Die Nachricht zum Unterwasserfotoverbot

Ich gebe zu, die Schilder hatten uns Mitte Oktober durchaus irritiert:


An diversen Stellen in Þingvellir wurde man darauf hingewiesen, dass das Fotografieren unter Wasser verboten sei. Gleichzeitig wunderten wir uns über die Massen von Fischen. Worüber man sich als blutiger Fisch-Laie halt so wundert.

Die Aufklärung des Ganzen fand ich in einem Artikel der deutschsprachigen Iceland Review-Ausgabe: Die Forellen laichen dort gerade und könnten sich durch ins Wasser gehaltene Fotoapparate gestört fühlen und das Laichen abbrechen.

Hier geht es zum Artikel: http://icelandreview.com/de/news/2014/10/29/keine-unterwasserfotos-von-forellen.

Wir hätten da nie eine Kamera reingehalten ... die wird schließlich nass und geht kaputt. Aber ja, in einer Zeit, in der der gemeine Tourist das Haus nicht mehr ohne seine GoPro inkl. Wasserschutz verlässt, muss man halt an alles denken ;-). Ich bin ja immerhin schon froh, überhaupt zu wissen, was eine GoPro ist :-). Und bei mir heißt sie nur noch die "GoPro am Stiel".


Fotovortrag am 7. November

Während wir in Island kürzlich den für uns ersten Schnee erlebt haben, legt sich ganz, ganz langsam auch über Deutschland der Herbst. Jetzt, wo die Tage kürzer und die Abende wieder länger werden, bleibt Zeit, den Islandsommer Revue passieren zu lassen.

Alle Interessierten sind daher herzlich willkommen zu meinem


Fotovortrag "Island - Lebende Erde"

Am 29. August 2014 brach im Vulkansystem Bárðarbunga auf Island eine Spalte auf, durch die seit dem kontinuierlich glühend heißes Gestein an die Erdoberfläche gefördert wird. Ich hatte im September Gelegenheit, über der Ausbruchsstelle zu fliegen. Der live kommentierte Fotovortrag geht zu einem Teil an Hand dieses aktuellen Vulkanausbruchs auf die Geologie Islands an und erklärt, was dort gerade passiert. Daneben werden aktuelle Reiseimpressionen aus dem Jahr 2014 gezeigt. Während des Vortrags können Sie ein paar isländische Spezialitäten probieren, bei denen auch Lachs, Hákarl und Schokorosinen nicht fehlen.



Freitag, 7. November 2014 um 19:30 Uhr in Koch´s Gasthaus in Karstädt/OT Postlin

Vorverkauf: 3 €, Abendkasse: 5 €



Passend zum Thema des Abends bietet Koch´s Gasthaus ab 18:30 Uhr ein Lammgericht mit original isländischem Lammfleisch - von mir eigenhändig importiert  - zusammen mit einem Gläschen Brennivín. Anmeldung dafür ist bis zum 3. November erforderlich. Für Nicht-Lamm-Esser gibt es Alternativessen.



Anmeldung und Vorverkauf ab sofort in Koch´s Gasthaus und unter 038797 / 5 24 33 sowie bei mir unter 038797 / 90 51 07. 

Zwischen Schneesturm und Polarlichtwahnsinn

20. Oktober

Als wir am Morgen erwachten, erblickten wir Sonne und blauen Himmel - zumindest teilweise. Nein, was war dieser Anblick schön! Da wird einem gleich warm ums Herz! Was auch ganz gut war, denn das Thermometer zeigte draußen nur 2°C an - also leicht schattig. Leider verschwand die Sonne recht schnell und es wurde ein Grau in Grau.

Gegen 9:30 Uhr war sie noch da - man beachte den weißen Berg links von der rechten Hütte. Alle Berge waren weiß, und zwar ziemlich weit runter:


Zwischen Hella und Selfoss kam dann das Schneegestöber. Die Straßen waren ruckzuck mit Schneematsch voll:


beim Hellisheiðarvirkjun:


Wir waren noch gut über die Hellisheiði rüber gekommen. Didi, der ein paar Stunden nach uns fuhr, hatte bei seiner Fahrt dieses nette Video gedreht: http://icelandreview.com/news/2014/10/21/video-truck-blows-road-first-winter-storm.
 
Wenn du dich in Island in einem Wald verlaufen hast, steh einfach auf :-).


Von Reykjavík aus gen Norden war das Wetter dann wieder ganz anders. Sonne!!! Wir wollten zu den Hraunfossar und nahmen die Sonnenlandschaft im Vorbeifahren mit:




Leider dominierten bei den Hraunfossar dann doch wieder die Wolken:



Aber das Wasser war schön türkisfarben:


Ach ja, Sturm war ja immer noch. Man bekam teilweise die Autotür nicht auf. Dieses Bild - aus dem sicheren Innern des Autos geschossen - gibt einen kleinen Eindruck vom Wind:


Am Abend ließen wir die Tour in der Blauen Lagune ausklingen. Jaa, es war sehr schön leer dort drin. Aber aus der Sturmerfahrung von 2009 hätte mir klar sein sollen, dass das Wasser kalt ist. Die Außentemperatur betrug nur 0°C und es herrschte richtig heftiger Wind - da haben die Heizungen in der Lagune kapituliert. Statt dessen haufenweise Gischt und unglaublicher Seegang. Wer den Kopf draußen hatte, war in kurzer Zeit ein Eisklumpen. Es half nur, immer wieder unterzutauchen. Irgendwelche Gliedmaßen aus dem Wasser zu halten, kam Schockfrosten gleich. Aus dem Grund haben wir es nicht wirklich geschafft, uns den Schlamm ins Gesicht zu schmieren. Es gab nur eine einzige Stelle, an der es geschützt war und man tatsächlich heißes Wasser genießen konnte - da lagen dann fast alle.

Als dann um 19 Uhr die totale Dunkelheit hereinbrach, da konnte man die Polarlichter schon "riechen". Keine 10 Minuten später ging es los. Ganz zart am Anfang und dann immer stärker werdend. Was für ein Spektakel! Wir haben rücklings im heißen Wasser gelegen und in den Himmel gestarrt. Ein wunderbares Ende für eine Tour!

Die Polarlichter haben übrigens bis knapp 21:30 Uhr durchgehalten, wurden immer heftiger - wow! Aber auch der Wind wurde immer übler. Ich meine, ich hatte eh kein funktionierendes Stativ dabei. Aber selbst wenn ... bei dem Wind ging gar nichts und so bleibt der Anblick allein in unseren Herzen.


21. Oktober
In der folgenden Nacht hatte der Schnee dann richtig schön zugeschlagen - alles war weiß. Wir hatten in dem Hotel direkt am Flughafen übernachtet und waren mehr als froh darüber. Kein Fahrstress im Schnee am frühen Morgen.



Ich mag diesen Humor :-)


Zum ersten Mal saß ich in einem Flugzeug, dessen Tragflächen enteist werden mussten ... uiuiui. Aber es ging alles gut und ich landete überpünktlich in Berlin.

Tschüß Island ... sjáumst!

Wenn das Wetter nicht weiß, was es will

19. Oktober

Die Regentropfen der Nacht und des Morgens wollten wir am liebsten überhören und das Grau im Himmel übersehen - aber das ist das Wetter hier. Netterweise war unser Vermieter am frühen Morgen schon zu Gange und hatte den Hot Pot repariert, noch bevor wir wach waren. Egal wie der Tag werden würde - wir hatten die Aussicht auf einen Hot-Pot-Abend :-).

So fuhren wir bei unschönem Wetter auf Südküsten-Sightseeing-Tour. Das volle Touri-Programm eben :-).

erstes Ziel: der Seljalandsfoss


Wahnsinn, was hier noch los war. Selbst die Würstchenbude war geöffnet:



Jeder, der den Wasserfall umrundet hat, weiß, dass unterwegs die eine oder andere Tücke lauert und man durchaus Schwierigkeiten bekommen kann. Diese Truppe hier war zumindest gegen die Gischt gewappnet. Wir selber sind halbwegs trocken geblieben. Aber von "durchnässt bis auf die Knochen" kann ich an dieser Stelle ja auch ein Lied singen, hatte mehrfach das Vergnügen.

Auf dem Weg zum Skógafoss ließ sich für 4 Minuten die Sonne blicken. Da half nur eins: Anhalten und fotografieren, was gerade am Straßenrand zu finden ist :-).


Auf der Treppe hoch zum Troll direkt am Skógafoss kam sie dann wieder raus - das spontanste Motiv waren diese Schafe von hinten :-).


Und die Sonne hielt auch noch den Bruchteil einer Minute direkt oben am Troll durch - wow!


 oberhalb des Wasserfalls:


Auf dem Rückweg dann unglaubliche Menschenmassen:


Überfüllung auf der Plattform:


Da haben wir lieber einer anderen Gefahr ins Auge gesehen und das Abenteuer "Dusche" gesucht:


hinein ins Gewühl:



Auf dem Weg zum Sólheimajökull stehen noch immer Wanrschilder:


Auch direkt vorm Gletscher - aber das schien dort niemanden zu interessieren:


Nach regenreichem Anmarsch kam plötzlich die Sonne raus - war das toll!!!



Schaut euch dieses Fahrzeugmassen an - alleine 4 große Busse!


Letztes Ziel: Reynisfjara

Es war wieder sooo schön dort! Der angekündigte Sturm kam langsam auf, es wurde immer kälter, die Wellen immer wilder - herrlich!





ganz kurze Sonnenuntergangsstimmung, bevor sich kurze Zeit später wieder alles zuzog:



Und hier der Beweis, dass unser Hot Pot tatsächlich wieder funktionierte :-)


Gute Nacht :-).

Depri-Wetter und Hot-Pot-Pleite

18. Oktober

Der Wetterbericht versprach Hoffnung - es sollte trocken sein, zumindest trocken. Aber wer darf sich in Island schon auf das Wetter verlassen???? Im Oktober???

Da in diesen Tagen das volle Touri-Programm auf dem Programm steht, darf auch dieses Museum nicht fehlen:

das Isländische Phallusmuseum


das interessantestes Exponat - das eines Elfen:


Norbert scheute den Größenvergleich mit dem Pottwal nicht:



Weiter ging es ... ab auf den Golden Circle ... mit immer "besser" werdendem Wetter ...


Dummerweise nehmen auch in Island die Schilder immer mehr zu ... bislang haben wir immer gesagt, dass man hier noch an den gesunden Menschenverstand appelliert ... man scheint nicht mehr drauf zu vertrauen ... uiuiui ...



Ich sag nur: Touri-Programm :-)


Was ist los, wenn ganz viele Menschen von einer Brücke schauen?


... und Unterwasserfotografie verboten ist???


Killerfisch-Alarm:


Auch hier:


Was gibt es in Island, wenn Lamm alle ist? Spanferkel am Spieß? Die Deko sitzt:


Wo findet man die Froschmänner? Hier!


Und schnell weiter zum Geysir ... ob das Wetter da besser ist? Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Und sie stirbt ;-). Ein Schuss, ein Blubb:


Meine GoPro und ich ....


Erstaunlich wenig Wasser am Gullfoss. Dafür zu viel Feuchtigkeit, Wind und durchdringende Kälte ... brrrrr:


Auf dem Weg zur Hütte kam wieder ein wenig mehr Kontrast in die Landschaft.
der Eyjafjallajökull


die Hekla


Große Enttäuschung dann an der Hütte, die wir extra des Hot Pots wegen gebucht hatten ... der Hot Pot ist kaputt :-(. Wir müssen so einen Depri geschoben haben, dass der Cheffe immerhin kurz vorbei kam und versprach, sich die Sache am nächsten Tag im Hellen anzusehen. *schluchz*