Zwischen Regen und Kulturnacht

Meine letzte Tour (22. - 28. August) führte mich zum Fährhafen Seydisfjörður als Ausgangspunkt der Tour. Sowohl Gäste als auch Bus waren aus Deutschland gekommen und mussten spüren, dass der Zoll dieses Jahr ein besonderes Augenmerk auf Busse legte. Der in Deutschland übliche Bordverkauf ist in Island alles andere als üblich und verstößt gegen geltende Gesetze. Unabhängig davon haben sich die Zöllner aber äußerst nett und kulant verhalten und alle Waren am Ende der Reise wieder zurückgegeben. Im nächsten Jahr soll das nicht mehr so sein.

Wir starteten unseren ersten Tag noch bei wunderschönem Wetter und hatten einen angenehmen Tag am Mývatn. Allerdings waren die Wetteraussichten für die Folgetage alles andere als prickelnd und wir waren über jeden trockenen Moment froh. Immerhin hatten sich Freitagfrüh (23. August) ganz tolle Wolkenformationen über dem Mývatn aufgebaut - meine Kamera war leider etwas verschütt. Das einzige Foto mit dem Handy habe ich noch vom Goðafoss:


Gegen späten Nachmittag begann dann auch der ungemütliche Teil unserer Reise - der angekündigte Regen setze ein und hielt sich tapfer bis Dienstagvormittag. Hin und wieder hatten wir mal Glück, erwischten mal eine Wolkenlücke. Aber es kamen auch genügend Momente, in denen wir durch den Regen stapften.

Unser Aufenthalt in Reykjavík über das Wochenende war ein wenig unglücklich geplant. Die Kulturnacht machte uns einen Strich durch die Rechnung. Die komplette Abriegelung der Innenstadt brachte nicht nur unsere Stadtrundfahrt zu Fall, auch hatten wir arge Schwierigkeiten, unser Restaurant zu erreichen. Wir kämpften uns mühsam durch den verstopften Laugavegur durch die gesamte Innenstadt und für das auf den Straßen unüberhörbare Kulturangebot waren wir nicht so ganz die Zielgruppe.

Auch die Blaue Lagune ging im Regen unter - aber wer im Wasser war, den störte es nicht. Weniger schön war, den gesamten Golden Circle im Regen zu erleben, wenngleich es sogar vereinzelte Bilder des Geysir mit Flecken blauen Himmels gab.

Nachdem wir dann am Dienstag noch ein, zwei verbliebende Papageitaucher zumindest im Flug und vor allem im Nieselregen am Kap Dyrhólaey entdecken konnte, kam dann endlich die Wetterbesserung und wir konnten den verbleibenden Tag trockenes Wetter und Sonne genießen.

Zwischen Vík und Kirkjubæjarklaustur:





Auch wenn die Tour zum Svartifoss nicht zu meinen Lieblingstouren gehört (eher aus "Protest", da Skaftafell mehr als nur der Svartifoss ist), genossen wir alle die kleine Wanderung dorthin. Für den Abend hatten wir uns einen Sondertermin bei der Schlauchboottour auf dem Jökulsárlón gebucht, wurden aber leider angesichts der Eissituation auf der Lagune aus unseren Träumen gerissen - wegen schlechter Bedingungen mussten die Touren nach 16:30 Uhr abgesagt werden. Das war richtig schade.

Am letzten Tag unserer Reise blieb uns zumindest die Möglichkeit mit den regulären Amphibienfahrzeugen zu fahren, auch wenn an diesem Morgen bei unserer Ankunft nicht klar war, wann gestartet werden konnte. Es hatte einfach ziemlich viel kleines Trümmereis gegeben, das die gesamte Lagune bedeckt hatte und da galt es einen fahrbaren Weg durch zu finden. Immerhin war uns das Wetter entgegen der Vorhersage hold:



Am späten Nachmittag mussten wir wieder an der Fähre sein und so blieb uns leider zu wenig Zeit, die Fahrt durch die Ostfjorde bei dem schönen Wetter zu genießen.



Dieses Foto enstand vor der Fähre, als ich auf mein Taxi wartet und während die Gruppe bereits auf dem Schiff beim Abendessen saß:


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