Bibberbibber und fotofrei

Donnerwetter, wer hätte das gedacht. Bisher fand ich diesen Sommer erstaunlich warm. Wie oft waren es mehr als 15°C und das im Schatten? Selbst auf der aktuellen Tour hatten wir viele warme Tage, in der Sonne auch über 20°C. Manchmal nahm es fast tropische Ausmaße an. Das, was uns da heute, am 30. Juli, "heimsuchte", hatten wir hingegen nicht erwartet. Da kamen doch tatsächlich die warmen Sachen aus dem Koffer zum Einsatz, die zumindest ich schon gar nicht mehr dabei habe. Wir starteten bei 5°C!!! Höchsttemperatur war im Laufe des Tages nach kurzem Sonneneinsatz mal 9°C. Dazu pfiff ein ordentlich Wind um die Ecke und peitschte uns den Nieselregen ins Gesicht.

Tapfer nahmen wir - bewaffnet mit Regenvollschutz - das Leirhnjúkur-Lavafeld unter die Füße, stemmten uns gegen den Regen, warfen uns in den Wind ... und überlebten ;-). Meiner Kamera hingegen gab ich den gesamten Tag frei. Der Regen schoss alle 5 min für 10 min über uns hinweg. Hin und wieder ein Hauch von blauem Himmel. Heute stimmte der Spruch "Wenn dir das Wetter nicht gefällt, dann warte einfach 5 Minuten". Es stimmte aber auch "Es könnte schlimmer kommen und es kam schlimmer." Nein, das war heute nicht unser Tag, aber alle hielten tapfer durch.

Da uns immer wieder trockene Momente ereilten, sahen wir auch den Víti und die Spalte Grjótagjá, bauten das Picknick noch im Trockenen auf, um dann 2 min später nieselgeschützt am und im Auto zu essen. Wir nahmen sicherheitshalber den einfachen Weg auf den Hverfjall in Angriff, wurden oben auf dem Kraterrand sandgestrahlt und durchgepustet und bekamen eine letzte Dusche beim Spaziergang durch Dimmuborgir. Nach so viel Kälte, Wind und Regen ging es im trockenen Fahrzeug nach Húsavík und damit zu Plan B - dem Walmuseum :-).

Ja, auch der Kampf mit den Elementen gehört in Island dazu und das heute war richtig "nettes" Islandwetter. (Auch) Das muss man mal erlebt haben :-).

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