Der erste Sep-Tag

Donnerwetter, nun haben wir tatsächlich schon den 1. September ... huuuu ... das riecht nach Herbst ;-). Und der Herbst kommt mit Regen. Naja, zumindest droht er damit. Wir starteten heute Morgen in Borgarnes und die nassen Straßen sprachen eine deutliche Sprache in Bezug auf Regen. Dieser Tag war ganz entspannt - begann mit einer kleinen Dosis Kultur im Landnahmezentrum. Alle gingen in die wunderbar gestaltete Ausstellung zur Egilssaga (hier klicken).

Reykjavík war schnell erreicht und nach einer kleinen Runde durch die Stadt fuhren wir zur Blauen Lagune. Unterwegs war es so was von dunkel und es gab keine Sicht und der Regen tropfte vom Himmel. Aber vor Ort war es dann bald wieder trocken und wir konnten die Zeit in der blauen Badewanne genießen.


Unser Ziel war es, wieder wie 20 auszusehen, weswegen wir uns einige Male beim Schlamm aufhielten ;-). Und zwischendrin trafen wir einen Mitarbeiter, der in homöopathischen Dosen die Algen-Maske verteilte (grüüün, guut-riechend, weeeeiche-Haut-machend) - und dabei die Wirkung der Aktion nicht verfehlte: HABEN-WOLLEN!!! Nee, wat war die Haut schööön danach und soo weich. Ein Besuch an der Bar rundete das ganze ab (Schönheit von innen ....) - Urlaub kann so schön sein :-).

Der Vulkan blubbert derweil weiter vor sich hin (Ach, ist da wirklich ein Vulkanausbruch auf Island? Man kriegt so gar nichts mit.). Der Lavaausstoß ist ein wenig verringert, die Erdbeben werden weniger, alles sieht ziemlich reise-entspannt aus. Hier also die offiziellen Informationen:

Die Spalte ist 1,5 km lang und die Aktivität konzentriert sich auf einen zentralen, 600-800 m langen Abschnitt. Bislang (letzte Info gegen 18 Uhr isländ. Zeit) sind ca. 20-30 Mio m³ Lava ausgeflossen, was im Mittel einen Ausfluss von 100 m³/sek macht. Am ersten Tag waren es ja 1.000 m³/sek, zwischenzeitlich wurde von 300-500 m³/sek berichtet, jetzt also weeesentlich weniger. Die Lava fließt schön ruhig und ohne explosive Aktivität aus, bedeckt derzeit (ca. 21 Uhr) ein Gebiet von 4,5 km².

Schwefeldioxid strömt aus, weshalb die Mitarbeiter vor Ort Schutzmasken tragen (sollten). Es gibt keine Anzeichen von Asche, so dass auch keinerlei Flugverbot existiert. Das nördliche Hochland bleibt weiter gesperrt, da man einen Ausbruch unter dem Gletscher mit einer dann folgenden Gletscherflut wahrscheinlich über den Fluss Jökulsá á Fjöllum nicht ausschließen und das Hochland im Fall des Falles nicht schnell genug evakuieren kann. Auf der anderen Seite wird die Straße 862 (Westseite Dettifoss) ab morgen, 2. Sep, 8 Uhr wieder geöffnet (es sei denn, bis dahin passiert noch etwas).

Die 4 möglichen Ausbruchsszenarien bleiben bestehen.

Bei einem Überflug über dem Gletscher hat man keine Veränderungen der bestehenden Risse und Eintiefungen festgestellt.

Also, genießt diese Fotos und das tolle Video ... ach, ich wünschte, man dürfte vor Ort sein und auch ein Foto schießen ...

Die Lava breitet sich aus:


Die aktuelle Größe des Lavafeldes (1. Sep):


Quelle beide: http://www.ruv.is/frett/slabby-pahoehoe-lava-and-lots-of-it

Und hier ist ein ganz tolles Video: http://www.ruv.is/frett/close-up-view-of-fresh-icelandic-lava.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Guten Morgen Monique,
bin nun täglich auf deinem Blog - und dementsprechend hervorragend informiert! Danke dafür!
Die ganze Entwicklung hört sich ja toll an und würde für unseren Plan bedeuten, dass wir die ursprüngliche Route von Egilsstadir zum Dettifoss und weiter zum Myvatn beibehalten könnten. Dein Kosmetikfoto ist lustig und das Vulkanfoto und Video spannend.
Ich wünsche Dir noch eine schöne Zeit in Island!
Viele Grüße - wir kommen!
Heidi und Peter