Schnee

Nach einer sehr sturmumtosten Nacht, in der der Wind den Regen durch die Straßen von Dalvík peitschte, sitze ich hier am 10. September in einem gemütlichen Hostel mit Blick auf den Eyjafjörður und muss realisieren, dass zwischen dem Regen tatsächlich die ersten Schneeflocken tanzen. Ich bin hier nicht in den Bergen, das Meer beginnt gleich vor der Haustür - und es schneit.

Nachtrag:

Ich war  eben nur kurz mal 20 Minuten weg, nur ein paar Meter höher als unten am Meer. Da sah es dann schon so aus:


Im Tal zeigt das Autothermometer 1°C ab, die Berge sind weiß bis runter ins Tal. Die Straßen rutschig. Meine Fahrt über den  Norden (Siglufjörður) hatte ich gedanklich bereits gestrichen, als mir einfiel, dass ich auf der Ringstraße Richtung Reykjavík über einige nette Pässe muss ... z.B. die Öxnadalsheiði. Nein, so wichtig ist mein Vorhaben nicht, dass ich einen Abflug von der Straße riskiere. Also eine weitere Nacht in diesem wunderbaren Hostel in Dalvík und ein ganzer langer Tag fürs Büro :-).

Auf der Straßenkarte sieht es hier im Norden so aus:


Ich hänge in Dalvík (bei den Schiffen und dem Baustellenzeichen) -
die Fahrt nach Varmahlið ist schwierig und ab Varmahlið ist die Straße nicht passierbar:


Meine Kollegin Roswitha hängt mit ihrer Gruppe im Schnee am Mývatn fest. Den ganzen Vormittag über hatten sie wegen eines umgestürzten Strommasten keinen Strom.

Dort sah es laut der Online-Nachrichten heute am Morgen so aus:


Quelle: http://www.mbl.is/frettir/innlent/2012/09/10/brotnir_eins_og_eldspytur/

Mit Stand 16:25 Uhr ist uns nun auch in Dalvík der Stecker rausgezogen worden - wir sind ohne Strom. Der nächste Mast, den es entschärft hat ;-).

Für Morgen zeigt die Wetterkarte wieder Sonne an :-).

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