Buchempfehlungen

Wer mit mir unterwegs war, der erinnert sich sicher an meine Bücherkisten. Jedes Jahr sorgen u.a. auch Gäste dafür, dass die Bücherkisten Nachschub bekommen, denn immer mal wieder werden mir Bücher mit Islandbezug von Gästen empfohlen. Die beiden folgenden Bücher wurden mir diesen Sommer empfohlen und ich hatte sie im Nu gelesen:

Geisterfjord



Drei junge Leute aus Reykjavík haben ein Häuschen in einem verlassenen Dorf in den  Westfjorden gekauft und wollen es im Winter für den kommenden Sommer als Gästehaus renovieren. Seltsame Erscheinungen und Geräusche versetzen sie während der Bauarbeiten in Angst und Schrecken, während zeitgleich in Isafjörður ein Psychologe im Umfeld eines Selbstmordes und seiner eigenen Geschichte recherchiert und an sich und seinem Verstand zu zweifeln beginnt.

Der Krimi startet etwas lau, zumindest nicht thriller-mäßig, nimmt dann aber im Verlauf der Geschichte Fahrt auf. Ungefähr ab der Hälfte des Buches wird es dann richtig spannend, erst Recht, wenn sich zum Ende hin beide Erzählstränge verweben. Mehr darf aber nicht verraten werden. Das Buch liest sich gut, man ist schnell durch. Die Autorin bleibt zielgerichtet bei der Story, verzichtet auf blumige Detail- oder Landschaftsbeschreibungen.

Wo Elfen noch helfen



Die Journalistin Andrea Walter kam einst beruflich auf die Insel und wurde dabei - wie viele von uns - mit dem Islandvirus infiziert. Wir wissen, dass man davon nur schwer geheilt werden kann ;-).

Der Titel des Buches ist Programm: "Warum man Island liebe muss". In kurzen Kapiteln beschreibt sie, was Island so besonders macht und warum man Land und Leute einfach lieben muss, bringt dabei knackig und ohne zu langweilen Fakten über das Land unter und lässt bereits Infizierte nur "Ach ja ... genau so ist das!" seufzen. Es ist sehr flüssig und mit einem Lächeln im Gesicht geschrieben und als Vorbereitung für den ersten Islandurlaub genauso zu empfehlen wie zur Islandweh-Nachsorge.

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