Touristen zum Vulkanausbruch?

Der Bedarf sei da, die Leuten würden wollen ... Aus diesem Grund fand am 18. November in Akureyri ein Treffen zwischen dem Tourismusverband und dem Zivilschutz statt. Es ging darum, Möglichkeiten zu erörtern und ggf. zu finden, auf welche Art und Weise man die immer noch bestehende Sperrung des Gebietes im nordöstlichen Hochland aufheben und Touristen den Zugang ermöglichen könne - z. B. von einer Aussichtsplattform.

Wenn ich die Artikel richtig verstanden habe, kam man nicht wirklich zu einem Ergebnis. Zwei Gründe - beide der Sicherheit geschuldet - sprechen derzeit dagegen:

Die Gaskonzentration vor Ort ist teils lebensbedrohlich und ändert sich sowohl örtlich als auch von der Menge her unvorhersehbar. Es kann nach wie vor ein subglazialer Ausbruch nicht ausgeschlossen werden, der mit Ascheausstoß und sehr wahrscheinlich Schmelzwasserfluten (Gletscherlauf) einhergehen würde - die Evakuierung der Region jedoch ist schwierig.

So schön all die Bilder und Videos, die nach wie vor entstehen, anzusehen sind, und so gerne man sie selber "schießen", den Ausbruch mit eigenen Augen sehen möchte - Sicherheit geht vor und es wurde in den letzten drei Monaten an diversen Stellen immer wieder gesagt: Dies ist keine Touristeneruption. Momentan bleibt also einzig die Möglichkeit, auf gutes Wetter und einen teuren Flug zu setzen.

Eine kritische Frage drängt sich durchaus auf: Was ist gerade übermächtiger - der Wunsch der Touristen oder die $$$-Zeichen in den Augen einiger Unternehmen?

Artikel zu dem Thema findet ihr hier (englisch) und hier (isländisch).

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