Wandern auf Heimaey

18. Mai
Ein ganzer Tag auf Heimaey wartete auf mich. Noch einmal Sonne, bevor (pünktlich zu den Touren) der viele Regen kommen würde. So etwas muss man ausnutzen. Und so nahm ich die erste Fähre auf die Insel, blieb bis zur letzten und wanderte nahezu den ganzen Tag.

Anfahrt auf Heimaey:


Die Einfahrt in den Hafen ist immer wieder beeindruckend:


Besuch im Aquarium bei Papageitaucher Toti:


Toti ist 4 Jahre alt, wurde hier aufgepeppelt und ist draußen nicht wirklich überlebensfähig. Hier beäugt er in den Sandaal und wollte nicht so recht fressen: 


Das Straßenbild von Heimaey ist von Lava ringsum geprägt:


Im Volksmuseum (http://sagnheimar.is/) haben sie in diesem Jahr anlässlich der Einführung des Frauenwahlrechts vor 100 Jahren = 1915 eine neue, kleine Teilausstellung eröffnet. Ansonsten geht es in dem Museum um den Vulkanausbruch von 1973 (inhaltlich natürlich aber besser im Eldheimar aufgemacht), um den Piratenüberfall 1627 (sehr anschauliche Bildergeschichte), um das jährlich Anfang August stattfindende Festival und natürlich um die Fischerei.

Bei der Wanderung auf den Eldfell, der bei dem 1973er Ausbruch entstand, zog es wieder heftig. Ich glaube, ich war noch nie ohne starken Wind dort oben. Egal, der Aufstieg ist immer wieder nett und die Aussicht von oben fantastisch:


Blick Richtung Festland mit dem leuchtenden Eyjafjallajökull im Hintergrund:



Blick Richtung Stadt:



Ich bin dann mal um den Berg rum und durch das östliche Lavafeld gewandert - über all das neue Land, das dort 1973 entstand.

Was soll das eigentlich heißen? Achtung, hier werden Sie erschossen? Achtung, wir sind hier noch immer in Bereitschaft, falls die Piraten jemals zurückkehren sollten?


Dass Mikrowellen und Kühlschränke gnadenlos erschossen werden,
daran lassen sie keinen Zweifel: 


Auch nicht daran, dass genüügend Munition vorhanden ist:


die Páskahellir:




Nach Wanderweg sieht das wenigr aus - eher nach Krossstrecke:



Neu gewachsen in den letzten 42 Jahren oder Überbleibsel von früher?


Nahezu ein Drittel der Häuser wurde damals unter Lava und Asche begraben.
Schilder weisen darauf hin, wo einst die Straßen der Stadt verliefen: 


Am frühen Abend ging es auf den mit 283 m höchsten Punkt Heimaeys - auf den Heimaklettur. Leider muss man immer erst um das ganze Hafengebiet herumlaufen, um zum Ausgangspunkt zu kommen:


Der Berg ist zwar nicht hoch - der Aufstieg aber knackig:



Die Aussicht von oben - ein Traum:



Ausgesetzte Stellen und Leitern - nichts für Leute mit Höhenangst:


Runter geht´s an vielen Stellen problematischer als rauf:


Was für ein wunderschöner Tag!

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Hallo Monique,
Ein sehr schöner Bericht von der Hauptinsel. Ich hatte im vergangenen Jahr im Mai ebenfalls großes Glück mit dem Wetter. Es war nur um einiges wärmer! Toti durfte ich damals auch auf den Händen halten. Zufällig kam dann auch noch Ruth dazu und wir hatten ein nettes Gespräch. Ich wünsche Dir - trotz der Prognosen - viel Wetterglück. Im August bin ich mit Enkel dann auch auf der Insel.
Viele grüße
Peter