Färöer - ein Schiffstag

4. Mai - Färöer-Tag. Dieser Tag startet grundsätzlich grausam, denn die Fähre legt um 5 Uhr an, weshalb ALLE um 4 Uhr per Lautsprecher geweckt werden, damit die, die runter wollen, auch ja nicht verschlafen. Gute Nacht aber auch. Auch aus unserer Kabine stieg jemand aus und sie ließ sich fast die gesamte Stunde von 4 bis 5 Uhr Zeit, um zum wiederholten Male ihre Koffer zu packen. Um 5 Uhr dann die nächste Durchsage - wir sind da. Juchuuu, wir konnten weiterschlafen.

Aber denkste! Um 6:30 Uhr polterte die Putzkolonne ohne Anklopfen und ohne ein Wort der Entschuldigung in unsere Kabine, bezog das eine Bett neu, leerte die Mülleimer und putze das Bad. Hast du Worte??? Der Morgen war gelaufen, an Schlafen war nicht mehr zu denken.

Aber was soll man an so einem Tag tun? In Thorshaven war noch nichts offen und außerdem windete und regnete es planmäßig. Sauwetter.



Ich habe die Fähre das allererste Mal nicht verlassen. Sonst war ich ja zumindest noch zu einem kurzen Spaziergang in der Stadt unterwegs. Aber bei dem Wetter - nööö. Ich sagte mir immer: Noch ein Tag und dann kannst du dich wieder bewegen.

Als wir ablegten, weinten wir den Färöer keine Träne nach. Die Inseln waren ja eh kaum zu erkennen. Allerdings nahm der Wellengang dann doch beachtlich zu, so dass ich beherzt zu meinen Medikamenten griff. Es muss einem ja nicht erst schlecht werden und wir hatten zudem für den Abend Buffet gebucht. Ich wollte ungern den lecker Lachs dem weißen Porzellan oder den Fischen überlassen. 


Die Nacht war dann eher übel. Nicht weil mir schlecht war - nein, meine Medizin wirkt -, sondern weil man durch die Wellen im Bett hin- und hergerollt wurde. Was für eine unruhige Nacht.

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