Eis-Spielerein

Ebenfalls am 28. Februar lud der Strand zum Spielen ein:









Ice in the sunshine

Der 28. Februar begann mit Sonne vom Feinsten:


Eisvergnügen am Jökulsárlón 
Der Sturm war vorbei und alle Eisberge wieder da,
wo sie hingehören: 



Es war gerade Ebbe und die zog die Eisberge aus der Lagune. 
Am Diamanten-Strand herrschte wieder Goldgräber-Stimmung 
und wir waren mittendrin:




Ein bisschen Wind

Am Abend des 27. Februar weht es ein wenig heftig an der Gletscherlagune. Die Lagune an sich war nahezu leer - alles Eis war in eine Ecke verfrachtet worden. Wir hatten dennoch unseren Spaß.




Gletscher-WOW

Die angekündigte Sonne blieb heute aus, aber wer braucht schon Sonne, wenn er so eine Wahnsinns-Gletschertour macht?! Wir waren fast 5 Stunden mit Óskar von Iceguide auf dem Svínafellsjökull untergwegs, haben uns im Eisklettern probiert, eigene Grenzen überwunden, sind unglaubliche "Wege" gelaufen und haben tausend und einen Eindruck mitgenommen. Die Tour war einfach nur WOW!




















Frühling im Winter

Nach den vielen, vielen Tagen des Regens stand gestern die bange Frage im Raum, ob der angekündigte Wetterumschwung tatsächlich eintritt, ob wir tatsächlich irgendwann im Laufe dieser Woche auf unserer Tour Sonne abbekommen würden. Und die Antwort war besser, als wir es erhofft hatten. Wir starteten am 26. Februar noch mit Regen in Reykjavík, aber schon kurz hinter Selfoss am Urriðafoss kam die Sonne raus:



Am Seljalandsfoss gab es eine ordentliche Dusche von allen Seiten - erst vom Wasserfall und dann vom Regen, aber schon nach der Regenpause im Kino Þorvaldseyri mit dem Film zum Ausbruch des Eyjafjallajökull kam die Sonne wieder raus und zauberte eine tolle Stimmung am Skógarfoss:




Am Strand Reynisfjara war die Höhle nicht zugänglich, aber die Wassergewalten anzuschauen war einfach nur grandios:


Blick auf Kap Dyrhólaey:


Die Dämmerung beginnt jetzt bereits kurz vor 8 Uhr, ab 9 Uhr ist es hell. Bis 18 Uhr hat man volles Tageslicht und kurz nach 19 Uhr ist es dunkel. Das ist ausreichend Zeit, um herrliche Tage in der Sonne zu verbringen :-).

Die Reise zum Südpol

Ich hatte bereits im Januar berichtet, dass Vilborg am 17. Januar nach 60 harten Tagen auf Skiern als erste Isländerin auf einer Solotour den Südpol erreichte.

Am 24. Februar, hatten Freunde, Verwandte und Interessierte aus der Region um  Kirkjubæjarklaustur Gelegenheit, Vilborg endlich wieder in die Arme zu schließen, willkommen zu heißen und ihren Geschichten zu lauschen.

In knapp anderthalb Stunden erzählte sie äußerst unterhaltsam und mit viel Humor von der Geschichte zu dieser Reise, die vor 10 Jahren in Gedanken ihren Anfang nahm, von den Vorbereitungen und der Tour selber. Ich habe - mangels ausreichender Isländischkenntnisse - nur einen Bruchteil verstanden - vieles kam aber ohne Worte rüber.

Erla heißt Vilborg willkommen:


Das war die Strecke - 1.140 km.
Aus den geplanten 50 Tagen wurden wegen der enorm schwierigen Bedingungen vor Ort am Ende 60 Tage (19.11.12 - 17.01.13). In dieser Saison kamen weit weniger Abenteurer als üblich an ihr Ziel, viele mussten ihre Pläne ändern.


Volles Haus - Erla und Àgúst eröffnen die Veranstaltung:


Wie alles begann ...


So klein ist Island ;-)


Die Vorbereitungen auf diese Tour beanspruchten 1,5 Jahre. Die letzte größere Vorbereitungsexpedition war der Grönlandsgletscher im Spätfrühjahr 2012.


Fotos aus dem Vortrag:


Vilborg war mit 2 Schlitten unterwegs, startete mit 115 kg Gewicht. Durch Lebensmittel- und Spiritusverbrauch wurden es täglich ca. 1 kg weniger.

In der Antarktis schien die Sonne rund um die Uhr - ungewohnt für jemanden, der zu dieser Jahreszeit die Dunkelheit Islands gewohnt ist. Ohne Schlafmaske ging gar nichts. Sie sagte jedoch, dass die Rückumstellung beim Rückflug nach Chile viel schwieriger gewesen sei - plötzlich war es warm und wieder dunkel.

Die Temperaturen betrugen um die -25°C, am kältesten Tag unter -40°C.
Es war enorm stürmisch.


17. Januar - Geschafft!


Gestärkt zurück:



Vilborg und Rannveig:
Vor 10 Jahren brauchten die beiden Freundinnen mal zusammen einen Tag frei von ihrem Sommerjob im Hotel in Kirkjubæjarklaustur, denn sie wollten zusammen mit einer Gruppe auf Islands höchsten Gipfel, den Hvannadalshnúkur. Ohne jedes Training, mit neuen und zu kleinen Wanderschuhen. Damals fing alles an :-).


Am 25. Februar fuhr ich mit Vilborg zurück nach Reykjavík und nutzte die Gelegenheit zu der einen oder anderen Frage, hatte ich doch beim Vortrag selber nur wenig verstanden. Dabei kam auch raus, dass wir beide eigentlich schonmal zusammen auf Tour waren - nämlich im letzten Jahr am ersten Sommertag bei der Wanderung auf den Eyjafjalljökull. Ich konnte mich noch sehr gut an die Blonde, die als einzige Skier dabei hatte, erinnern. Ging sie doch beim Weg bis zum Gletscher hoch hinter mir und rammte mir positionsbedingt ziemlich oft die Skier, die sie auf dem Rücken trug, in den Rucksack ;-). Zufälle gibt es ...