Zwischen Sonne und Unglücksrabem

Wie sollte es anders sein - auch Tag 4 unserer Reise startete in Sonne. Ein vom Wetter her wunderschöner 7. September, lediglich ab dem Nachmittag nahm der Wind dann zu. Aber wir wollen uns nicht beschweren, sind doch für den Westen heftige Stürme und Regen vorhergesagt, während wir selbst am Abend immer noch bei angenehmen Temperaturen und im trockenen die Landschaft genießen.

Gegen 10 Uhr im Nordosten:


Kurz nachdem wir auf die 901 abgebogen waren, sahen wir in der Ferne einen Radfahrer, der merkwürdig auf der Straße unterwegs war/saß/stand. Als wir mit dem Bus darauf zukamen, war schnell klar, dass er kurz zuvor verunglückt, mit dem Rad übel gestürzt war und sich das - vermutlich - Schlüsselbein gebrochen hatte. Erst am Morgen hatte ich der Gruppe erzählt, wie lange es dauern kann, bis man in dieser Ecke des Landes im Notfall zu einer medizinischen Versorgung kommt - und nun bekamen wir das ganze live mit. Erstversorgung, Krankenwagen ordern, alles im Bus verladen (das Rad musste ja auch irgendwie rein) und weiter ging es. Erst am Mývatn trafen wir auf den Krankenwagen, der von Akureyri kommen musste. Mehr als 2,5 Stunden, nachdem wir auf den Radfahrer getroffen waren, hatten wir ihn an das Personal des Krankenwagens übergeben können. Am Abend haben wir von ihm erfahren, dass er bereits wieder aus dem Krankenhaus raus ist - er hatte also noch ziemliches Glück (auch wenn der Bruch nun erstmal heilen muss und seine Reise zu Ende ist). Aber die Sache hätte auch schlimmer ausgehen können - und dann 2,5 Stunden auf den Krankenwagen warten zu müssen, das kann ins Auge gehen.

Diese Polarfüchse trafen wir im Möðrudalur:




am Goðafoss:
 

ein tolles Licht am späten Nachmittag:







1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Was hast du für ein Glück auf deiner letzten Tour der Saison! Genieße das Wetter, hier wird es langsam herbstlich! Liebe grüße Ellen