Südliches Hochland

Der Regen in Reykjavík zermürbt. Irgendwann kann man das Grau nicht mehr sehen, kann den Krach in der Stadt nicht mehr ertragen. Ich bin ja eh kein sonderlich großer Reykjavík-Freund, bin immer froh, wenn ich raus aus der Stadt bin. Da die Wetteraussichten für den 27. bis 29. Juni - also nach und vor dem nächsten großen Regen - akzeptabel waren und ich eh noch zur Tourenvorbereitung ins (Hoch) Land musste, gab es nur eine Lösung: 4x4 gemietet und los gehts.

Der Start am 27. Juni war noch recht wolkenverhangen, hin und wieder fiel ein kleines Tröpfchen. Aber als ich dann nach der Mittagszeit endlich auf die F 208 einbog, gab es für die Freude kein Halten mehr. Das erste Mal nur ich und ein Auto - keine Gäste, kein Zeitdruck im Nacken. Tun, was man will - auch hin und wieder alle 200 m stoppen und fotografieren. Herrlich :-). Auch wenn man angesichts der Fotos meinen könnte, das Wetter sei nicht berauschend gewesen. Na klar, sieht bei blauem Himmel alles besser aus, aber das Licht war eine enorme Foto-Herausforderung, der ich nicht wirklich gewachsen bin und so bleibt nur zu sagen, dass es in real einfach nur toll war. Ich habe den Tag genossen :-).

Háifoss:


Beim Wasserkraftwerk an der F 208:


Entlang der F 208:


Das Auto war ein Kia Sportage - würde ich nie kaufen / möglichst nicht wieder mieten.
Innen ist für große Menschen alles viel zu klein, die Sicht nach draußen ist beschränkt 
und man sitzt viel zu niedrig.


Maar Hnausapollur:


Blick auf den Strútur und Umgebung, vom kleinen Parklatz am Frostaðavatn:


Blick vom Strútur:


Beim Zeltplatz / "Kern-Landmannalaugar" habe ich mich nicht lange aufgehalten, 
komme ja schon in wenigen Tagen wieder zum Wandern dorthin :-). 
Dafür Käffchen und Schwätzchen in der Mountain Mall.


Weiterfahrt Richtung Eldgjá:
 

Wer nicht lesen kann, muss fühlen - für normale PKW ist das Fahren auf F-Straßen verboten. Den hier haben wir mit vereinten Kräften aus dem Wasser gezogen:





Strecke von der Eldgjá zurück zur Ringstraße. 
Das Wetter wurde immer besser, selbst der Mýrdalsjökull blitzt hervor: 


Das Grün ist einfach der Hammer!



Abends traf ich in Geirland auf Roswitha, die mit einer Gruppe dort übernachtete. Wir unternehmen nach 22 Uhr noch einen Spaziergang und erlebten gegen Mitternacht ein fantastisches Abendrot am Himmel - leider hatte ich die Kamera nicht dabei.

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