Vulkankrimi und Herbstfarben

Auch dieser 13. Sep begann am Mývatn mit viel Wind und einem zugezogenen Himmel. Als ich bei den Jungs von Myflug vorbeischaute, hatte der Pilot immerhin schon sein Pilotenhemd an - das machte Hoffnung. Sein Gesicht auf die Frage "Na, wie sieht es heute aus?" machte etwas weniger Hoffnung und mir entfleuchte aus Versehen der Satz "Ich mag dieses Gesicht nicht." Aber okay. Alle Flüge des Vormittags waren abgesagt worden. Es waren wohl schon Flieger vor Ort (bei der Ausbruchsstelle) gewesen, es wäre noch immer Sand dort, aber der Wind solle ab Mittag abnehmen, so dass sie um 12 Uhr mit dem ersten Flug starten würden. Ein Blick auf die reguläre Wetterkarte zeigte, dass der Wind ab morgen wieder zunehmen würde. Wir haben also wirklich nur heute. Ein bisschen Regen wäre ja auch nicht schlecht - dann bliebe der Sand am Boden. Aber wenn man den Regen braucht, dann kommt er nicht - das war beim Grímsvötnausbruch 2011 genauso ;-).

Aber nun ... die 12 Uhr-Maschine ist soeben gestartet, flog über mir hinweg. Wir werden ja sehen, ob wir in 1,5 Stunden in der Luft sind :-). Zum Thema Bewölkung meinte der Pilot bereits am Donnerstag: "Das ist gar nicht so schlimm. Dadurch ist es dunkler und man sieht das Feuer besser :-)." Ah ja. Auf den Webcams sieht man nämlich derzeit nicht sonderlich viel.

Der Wind hat immerhin einen Vorteil: Das erste Mal in dieser Saison war ich in der Lage, mein Zelt trocken einzupacken, wobei "Zusammenknüllen und irgendwie in die Hülle stopfen" angesichts des Windes fast der passendere Ausdruck wäre ;-). Aber immerhin, es ist trocken und auch der Footprint, also die Zeltunterlage ist trocken. Donnerwetter!

Gestern war es am Nachmittag mal für einige Stunden recht wolkenfrei und die Sonne lugte durch. Trotz des üblen Windes war ich eine kleine Runde unterwegs, wurde aber z. B. auf dem Berg Krafla beinahe von oben heruntergeweht, so übel windig war es dort.













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