Im Bann des Vatnajökull

Der 12. August war für uns ein sehr "eislastiger" Tag. Was will man erwarten, wenn man viel Zeit am Gletscher hat :-). Nach der langen Wanderung vom Vortag ließen wir es an diesem Tag eher gemächlicher, aber nicht weniger actionreich angehen.

Wir starten den Tag mit der 4-Stunden-Tour der Mountainguides auf dem Svínafellsjökull.





Vor wenigen (2-3) Jahren hatte es hier am Berg einen Bergrutsch gegeben - 
das gesamte Material liegt seitdem auf dem Eis:


Der kleine Zusatzausflug zu dieser Stelle führte uns über spannendes Eisgebiet und gab der Tour die entsprechende Würze. Ein kleines Abenteuer mit einem Hauch Adrenalin.


Die Mountainguides haben inzwischen an einigen Stellen, an denen es links und rechts sehr tief runter geht, Seile verlegt, in die man sich einklinken muss. Dieses Foto entstand auf der Rücktour. Angesichts der Tatsache, dass wir unterwegs während der Tour über manch kritische Stelle gegangen sind, bei denen selbst ich, die eigentlich schwindelfrei ist, Probleme hatte, waren die Seilstellen ein "Witz" ;-).



Als wir am Fjallsárlón stoppten, wollte uns der Wind mal wieder fast umpusten und wir sahen angesichts dieses Windes unsere Zodiac-Tour schon in Gefahr. Zum Glück windete es am Jökulsárlón etwas weniger, so dass die Tour stattfinden konnte. Dennoch hatten wir einen netten Seegang und unser Bootsführer einen Mordsspaß dabei, das Boot über die Wellen fliegen zu lassen. Was für eine Tour - Dusche inklusive :-).







Am Strand haben wir übrigens die "Eisernte" beobachten können. Kommt wohl nicht all zu häufig vor (1x jährlich oder so ... sagten sie mir). Das Eis wurde am Strand eingeladen und wird nach New York (!) exportiert. Sachen gibts :-).



Am späten Abend gab es starke Polarlichtaktivität über ganz Island. Über Skaftafell war es auch dunkel - nur leider war das nicht die Nacht, sondern dicke, fette Wolken, die die Sicht behinderten. Schade - es hätte so schön gepasst.

Keine Kommentare: