Mit der Fähre übers große Wasser

Am 3. Mai war es endlich soweit - nach Monaten des Wartens ging es wieder nach Island. An einem Samstagvormittag durch Norddeutschland und Dänemark zu fahren, ist recht entspannt, auch wenn es sich enorm ziiieht. Kurze Aufregung gab es, als ich bei einer Rast die Erdbebenseite checkte, und die Vielzahl von Erdbeben in der Nähe der Askja sah. Wilde Textnachrichten schwirrten durch die Luft, aber die Isländer gaben Entwarnung: "Nur ein paar Erdbeben." Dabei hält das "nur" weiter lustig an und allein innerhalb der ersten 24 Stunden gab es laut einer Quelle 370 Erdbeben:



Das Wetter war bis Dänemark gut, die Autoschlange nicht sonderlich lang, so dass man sich an der Fähre entschied, nur einen Schalter zu öffnen und 5 Autoreihen zu zwingen, sich zu einer zu formen.


Humor an Bord der Norröna ;-)?


Die Überfahrt war mehr als ruhig - seichte Wellen, kein Geschaukel, und hin und wieder mal eine Ölplattform am Horizont:


Der Morgen des 4. Mai sah noch richtig gut aus - Sonne auf Deck 8! Da lässt man sich das Frühstück schmecken und hält nach Walen Ausschau. Bei der ruhigen See und angesichts meines schon mehrfach bewiesenen "Talents" als Wal-Spotter waren alle Voraussetzungen gegeben  - allein, es fehlten die Wale.



Die heißen Pötte waren auf dieser Tour nicht sooo gefragt:


Für alle, die noch nicht auf der Norröna waren, hier mal ein paar Innenansichten:



Beim Zwischenstopp auf den Färöer war das Wetter so bescheiden, dass ich an Bord blieb ... und dadurch mitbekam, dass der Kindergarten der Stadt den Aufenthalt der Fähre für ein abwechslungsreiches Spielerleben nutzt. Gefühlte 50 Kinder - alle brüllend, wie von der Tarantel gestochen - wurden auf das Spielparadies in der Cafeteria losgelassen und verjagten jeden, der sich noch dort aufhielt. Nach 30 min gab auch ich auf - es war schlicht nicht auszuhalten. Oben an Deck löste sich zumindest ein Teil des Gebrülles in Luft auf.


Innerhalb kurzer Zeit zog es immer mehr zu:



Auf dem Panoramadeck sah es recht leer aus - die meisten waren in der Stadt:


Am 6. Mai erreichten wir planmäßig und pünktlich und bei beschaulichem Nieselrehen Seydisfjörður.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Hört sich nach einer entspannten Überfahrt an. Ich bin beeindruckt, wie proper alles wirkt. Auch die Trennwände zwischen den Hotpots finde ich sehr nett :)
Viele Grüße
Ellen