Sonnenschein am Mývatn

Der Wetterbericht behielt heute Recht und wir starteten bei angenehmenTemperaturen (ich im T-Shirt) und Sonnenschein - jedoch nach wie vor mit Ersatzbus - Richtung Mývatn. Bei unserem ersten Fotostopp am Ostufer des Eyjafjörður hatten wir sogar Glück und sahen viele Wale, die jedoch recht ruhig waren. Durch das Fernglas konnte man sie eindeutig erkennen - fürs Foto reichte es leider nicht.

Blick auf Akureyri


Am Goðafoss lag einerseits noch Schnee und andererseits kam so viel Wasser runter, dass wir keine Chance hatten, auf den beliebten Fotofelsen zu klettern:


Als wir am Mývatn ankamen, war das Wetter einfach nur schön:



Danach zog es dann aber zu. Die Regenfront, die über fast ganz Island lag und nur den Mývatn aussparen sollte, war planmäßig und dem Wetterbericht folgend bis in den Norden vorgedrungen. Und so setzen wir unsere Tour für ca. 2 Stunden bei bewölktem Himmel fort.

Der See des Krater Vìti ist noch zugefroren:


Auch der Parkplatz war noch nicht komplett zugänglich und die Wanderung im Leirnhjúkur-Lavafeld mussten wir ganz streichen. Dort lag noch zu viel Schnee und wir hätten uns garantiert die Haxen gebrochen, aber nichts gesehen:



Wir sind statt dessen ins Mývatn Nature Bath gegangen. Rechtzeitig zum Baden kam die Sonne raus - schließlich sind wir im Sommerurlaub und da gehört ein wenig Bräune dazu :-).


Ganz normal wäre ja langweilig

Meine neue Gruppe (Wolters - Ring der Naturschönheiten) erlebte heute (29.Mai) einen nicht ganz alltäglichen und nicht zwingend wünschenswerten Start in die Tour. Wir fuhren zwar wie vermutet dem Regen hinterher und holten ihn ab und an ein, hatten aber prinzipiell ordentliches Wetter. Aber unserem Bus schien das nicht ganz so zu passen und er entschied sich, uns kurz vor Hvammstangi einen Streich zu spielen und Krankheit zu simulieren. So legten wir also einen unplanmäßigen Stopp in Hvammstangi ein, konnten aber immerhin hinter dem Pferd auf unserer "Würde-ich-ganz-gerne-fotografieren-wollen-Liste" ein Häkchen setzen.

Nun war der Simulant leider kein Simulant, sondern ernsthaft krank, aber wir konnten unsere Reise mit einem zufällig vor Ort wartenden Bus fortsetzen. Der war ein bisschen betagt, hat auch so seine Zipperlein, aber wir schafften es immerhin bis Akureyri und hoffen nun, dass unser gelber Flitzer bis morgen wieder gesund ist :-). Islandtypisch haben wir das alles ganz relaxt genommen.

Umsteigen in den Ersatzbus


Island im Regen

Tja, die letzte Tour hier im Südwesten des Landes hätte man sicher auch die "Regenfestspiele" nennen können. An allen fünf Tagen kam es mehr oder weniger feucht von oben runter. Zwischendurch mischte der Wind noch eine Runde mit, so dass fast nur noch Schnee gefehlt hatte ;-). Heute (28.Mai) fühlten sich die 8°C so ganz ohne Wind und Regen hin und wieder wie Hochsommer an. Aber wir haben jeden Moment ohne Regen und jeden Ansatz von Sonne genossen und uns vom Regen nicht einschüchtern lassen.


Liebe Grüße an die tapferen Ullmänner :-)!

Neue Regierung im Amt

Als ich heute mit meiner Gruppe eine ganz kurze erste Runde durch Reykjavík drehte und wir zum Regierungssitz kamen, sagte ich noch: "Da sind lauter Kameras, wahrscheinlich steigt gleich jemand ganz Wichtiges aus dem Auto."

Und so war es. Der neue Ministerpräsident Islands, Sigmundur Davið Gunnlaugsson, war auf dem Weg, die Schlüssel zu übernehmen. Die neue Regierung ist seit heute im Amt.   Bei den Wahlen am 27. April waren die Unabhängigkeitspartei und die Fortschrittspartei als die beiden stärksten Parteien aus der Wahl hervorgegangen und bilden nun eine Koalition.

In den 19 Uhr-Nachrichten sah man dann auch für 2 Sekunden unseren gelben Bus vorbei fahren :-). Informationen und Fotos zur neuen, sehr jungen Regierung gibt es auch hier auf Iceland Review (Englisch).

Reykjavík

Ich gebe zu, ich bin kein Reykjavík-Freund, aber ab und an halt doch in der Stadt. Und wenn die Sonne dann so wie heute (22. Mai) scheint, dann macht es auch mal wieder Spaß, durch die Stadt zu bummeln.

Höfði:


Blick vom Arnarhóll auf Harpa und Hafen:


Stadtteich Tjörnin mit Rathaus im Hintergrund:


 Hallgrímskirche:


Blick vom Glockenturm der Hallgrímskriche:


Die Fotoausbeute ist beschränkt, da die Stadt mich nicht inspiriert. Auch nicht zum Fotografieren. Auch nicht bei schönem Wetter. Ich muss raus ins Land :-).

Der blaue Himmel täuscht übrigens. Es waren 7°C. Wann immer der Wind um die Ecke pfiff, war es frostig kalt und nur in der Sonne und an windarmen Stellen war die Jacke auch mal offen. Gestern im Hot Pot im Laugardalslaug hingegen war (Sonnen)Baden angesagt ... bei Windstille in 40°C warmem Wasser liegen und sich die Sonne aufs Gesicht scheinen lassen - ach was ist das herrlich ;-).

Vilborg und die Seven Summits

Vilborg Arna, die erste Isländerin, die solo den Südpol erreichte, ist aktuell mit ihrem neuesten Projekt unterwegs. Am 3. Mai gestartet, will sie innerhalb eines Jahres die Seven Summits, die sieben höchsten Gipfel eines jeden Kontinents erklimmen und befindet sich derzeit am Denali. Ihre Tour soll mit dem Mt. Everest enden.

Man kann Teil ihres Traums werden und sie in Zusammenarbeit mit den Isländischen Mountainguides auf drei Gipfel begleiten - Elbrus, Kilimanjaro und Aconcagua (Informationen dazu siehe hier: http://www.vilborg.is/tindarnir-sjo/).

Vilborg bei ihrem Vortrag zur Südpolexpedition im Feb 2013 im Hotel Geirland. Siehe dazu auch diesen Beitrag: http://islandauftour.blogspot.com/2013/02/die-reise-zum-sudpol.html

Über ihre Reise bloggt sie hier auch auf Englisch: http://www.vilborg.is/category/tindarnir7/.

Auf ihrer Seite schreibt sie auch über ihre vorhergehenden Touren: Segelexpedition zum Scoresby Sound - Grönland im August 2010, Vatnajökullquerung im März 2011, Grönlandgletscher im Mai 2012 und Südpol ab November 2012.

Und dazwischen, an einem frostigen ersten Sommertag im April 2012 jagte sie mir beim Aufstieg auf den Eyjafjallajökull immer wieder die Spitzen ihrer auf dem Rücken getragenen Ski in den Rücken :-). Ich muss jedes Mal schmunzeln, wenn ich daran denke und so sehe, wie klein die (isländische) Welt ist :-).

Viel Glück auf deiner Tour!

Stürmischer Tag

Heute (18. Mai) war bezogen auf das Wetter nicht der beste Tag. Es hatte die ganze Nacht geregnet und irgendwann kam der Sturm hinzu, peitschte den Regen übers Land. Hin und wieder gab es Momente, in denen der Regen mal stoppte und auch die Sonne lugte ab und an zwischen den Wolken hindurch - was zusammen tolle Ansichten ergab:

Die Bucht Skarðsvík an der Westspitze mit ihrem "goldenen" Sandstrand:


Der Himmel war echt Klasse, wenn die Sonne durchkam:


nahe Stykkishólmur:


Weiterfahrt auf der 54 am Breiðarfjörður entlang:


Eiriksstaðir - hier soll Eirik, der Rote gelebt haben, nicht lange, bevor er Island verlassen musste und gen heutigem und von ihm so benannten Grönland aufbrach:


Sohnemann Leifur Eiriksson - Er soll um das Jahr 1000 von Grönland aus auf der Suche nach neuem Land im Westen aufgebrochen sein und Amerika entdeckt haben:


Leider gab es heute auch richtig schlechte Nachrichten. Ich hatte kurz vor Grundarfjörður ein Wohnmobil überholt. Es war zu der Zeit extrem stürmisch. Kurze Zeit später rasten Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste los. Ich ahnte Schlimmes. Als ich heute Abend die Nachrichten las, bestätigte sich meine Befürchtung: Das Wohnmobil war mit einem Kleinbus zusammen gestoßen. Das Ganze muss kurz nach unserer Begegnung passiert sein.

Quelle: http://www.mbl.is/frettir/innlent/2013/05/18/tveir_slasadir_fluttir_med_thyrlu/

Heute ist Eurovision. Wie man das in einem Eurovision-begeisterten Land wie Island so macht, schaut man die Sendung. Zwangsläufig ;-). Ich gebe zu, ich bin Jahr für Jahr mehr erschüttert über die Beiträge. So richtig was Dolles war noch nicht dabei. Den isländischen Beitrag fand ich bislang so lala. So gar nicht winner-tauglich, aber extrem beruhigend. Wenn der hier im Radio lief - und er lief oft - dann fuhr ich runter :-). Aber eben musste ich feststellen, dass er bislang einer der ganz wenigen Beiträge mit angenehmer Melodie ist. Auch wenn ich wieder runterfuhr ... Tiefenentspannung ...

Snæfellsnes

Ich bin seit gestern Nachmittag (16. Mai) zur Tourenvorbereitung auf Snæfellsnes - die Halbinsel ist immer wieder toll und man braucht mindestens zwei, drei Tage und hat doch nur einen kleinen Teil gesehen.

Der Krater Rauðháls ...


... und ein Teil des dazugehörigen Lavafeldes Rauðhálsahraun:


Einer der vielen Seen an der Straße:


Die Kirche in Búðir:


Im Lavafeld Búðahraun während einer tollen Wanderung zum Krater Búðarklettur:


Der Snæfellsjökull vom Rand des Kraters Búðarklettur aus fotografiert:


Küstenlandschaft bei Búðir / Frambúðir
Wer gute Augen hat, kann die Seehunde entdecken: 


Küste bei Arnarstapi:


Ein Teil des Ortes Arnarstapi:



Eingang zur Lavahöhle Vatnshellir. 
Die Höhle war sehr beeindruckend. Die Touren finden diesen Sommer täglich zwischen 10 und 18 Uhr statt, dauern je nach Gruppengröße 30-50 min, 2.000 kr pro Erwachsenem.


Salzfischmuseum

Hier sind noch ein paar Fotos, die ich im Salzfischmuseum in Grindavík aufgenommen habe:






Per Audi-Guide (auch in deutsch) bekommt man kurzweilige Informationen darüber, wie sich die Fischerei in Island und vor allem der Salzfischboom entwickelte und wie der Kabeljau zum Salzfisch wird. Der Eintritt kostet 1.200 kr. Die Ausstellung wird ergänzt um die Ausstellung Jarðorka (Energie aus der Erde), die früher mal nahe des Kraftwerks Svartsengi (also ganz in der Nähe) untergebracht war und auf Schautafeln ein wenig zur Geologie erzählt.

Reykjanes Teil 2

Am Dienstag ging es nach einem Besuch im wirklich sehenswerten Salzfischmuseum in Grindavík weiter auf der Reykjanes-Halbinsel.

Vogelklippe Krýsuvíkarbjarg:





 Das Maar Grænavatn bei Krýsuvík:


Das Geothermalgebiet Seltún:



Blick auf den Grænavatn (links):



Beim See Kleifarvatn: