Alarmstufe ROT in der Bank

Heute (2. Sep) ist mir ja fast der Kragen geplatzt. Meine Hausbank, die ich mir vor einigen Jahren notgedrungener Maßen hier in Island "gewählt" hatte, weil es in Kirkjubæjarklaustur nur eine einzige Bank gab (Kaupþing, jetzt Arion Banki), hat in Reykjavík einige Filialen geschlossen und eine neu errichtet. Mit viiiel Platz für wohnliches Mobiliar und einer tollen Kaffeemaschine. Das ist auch alles notwendig, weil man nämlich in dieser tollen neuen Filiale Ewigkeiten warten muss, bis man an den Schalter kommt. Grrrr.

Seit ihrer Eröffnung war ich 3x in der Filiale, weil es bestimmte Dinge gibt, die eben nicht online oder am Automaten erledigt werden können. Ungekrönter Höhepunkt meiner Besuche war der heutige. Drei (!!!) Mitarbeiterinnen standen aufgetakelt neben dem Nummernautomat, befragten die Kunden, was sie denn wünschten, und halfen ihnen, das richtige Nümmerchen zu ziehen. Mir half das nichts, ich musste zum Kassierer - die längste Warteschlange --> als ich meine Nummer 70 zog, war gerade die Nummer 50 beim Kassierer. Na Klasse, da hieß es warten und sich aufs Sofa fläzen. So hat man wenigstens Zeit, die andere Kundschaft zu beobachten. Oder aber das Verhalten des Personals, das - wenn es sich bewegte - dies in Sow Motion tat, immer darauf bedacht, gut dabei auszusehen.

Von den drei "Wegweiserinnen" verschwanden immer mal wieder zwei und die eine schaute desinteressiert und arrogant in die Gegend oder eher in die Luft, so dass sich niemand wagte, sie anzusprechen. Stattdessen wurder der sympathisch dreinblickende Security-Mann, der seinen Posten neben dem Nummernautomat bezogen hatte, von den Leuten angesprochen und half beim Nummernziehen. Wie schräge ist das denn??? Nachdem ich damals bei meinem ersten Besuch in dieser neuen Filiale bereits mehrfach zu der Wegweiserin gelaufen war, da in dem Laden einfach nichts passierte, glaube ich fast, dass der Security-Mann zum Schutz der Wegweiserinnen vor Ort ist - falls mal ein Kunde ausfallend wird ;-).

Immerhin ging es zwischendrin mal etwas schneller, weil einige Nummerninhaber verzweifelt aufgegeben hatten und verschwunden waren.

Was ich so gar nicht verstehe: Die meisten Kunden müssen zum Kassierer. Die neue Filiale hat aber nur zwei Schalter. Daneben saßen heute mindestens 7 (!) weitere Damen gelangweilt hinter ihren Schreibtischen und warten auf Kunden mit Sonderwünschen. Und dazu die drei Wegweiserinnen. Meine Herren, wir hätten alle soo viel schneller fertig sein können. Aber nein, jeder hat seinen Aufgabenbereich. Verstehen muss ich das nicht und ich hoffe ganz inständig, dass ich zumindest dieses Jahr nicht noch ein weiteres Mal in die Filiale muss.

Am Ausgang wird man netterweise gefragt, wie einem der Service gefallen hat. Von mir gab es heute zum dritten Mal ein Rot ... diese Taste betätigt man mit Krawumm ;-).


Die Post, die seit Donnerstag nicht so richtig weiß, was sie mit meinem Paket anstellen soll (hey, ich warte seit Wochen auf ein Zeltgestänge), teilte mir heute vor Ort immerhin mit, dass mein Paket bereits gestern zugestellt werden sollte, aber im falschen Postauto gelandet sei. Nach 15 min war man in der Lage mir zu sagen, dass das Paket heute definitiv im richtigen Auto sei und bis zum Nachmittag zugestellt würde. Juhuu - das Zeltdrama wird bald eine Ende haben. Dachte ich. Naja, nicht ganz. Ich war keine 10 min weg von der Post, als der Anruf kam, dass mein Paket doch wieder im falschen Auto sei. Nächster Zustellversuch heute zwischen 17 und 22 Uhr. Da fehlen einem die Worte ...

Jaja, man macht was mit :-).

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