Wetterglück am Gletscher

27. Juni
Der Wetterbericht für diesen Tag sah nicht so prickelnd aus: weiterhin kräftiger Ostwind und Regen, der sich am Mýrdalsjökull sowie an Teilen des Vatnajökull ausschüttet. Für Skaftafell sah es ganz gut aus, Jökulsárlón würden wir wohl im Regen erleben. Wir machten uns also auf alles gefasst - auch wenn viele sich lieber einen sonnigen Tag wünschten, nach dem gestrigen Tag aber ahnten, dass das Wetter in Island nicht immer nur gut und sonnig ist.

Bis Kirkjubæjarklaustur war es immerhin trocken, wenngleich die Sicht bisweilen bescheiden war. Dann aber konnten wir in der Ferne schon den Gletscher erahnen, was bedeutete, dass die Wanderung zum Svartifoss möglicherweise tatsächlich im Trockenen erfolgen könnte.


Kurz vor Skaftafell kam sogar die Sonne raus! Den Blick nach rechts, dorthin wo die Wolken sich türmten, wagten wir lieber nicht. Wir genossen die Wärme und bisweilen Sonne in Skaftafell.


Auf dem Weg zur Gletscherlagune zog es sich immer mehr zu und teilweise schickten die Wolken ordentlich Regen Richtung Erde. Am Fuße des Öræfajökull bließ der Wind so kräftig, dass unser Fahrer zu tun hatte, den Bus in der Spur zu halten. Bei manch einem verschwand angesichts des Regens die Vorfreude auf die Bootsfahrt. Aber dann die große Überraschung: Kurz vor der Lagune hielt der Regen inne und hielt so lange die Luft an, bis wir von dort wieder aufbrachen.

Es gab unglaublich viele blau schimmernde Eisberge im Wasser, so dass es eine wahre Freude war und die Speicherkarten glühten. Die ersten Küken der Küstenseeschwalben sind übrigens geschlüpft! Sich ihnen zu nähern, wird jedoch mit hart geflogenen Attacken bestraft.






Nachdem uns an diesem Tag wider Erwarten doch das Wetterglück ereilt hatten, waren alle glücklich und es kümmerte uns kaum, dass der Himmel wieder mehr und mehr zuzog, je näher wir unserem Hotel kamen.

kurz vor Hjörleifshöfði:


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