Mein liebster Ausflug

Am Fuße des Vatnajökull zu übernachten, gibt mit oft die Chance, meinen Gästen meinen liebsten Ausflug anzubieten ... eine Tour auf dem Gletscher.

Obwohl für den Abend des 30. August bereits leichter Regen angesagt war, hielt sich das Wetter tapfer und wir konnten ganz entspannt auf dem Gletscher spazieren. Dieses Mal hatte ich sogar das Glück, meine beiden Gletscher Guides - Einar von Local Guide und Óskar von Ice Guide - zusammen auf einer Tour zu haben. Die untergehende Sonne zauberte zudem zwischenzeitlich ein tolles Licht auf das Eis.




 Mit Einar (links) und Óskar:

Gruß an die "Hühner" - die Stolpertour mit Óskar ist bestellt :-)


Fotos unserer Tour sind sowohl auf Einars als auch auf Óskars Webseite, siehe hier und hier, zu finden :-).

Sonne im Herbst

Da hatten wir auf der vorhergehenden Tour doch so ein Mischmaschwetter und dann das - der Sommer kehrte noch einmal zurück. Island zeigte sich in den letzten beiden Tagen von seiner schönsten Seite. Strahlend blauer Himmel, angenehme Temperaturen und eine super Fernsicht.

Am 30. August hatten wir auf unserer Strecke von Dyrhólaey bis zum Vatnajökull wunderschöne Ausblicke.

Blick auf das Kap Dyrhólaey:


Blick auf den Mýrdalsjökull von Dyrhólaey aus:


Blick auf den Vatnajökull von einem Rastplatz an der Ringstraße aus:


Anfahrt auf den Vatnajökull:

Feuer und Eis

Am Samstag, den 25. August, fand am Jökulsárlón das jährliche Feuerwerk statt. Wir waren nicht all zu weit weg von der Gletscherlagune einquartiert und so ließ es sich ein Großteiteil der Gruppe nicht nehmen, das Feuerwerk anzuschauen. Es kostete zwar etwas Mühe, irgendwie und irgendwann den eingesetzten Shuttlebus zu buchen, denn weder das Hotel, noch die Tourist-Information in Höfn noch das ausführende Busunternehmen konnte mir sagen, wo und wie ich die Gruppe einbuchen kann. Aber Hartnäckigkeit zahlt sich aus und nach unzähligen Telefonaten und Warteschleifenminuten hatten wir unseren Platz im Bus sicher.

Das Feuerwerk selber habe ich mangels Stativ nicht fotografiert, hier jedoch eines der im Internet veröffentlichten Fotos:

Quelle: http://www.mbl.is/frettir/innlent/2012/08/26/um_30_thusund_fylgdust_med_flugeldasyningunni/ 

Vierzig Minuten lang schossen die Raketen teils sehr geballt in die Höhe - es hatte sich auf jeden Fall gelohnt.

Am nächsten Tag konnten wir dann ein paar Überreste der Feuershow sehen:



Die Lagune selber zeigte sich an diesem 26. August zwar nicht von ihrer sonnigen Seite, aber die Kontraste waren angesichts des dunklen Himmels teilweise sehr schön:


Der Sommer sagt bless bless

Was war das für ein Sommer! Wir hatten auf ziemlich vielen Touren richtig gutes Wetter. Zweimal gab es sogar je zwei Wochen am Stück Sonne pur und Temperaturen jenseits von Gut und Böse - zumindest für isländische Verhältnisse ;-). Wandern bei 30 °C in der Sonne ist hier einfach nicht üblich.

Insbesondere die ersten beiden Augustwochen gab es Sonne und Wärme/Hitze statt. Hier noch einmal drei Fotos aus dieser Zeit:

Dettifoss - Westseite


Landmannalaugar


T-Shirt-Wetter am 20. August in Þingvellir:


Inzwischen ist es deutlich kühler geworden - Temperaturen um 8-10°C waren auf der Tour vom 22.-27. August an der Tagesordnung. Der Wind pfiff, der Regen nieselte auf uns herab, aber auch die Sonne ließ sich noch mal blicken. Und die tiefer stehende Sonne zaubert so manches Mal ein tolles Licht auf die Landschaft:

Nach einem ziemlich vernieselten Tag am Mývatn (23. August)
scheint am nächsten Tag am Dettifoss die Sonne: 


Die Ringstraße über die Breiðalsheiði (25. August):


Svartifoss bei strahlendem Sonneschein am 26. August:


Blick auf den Eyjafjallajökull vom Skógarmuseum aus (27. August) -
es hat bereits frisch geschneit:


Das Skógar Freilichtmuseum im Schein der Morgensonne am 27. August:


Der erste Schnee ist bereits gefallen, die ersten Berge sind weiß bedeckt. Museen schließen und / oder verändern ihre Öffnungszeiten und der Besucherstrom lässt deutlich nach. In Island wird es allmählich wieder ruhiger.

Seltene Tiere

Es gibt so ein paar Tiere in Island, die bekommt man etwas seltener zu Gesicht. Zum Beispiele die Rentiere im Osten Islands, die im Winter zwar immer wieder und in großer Zahl entlang der Ringstraße zu sehen sind, sich im Sommer aber doch lieber in entlegeneren Gegenden aufhalten. Diesen Sommer jedoch traf ich auf fast jeder Tour eine kleine Gruppe irgendwo zwischen Djúpivogur und Höfn ... Reiseleiters "Garantie-Rentiere" :-). Manchmal waren sie sogar sehr nah an der Straße zu sehen, nur leider konnte ich auch in diesen Fällen mit einem Weitwinkel nichts ausrichten:


Polarfüchse hatte ich bis zu diesem Sommer erst ein einziges Mal in Island gesehen, das war im April 2008. Dieses Jahr bekam ich Ende Juli gleich drei auf einmal zu sehen, als wir den Kjölur fuhren. Leider rannten sie genau unter unserer Busräder :-(. Auch die nächsten beiden, nur ein kurzes Stück weiter, liefen ebenfalls genau unter die Räder anstatt runter von der Piste.


Aber am 24. August hatte ich endlich die Gelegenheit, einen vor die Linse zu bekommen, der verletztungsbedingt im Möðrudalur weilt:

 



Papageitaucher an Land zu beobachten und zwar zu den Zeiten, wenn wir mit den Bussen vor Ort sind, das ist eine ziemliche Lotterie und mit viel Glück verbunden. Jedoch am 12. August, zu einer Zeit, wenn sie eigentlich schon auf und davon sind bzw. dabei sind, sich aufzumachen, sahen wir sie in Massen am Kap Dyrhólaey auf dem unteren Parkplatz:


Am 25. August passte dann auch bezüglich der Pferde alles. Sie sind zwar alles andere als seltene Tiere auf Island, aber sie an einer Stelle zu erwischen, wo man gut mit dem Bus anhalten und sie auch noch im Schein der Sonne fotografieren kann, das ist nicht ganz so häufig:


Sonne pur in Island

Nachdem sich das Wetter während der letzten Tour (20.-30. Juli) von seiner "typisch isländischen" Seite gezeigt hatte, haben wir aktuell (6. August) seit nun schon 7 Tagen in Folge mit einem eher ungewöhnlichen Sommerwetter zu "kämpfen". Ich habe das große Glück, mit dem guten Wetter zu reisen und den Regen ständig zurück zu lassen. Temperaturen von bis zu 30°C in der Sonne waren in diesen letzten Tagen keine Seltenheit - zum Wandern war es manches Mal viel zu warm.

Start auf die Hochlandpiste Kjölur am 1. August:


Blick auf die Kerlingarfjöll:


2. August - Wanderung in den Kerlingarfjöll:




Wir genießen die Sonne und freuen uns über jeden Tag.