Unwetterwarnung 1. + 2. Juli

Für insbesondere den 1. und 2. Juli sind in nahezu ganz Island heftige Regenfälle und Sturm vorhergesagt. Reisende mit Wohnwagen, Gespannen und hohen Fahrzeugen sollen besonders Acht geben, Camper ihre Zelte gut abspannen. Flüsse im Hochland können durch den Regen arg anschwellen - besondere Vorsicht beim Furten!

Siehe auch die Warnhinweise auf www.safetravel.is.

Zurück durch den Süden

Am 29. Juni habe ich die Chance genutzt, mal ein paar andere Ziele an der Südküste anzusteuern. Orte, an denen ich noch nie war (z. B. Þykkvabæjarklaustur, rein in den Skeiðarásandur), Berge, auf denen ich noch nie war (z. B. Hjörleifshöfði), oder Orte, an denen ich lange nicht war (z. B. Þakgil). Ein schöner Abschluss einer Akku-Auftank-Tour :-).

Wanderung auf den Berg Hjörleifshöfði - die Aussicht von oben ist ein Traum!


Hier (rechts) soll Hjörleifur gegraben sein. Das andere Grab gehört einem der letzten Siedler auf dem Kap und seiner Familie:


Grabstelle mit grandioser Aussicht:


Hier kann man sehen, wie (wenig) umfänglich der Lupinenbewuchs auf dem Mýrdalssandur ist:


Die Sanderfläche wirkt von oben einfach nur gewaltig.
In der Ferne die Trolle von Vík (Reynisdrangar): 


Der tolle Weg nach Þakgil:





Zur Wanderung hats dann leider vor Ort nicht mehr gerreicht. Dunkle Wolken zogen auf und ich war mir nicht sicher, ob ich die 5-6 Stunden im Trockenen bleiben würde. Außerdem war es schon zu spät.

Ich fuhr statt dessen das erste Mal in diesem Jahr hoch aufs Kap Dyrhólaey. Da wo die Menschenansammlung ist, konnten man mit ein paar Verrenkungen Papageitaucher sehen:


Das Flugzeugwrack auf dem Solheimasandur - Blick aus dem Cockpit:


Einmal Fensterplatz, bitte :-).



Laki-Krater

Am 28. Juni ging es zu den Laki-Kratern . Es war warm, die Sonne schien fast den ganzen Tag - was will man mehr :-)?

So begann der Tag auf dem Zeltplatz in Kirkjubæjarklaustur:


Die Piste ist nach wie vor übel rau - viele Steine, viele Schlaglöcher. 
Auch wenn es hier nicht so aussieht :-).


Nach mehr als 1 Stunde des Fahrens kommen die Krater ins Blickfeld:




Rangerhütte und Hauptparkplatz wurden verlegt, ein neuer (toller) Wanderweg auf den Berg Laki angelegt. Vor Ort gibt es seit wenigen Jahren auch ein WC statt der alten Dreiecks-Hütte:


Die Kraterreihe gen Norden / Vatnajökull:


Die Kraterreihe gen Süden:




Südliche Kraterreihe:







Dieser Fluss sah reichlich tief aus. Ich hatte extra ein Stück vorher angehalten und fotografiert, damit die Männer mich überholen und als erste furten müssen ;-). Sie waren sich nicht sicher, wir beratschlagten zusammen und ich meinte: Dann ziehe ich mir andere Schuhe an und gehe einfach mal durch. Daraufhin bot sich einer der Männer an, das zu tun ;-). Am Ende kamen wir beide gut durch.



Spätabends am Strand bei Jökulsárlón - Nebelschwaden erzeugen eine gespenstische Stimmung:


am Fjallsárlón gegen 21:30 Uhr:



Südliches Hochland

Der Regen in Reykjavík zermürbt. Irgendwann kann man das Grau nicht mehr sehen, kann den Krach in der Stadt nicht mehr ertragen. Ich bin ja eh kein sonderlich großer Reykjavík-Freund, bin immer froh, wenn ich raus aus der Stadt bin. Da die Wetteraussichten für den 27. bis 29. Juni - also nach und vor dem nächsten großen Regen - akzeptabel waren und ich eh noch zur Tourenvorbereitung ins (Hoch) Land musste, gab es nur eine Lösung: 4x4 gemietet und los gehts.

Der Start am 27. Juni war noch recht wolkenverhangen, hin und wieder fiel ein kleines Tröpfchen. Aber als ich dann nach der Mittagszeit endlich auf die F 208 einbog, gab es für die Freude kein Halten mehr. Das erste Mal nur ich und ein Auto - keine Gäste, kein Zeitdruck im Nacken. Tun, was man will - auch hin und wieder alle 200 m stoppen und fotografieren. Herrlich :-). Auch wenn man angesichts der Fotos meinen könnte, das Wetter sei nicht berauschend gewesen. Na klar, sieht bei blauem Himmel alles besser aus, aber das Licht war eine enorme Foto-Herausforderung, der ich nicht wirklich gewachsen bin und so bleibt nur zu sagen, dass es in real einfach nur toll war. Ich habe den Tag genossen :-).

Háifoss:


Beim Wasserkraftwerk an der F 208:


Entlang der F 208:


Das Auto war ein Kia Sportage - würde ich nie kaufen / möglichst nicht wieder mieten.
Innen ist für große Menschen alles viel zu klein, die Sicht nach draußen ist beschränkt 
und man sitzt viel zu niedrig.


Maar Hnausapollur:


Blick auf den Strútur und Umgebung, vom kleinen Parklatz am Frostaðavatn:


Blick vom Strútur:


Beim Zeltplatz / "Kern-Landmannalaugar" habe ich mich nicht lange aufgehalten, 
komme ja schon in wenigen Tagen wieder zum Wandern dorthin :-). 
Dafür Käffchen und Schwätzchen in der Mountain Mall.


Weiterfahrt Richtung Eldgjá:
 

Wer nicht lesen kann, muss fühlen - für normale PKW ist das Fahren auf F-Straßen verboten. Den hier haben wir mit vereinten Kräften aus dem Wasser gezogen:





Strecke von der Eldgjá zurück zur Ringstraße. 
Das Wetter wurde immer besser, selbst der Mýrdalsjökull blitzt hervor: 


Das Grün ist einfach der Hammer!



Abends traf ich in Geirland auf Roswitha, die mit einer Gruppe dort übernachtete. Wir unternehmen nach 22 Uhr noch einen Spaziergang und erlebten gegen Mitternacht ein fantastisches Abendrot am Himmel - leider hatte ich die Kamera nicht dabei.

Blumengrüße aus Island

Ausgerechnet an unserem langen Fahrtag am 22. Juni schien die Sonne mehr als die Tage zuvor und es war warm. Aber so ist das halt. Wir legten auf unserer Reise in den Westen des Landes noch einen Zwischenstopp in Akureyri ein und ließen die Farben im Botanischen Garten auf uns wirken.




Die Tulpen sind jetzt endgültig verblüht:



Gleich 2 Kreuzfahrtschiffe lagen in Akureyri im Hafen:


Heute, am 23. Juni endete unsere Juwelen-Runde und bevor morgen der große Regen über den Westen und Südwesten des Landes niedergehen soll, können alle nochmal die Sonne und vielleicht den einen oder anderen Wal genießen (ich hoffe, die Tour war erfolgreich mit mindestens 3 Walen :-)).