Kampf mit den Elementen

Was für ein Tag heute! Als wir heute Morgen am Kap Dyrhólaey starteten, wollte der Wind uns umpusten. Ich habe keine Ahnung, wie stark der Wind war, aber er war schon ordentlich, hatte im Ansatz Sturmqualität. Wir haben die letzten Papageitaucher fliegen und hin und wieder sitzen sehen und uns ansonsten vom Nordatlantik mit Wasser besprühen lassen ... hmmm, salzig ;-). Was da an Wasser geflogen kam, war schon nett:


Und wie wir so am Kap stehen, kreisen die Hubschrauber über uns. Ah! Die waren wohl auf dem Weg zum Vatnajökull, man wollte sich doch am Vormittag den Gletscher nochmal anschauen. Denkste! Als wir zum Strand Reynisfjara fuhren, sahen wir sie in der Nähe stehen - alle 3. Den dicken, fetten schwarzen und die beiden roten. Nanu?! Und dann sahen wir eine gelbe Warnweste am Parkplatz und erstaunlich wenig Fahrzeuge. Das sah alles nicht gut aus. Und tatsächlich. Der Strand war wegen Luftaufnahmen für 2 Stunden gesperrt. "Wir haben eine Menge Geld dafür bezahlt, dass wir hier drehen können und jetzt gehört der Strand 2 Stunden uns." Donnerwetter, das war ja mal ne Aussage. Ich wollte dann wenigstens wissen, was sie hier drehen - für den Film "Matrix". Ah so. Erst am Donnerstag hatten sie übrigens in Reykjavík bei der Harpa und in der Bucht gefilmt - mit einem der roten Hubis.  Naja, einer der Gäste meinte dann: "Wir haben eine Menge Geld für diese Reise bezahlt, und wir wollen jetzt zum Strand." War natürlich lustig gemeint und wir hatten auch keine Chance. Okay, sind wir halt weiter im Sturm nach Vík und dort an den Strand.

Der Sturm begleitete uns bis Klaustur und ebbte erst dort so langsam ab. Nach der Mittagspause hatten wir die neuesten Infos in Sachen Vulkan und fuhren ganz entspannt weiter nach Skaftafell - wohl wissend, dass das mit der Aschewolke ganz schlecht aussieht und wir auch keine nassen Füße kriegen würden. Und dabei hatten wir uns so auf ein wenig Action gefreut ;-).

Auf jeden Fall hatten wir dann am Gletscher bestes Wetter und so gut wie keinen Wind. Es war soo herrlich. Und natürlich haben wir den Gletscher nochmal ganz oft fotografiert ... man weiß ja nie, ob er morgen noch weiß ist ... ;-).




Als wir zum Svínfallsjökull gingen, hieß es auf einmal: "Monique, ich brauche deine Hilfe - ich wurde nominiert." Ice bucket challenge. Uups, ich hatte das mal irgendwie in den Onlinemedien von der Überschrift her gelesen, stand aber prinzipiell ziemlich auf dem Schlauch. Da wir für den Abend die Gletscherwanderung geplant hatten, stand die Wunsch-location fest :-).


Im Hotel hatten wir einen Eimer organisiert und Aron, unser Guide, meinte, es sei kein Problem, auf dem Gletscher Eis zu finden :-). Es war irgendwie so witzig, dass wir die ganze Zeit mit dem blauen Eimer auf dem Gletscher rumliefen.


Hier wird das Eis gehackt:


Viel Eis für 2 challenges / 2 Leute:


Nach der Eis-Dusche und noch mit Grímsvötn-Asche als Kriegsbemalung :-).
Die eigentliche Aktion habe ich nicht auf Foto, da ich gefilmt habe .


Wir hatten jedenfalls unseren Spaß und verließen den Gletscher im schönsten Abendlicht:


Für alle, die noch auf E-Mail-Antwort warten: Sorry, im Moment ist die Zeit arg knapp. Es dauert noc ein wenig.

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