am vergangenen Wochenende (13. bis 15. April) gut ...mein Ausflug auf die Halbinsel Snæfellsnes war von viel Sonnenschein begleitet.

Anfahrt auf Borganes:


Wasserfall unweit von Borganes an der Straße 54:


Krater Eldborg - die Feuerburg 
Er gilt als einer der formschönsten in Island :


Krater Syðri-Rauðamelur:


Blick von oben Richtung Norden:



Gerðuberg:


Blick vom Helgafell bei Stykkishólmur Richtung Süden:


Trocknender Grönlandhai auf dem Hof Bjarnarhöfn:


Schneehuhn im Winterkleid im Prestahraun im Snæfellsnes Nationalpark:


Krater Vatnaborg im Neshraun, Snæfellsnes Nationalpark:


Kraftprobesteine am Djúpalónsandur, Snæfellsnes Nationalpark:


der Snæfellsjökull - zumindest am Abend fast wolkenfrei:


Entlang der Straße 54:



Krater im Berserkjahraun, westlich der Straße 56:


Blick von einem der Krater ins Berserkjahraun:


Die letzten Polarlichter?

Schon sehr deutlich ist zu spüren, dass wir uns der hellen Jahreszeit nähern. Täglich setzt die Dunkelheit später ein. Täglich sinkt auch die Chance, Polarlichter zu sehen. Von Reykjavík aus war es am 12. April angesichts einer fast geschlossenen Wolkendecke nahezu aussichtslos. Die wenigen Lichter, die wir sahen, waren sehr schwach:


Ein sonniger Ostermontag

Während die ersten Osterfeiertage im Süden Islands eher in Nebel und Wolken untergingen und man die Weite Islands und die fantastischen Landschaften nur spärlich erkennen konnte, schien am Ostermontag die Sonne vom strahlend blauen Himmel und lud zum Verweilen ein.

Lavafeld von Lakifeuern 1783 nahe Kirkjubæjarklaustur mit Blick auf den Mýrdalsjökull:


Reynisdrangar von Vík aus betrachtet:


Blick auf den Mýrdalsjökull von der Strape 218 (nach Dyrhólaey) aus:


Kap Dyrhólaey:




Þorvaldseyri zwei Jahre nach Beginn des Ausbruchs am Eyjafjallajökull:


Geothermalfeld Seltún auf der Reykjanes-Halbinsel: