Ruckelpiste und Pferde

Heute (20. Juli) stand der Kjölur an. Auch wenn es zuvor anders lautete, aber ich fand den Pistenzustand nicht schlechter als in den letzten Jahren. 40 km/h im Südteil waren möglich und wir kamen eigentlich gut durch. In Hveravellir nutzen einige den Zwischenstopp zu einem Bad im heißen Pott mit Blick auf den Gletscher:


Nach Gullfoss und Geysir schauten wir uns noch eine kleine Pferdevorführung an, bei der die jüngsten Reiter eindeutig der Publikumsliebling waren :-).



Wolken überm Skagafjörður

Wir hatten heute einen Bummeltag entlang der Tröllaskagi-Halbinsel und als wir das Ostufer des Skagafjörður entlang fuhren, zeigte sich uns immer wieder ein spannender Himmel:





Wale im Sonnenuntergang

Am 17. Juli sind wir abends um 20:30 Uhr zu einer Whale Watching Tour von Akureyri aus gestartet. Auf den beiden Touren zuvor waren mehrere Buckelwale gesehen worden. Wir hingegen fuhren und fuhren und fuhren ...

Nach ca. 1,5 Stunden sah ich dann den ersten Rücken und rief noch "Whale at one o'clock." Die beiden Guides schauten etwas ungläubig, aber als er dann tatsächlich ein zweites Mal auftauchte, wurde zumindest kurz die Geschwindigkeit reduziert. Aber wir hielten und warteten nicht, sondern fuhren gleich stramm weiter. Das war ein wenig ärgerlich - immerhin waren wir 1,5 Stunden unterwegs, es war recht kühl und der erste Wal, der sich uns zeigte, wurde von der Crew einfach ignoriert.

Nun gut, wir fuhren weiter. Ein paar Minuten später wurde in der Ferne der Blas eines anderen Wales gesichtet, auf den wir gefühlte Ewigkeiten zufuhren. Irgendwann hielt das Boot. Und wir warteten und warteten, und hofften, dass er irgendwo recht nah auftauchte.

Und dann tauchte er recht nah auf. Aber nicht einfach "Standard". Nein, er sprang fast in Zeitlupe (zumindest gefühlt) und mit fast gesamtem Körper aus dem Wasser, war einfach nur wunderschön und imposant anzusehen. Und ich glaube, den meisten erging es so, dass wir gar nicht in der Lage waren, die Kameras zu zücken und abzudrücken. Das Auftauchen und Springen kam so überraschend und war gleichzeitig so imposant, dass wir einfach nur schauten und staunten. 

Wir blieben dann eine Weile an dem Wal dran:



22:52 Uhr:


Währenddessen lockerte die Wolkendecke immer weiter auf, die Sonne sank tiefer, schien auf den Fjord und bescherte uns einen fantastischen Sonnenuntergang.

22:55 Uhr:


23:18 Uhr:


23:22 Uhr:


Die Sonne lugt nur noch ein klitzekleinwenig hervor - 23:32 Uhr:


23:37 Uhr:


23:45 Uhr:


Gegen 1 Uhr waren wieder an Land und auf dem Weg zum Hotel - ein erfolgreicher Abend.

Gekrönt wurde das Ganze am 18. Juli, als wir nämlich auf der Tjörnes-Halbinsel an der Küste entlang fuhren und von unserem einen Foto-Stopp-Punkt aus insgesamt mindestens drei Buckewale quasi von der Straße aus beobachten konnten. Der eine schwamm sogar sehr nah an der Küste. Fotos habe ich davon allerdings keine. Auch die Papageitaucher waren wieder da.

Südost- und Ostisland

Als wir am 15. Juli vom Hotel Dyrhólaey aus starteten, da hätte das Wetter nicht trüber sein können. Von den Gletschern war schon am Vortag nichts zu sehen gewesen ... hatten wir tatsächlich am Mýdarlsjökull übernachtet? Und dann: Wolken, Wolken, Wolken sowie Regen aus den Wolken. Und "Frust-Shoppen" in Vík :-). Hjörleifshöfði? Nie gesehen. Immerhin konnten wir das Lavafeld aus dem Ausbruch der Lakispalte erkennen und wagten uns auch zu einem Fotostopp aus dem Bus.

Grün leuchtendes Moos kurz vor Kirjubæjarklaustur:


Ab Lómagnúpur, bzw. bereits kurz zuvor, verschwand dann immerhin der Nebel, die Wolken erreichten andere Höhen und wir konnten etwas von der Landschaft sehen. Außerdem sind wir trockenen Fußes bis zum Svartifoss gekommen.

Dafür fing es dann direkt bei der Gletscherlagune wieder an zu regnen. Der Regen wandelte sich in Niesel und irgendwann verschwand auch der:




Was haben wir getan? Der 16. Juli begann erneut in ... genau: Wolken. Links und rechts und oben und unten: Wolken. Wir fuhren große Teile der Strecke durch das Nichts und sahen Nichts. Wie zum Beispiel hier:

Links der Berg und rechts das Meer - so sagt man ;-):



Hin und wieder - wie hier auf dem Weg zum Fáskrúðsfjörður - war mal etwas zu sehen:


Am Ziel des Tages, in Hallormstaður angekommen, schien dann endlich die lang ersehnte Sonne :-).

Þórsmörk & Südküste

Der 14. Juli führte uns unter anderem nach Þórsmörk und Goðaland. Auch dieser Tag begann wetter-bescheiden. Ist da links und rechts der Ringstraße tatsächlich Landschaft? Die Hekla z. B. blieb uns an beiden Tagen verborgen.

Nachdem die ersten Flüsse und Flüsschen gefurtet waren, lichteten sich die Wolken
und wir konnten einen ersten Fotostopp wagen:


Furt beim Gigjökull - dort, wo einst die Lagune war:


Gigjökull:


Ausblicke von der Wanderung entlang des Básarhringur 
mit Abstecher auf den Berg Bólfell:



Sonne am Skógarfoss:


Meeresrauschen bei Dyrhólaey:




Landmannalaugar

Am 13. Juli führte uns unsere Tour nach Landmannalaugar. Der Tag begann extrem bescheiden ... nass von oben, Wolken, Nebel - irgendwie kaum Sicht.

Der Hjálparfoss war immerhin zu sehen ...

... auch wenn irgendwie alles ziemlich feucht war:


Als wir auf die F 208 einbogen, verschwand zumindest der Regen 
und die Wollken lichteten sich ein wenig:



 Hnausapollur:



am Frostaðavatn:



Es nieselte leicht, als wir die Wanderung starten, 
aber eigentlich kamen wir recht trocken durch:


Ob sich die Schafe wohl wegen des kalten Wetters ein warmes Plätzchen 
gesucht hatten (Bildmitte)?



Auf der Rückfahrt über die F 225 trafen wir auf eine Reitergruppe
(Foto aus dem Busfenster): 


Schlechtwetterfotos

Gestern erzählte ich so mit einem Kollegen und wir kamen zu dem Schluss, dass dieser Sommer - vom Wetter her betrachtet - nicht der prickelndste sei. Vielleicht waren wir durch die letzten beiden Sommer einfach nur verwöhnt? Vielleicht sind sowohl wir als auch viele Islandbesucher durch die vielen Schönwetterbilder, die von Island extieren, einfach nur in eine nicht ganz stimmige Richtung gelenkt? Ich gehöre selber ja auch dazu - fotografiere fast nur noch bei gutem Wetter.

Also beschloss ich, die nächsten Wochen zu nutzen und ein wetterstimmigeres Bild von Island zu zeichnen. Die aktuelle Tour, die heute (12. Juli) begann, bot sich perfekt an, war doch viel Regen für den Tag vorhergesagt. Und für die nächsten Tage.

Dann kam mal wieder alles anders. Erstaunlich oft lugte die Sonne hervor und zeichnete neben dunklen Regenwolken ein ganz eigenes, charmantes Bild:

Bei der Heißwasserquelle Deildartunguhver:




Wasserfälle Hraunfossar:


Blick von den Hraunfossar Richtung Hochland/Gletscher:


unterwegs auf der Hochlandpiste Kaldidalur:



Morgen erwartet uns Regen in Landmannalaugar. Ich überlege, was ich gerade "besser" finden soll - den leichten Regen oder die 4-6°C, die vorhergesagt sind ;-)?