Aus dem Hochland in den Südosten

Am 10. August hieß es, Abschied von Landmannalaugar zu nehmen. Was uns angesichts der Nacht zuvor nicht schwer fiel. Wir hatten neue Matratzennachbarn bekommen und die raubten uns mit ihrem Geschnarche Schlaf und Nerven. Die Temperatur im Raum bekamen wir mittels Durchzug einigermaßen in den Griff, aber an Schlaf war dennoch noch weniger zu denken. Also morgens wieder Entspannen im Fluss und nach dem Frühstück ein letztes "Bless bless".

Leider hatte uns die Sonne wieder verlassen und fast die gesamte Fahrt aus dem Hochland raus regnete es. In der Eldgjá angekommen, nahmen wir trotzdem den Weg zum Öfærufoss in Angriff - so eine kleine Fahrpause auf der Holperpiste tut allen gut.


Wie ich kürzlich gelesen hatte, wird am Wasserfall derzeit eine Aussichtsplattform gebaut. Es ist ungemein praktisch, so etwas immer mitten in der Saison zu starten ;-). Die Aussicht gab es nur mit gelbem Bauwagen ... Aber die Isländer hatten es dieses Jahr überhaupt "drauf", haben viele Bauvorhaben erst sehr spät gestartet, wurden oft selbst zur Hauptsaison nicht fertig. Ich denke z. B. nur mal an das neue Restaurant am Strand Reynisfjara, dass Mitte Juli immerhin endlich eröffnete. Oder so manches Hotel, das anbaute / neu gebaut wurde und dann nur im halbfertigen Zustand bezogen werden konnte.


Die F 208 von der Eldgjá zur Ringstraße war übrigens in einem miserablen Zustand. Ich war sie zuletzt Ende Juni gefahren und erstaunt, wie sie nun aussah. Schlagloch an Schlagloch. In der Touri-Info in Klaustur hieß es, sie wissen um den Zustand, aber der Straßenhobel sei doch erst vor 2 Tagen drüber gegangen. Ah ja. Genutzt hatte das allerdings gar nichts ;-).

Wir ließen den Regen Regen sein und machten einen kurzen Tag aus diesem Tag. Kleine Zwischenentspannung vor der nächsten großen Wanderung :-).

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