Gesperrte Straßen und Rentieralarm

16. Dez
Das Wetter gönnt Island nicht so wirklich Ruhe. Eine Sturmwarnung nach der anderen wird herausgegeben, Schnee(sturm) nahezu aller Orten. Wer kann, sollte nicht vor die Haustür gehen. Die Straßenlage hat sich zwar gegenüber einer halben Stunde zuvor bereits ein wenig entschärft, aber wie diese Momentaufnahme zeigt, sind noch immer viele Straßen im Südwesten gesperrt (Stand: 16:27 Uhr dt. Zeit):


Die Verbindung Reykjavík - Keflavík wurde immerhin wieder geöffnet. Inlandsflüge waren gestrichen wurden.

Im Osten hatte eine Windmessgerät auf der Strecke Höfn - Djúpivogur Windgeschwindigkeiten von 67 m/sek = 241 km/h aufgezeichnet, bevor es keine Meldung mehr von sich gab (siehe hier).

Derweil warnt man für den Südosten auf der Strecke Jökulsárlón - Höfn vor Rentieren. Ca. 230 Tiere seien dort in den letzten Tagen aus dem Hochland gekommen und würden dort nahe der Ringstraße grasen, was Autofahrern eine erhöhte Aufmerksamkeit abverlangt (siehe hier).

Auch beim Vulkan kann man derzeit nur Messdaten auswerten, insofern Messinstrumente noch funktionieren. Wissenschaftler können auf Grund der Wetterbedingungen nicht vor Ort sein und die Webcams, die auch für die Wissenschaftler manchmal der einzige Beobachtungszugang sind, liefern ebenfalls nur Schneesturmbilder - also ein weißblaugraues Nichts. Was auch immer da also gerade passiert, es passiert, ohne dass Mensch dabei zusehen kann.

Alles in allem sind die Wetteraussicht derzeit also wenig rosig und wir können uns überlegen, was wohl angenehmer ist: Das Wetter in Island oder dieses schmuddlige, novembergraue Niesel-Miese-Wetter bei irgendwas um die 4-5 °C, das ich z. B. seit Tagen habe.

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