Soooonne :-)

31.  Juli
15 Grad C im Schatten, strahlend blauer Himmel, im Freibad weht kaum ein Lüftchen, statt dessen gibt die Sonne alles. Das kann nur eines bedeuten: schnell ein paar Runden schwimmen und dann Isländer spielen, sprich: die letzte freie Sonnenliege ergattern und den Bräunungsprozess auf der Vorderseite des Körpers fortsetzen (die Rückseite ist ja vom Schwimmen schon schoki genug :-)). Es war sooo erholsam heute im Laugardalslaug, einfach nur schön. 

Inzwischen sitze ich aber wieder am Flughafen und warte auf den verspäteten Flieger meiner nächsten Gruppe. 


So kann man seine Tage auch rumbringen ;-). Immerhin, die Bauarbeiten am Flughafen gehen voran, die Ankunftshalle ist schon enorm vergrössert. Es wird so langsam. Wir haben ja auch erst Ende Juli ;-). 

Snæfellsnes

29. Juli
Ganz spontan und kurzfristig ging es heute auf eine weitere Tour mit einer Gruppe der MS Ocean Diamond - die Snæfellsnes-Halbinsel stand an, wenn auch die Zeit leider etwas kurz war. Leider hatte ich wieder nur das Handy dabei, nicht die Kamera.

Wir Guides waren 6:30 Uhr in Reykjavík gestartet und erreichten Stykkishólmur noch vor dem Schiff:


Vor der Arbeit erstmal frühstücken. Es war so ungewöhnlich, dass wir, die sich normalerweise um alles kümmern, so besonders vom Bordpersonal umsorgt wurden. Wunderbar :-).


Vorspeise. Als Hauptgang wurde uns ein Omelett nach Wunsch bereit. Dazu gab es lebensnotwendigen Kaffee :-).


Djúpalónssandur:





Arnarstapi
Von der Küste aus sahen wir viele Delfine munter durch das Wasser sprengen - herrlich! 



Golden Circle

27. Juli
Heute bin ich mal "fremd gegangen" - habe mit einer Gruppe des MS Ocean Diamond die Golden Circle-Tour gedreht. Die Wettervorhersage war bescheiden, weshalb die Kamera in Reykjavík blieb. Schade aber auch, denn insbesondere in Þingvellir hatten wir grandioses Wetter. Später kam es dann aber auch mal leicht nass vom Himmel. Aber dennoch könnte man diesen Tag mit seinen 15 °C durchaus als einen Sommertag verkaufen :-).

Um 9 Uhr ist noch erstaunlich wenig los in Þingvellir - wer hätte das gedacht?



Krater Kerið  - der Eintritt hier kostet nach wie vor 350 kr oder 2 €:


Gletscher & Wüste

26. Juli
Gestern stand unser letzter Flug über das Hochland an - der Kjölur wartete auf uns. Wir hatten Sonne bestellt und Sonne bekommen und wären am liebsten geblieben. Viel zu kurz war die Zeit in Hveravellir, viel zu voll gestopft das Programm an diesem Tag. Und als uns der Süden mit einem heftigen Regenschauer begrüßte, da wären wir am liebsten umgedreht, zurück ins Hochland, und wussten unser Wetterglück, das wir auf dieser Tour hatten, mehr als zu schätzen.

Während der Strecke bekam unser Bus auch seinen Sound zurück, nachdem er nach kurzem Werkstattaufenthalt zwischenzeitlich mal wieder leiser war. Aber nur so war er unser Bus - röhrend ging es über die Schotterpisten ... I believe I can fly ...

Gullfoss und Geysir nahmen wir eher "nebenbei" mit - zu viele Menschen, zu viel Unruhe. Das kann am Ende so einer Tour und nach einem unvergesslichen Hochlandtrip sehr schwer fallen.

Hier werden die (Wetter) Götter besänftigt:


Entlang des Kjölur:



Die Schafe ließen sich teils nur schwer von der Straße verscheuchen:


Entspannung in Hveravellir:




 




Wüste, Gletscher, Weite - einfach nur toll:





Kerlingarfjöll:


Je näher wir dem Süden kamen, umso näher kamen wir dem schlechten Wetter:


Die Kreuzfahrtschiff-Busse waren längst weg und dennoch ...



Pferdeshow auf Friðheimar:



Der heutige Tag führte uns nach sehr kurzer Strecke zurück nach Reykjavík. Beim Stadtrundgang fühlten wir uns irgendwie wie Fremdkörper ... schnell wieder weg, rein ins Landesinnere ... das wäre es gewesen. Aber leider findet jede schöne Tour auch mal ihr Ende. Und es gibt Abschiede, die fallen besonders schwer. Es waren 10 wunderbare Tage mit euch - Danke!

Feueralarm in Siglufjörður

24. Juli
Als wir heute in Siglufjörður ankamen, war ich zunächst mal verwirrt - da war plötzlich ein Hotel, wo beim letzten Mal noch keines war. Auf den zweiten Blick dann sah ich, dass dort ein Feuerwehreinsatz im Gange war. Kurze Nachfrage: Das Hotel war erst am vergangenen Samstag eröffnet worden (der Manager kam mir aus dem KEA in Akureyri bekannt vor) und just an diesem Tage hatte sich ein Feuer in der Küche entzündet. Uuups. Ein kleines bisschen Action, von dem wir uns nicht beirren ließen. Aber auch so etwas passiert in Island:



Foto und Info: http://www.mbl.is/frettir/innlent/2015/07/24/eldhusid_onytt_eftir_viku_i_rekstri/

Entspannung mit Hering

24. Juli
Nach all den aufregenden Tagen hatten wir heute einen gaanz entspannten Tag. Irgendwann muss man auf so einer Tour auch mal schlafen - und sei es im Bus. Da der Tag kurz war, brauchten wir erst um 10 Uhr zu starten, konnten nach dem tollen Wal-Abend also ausschlafen.

In Akureyri erwartete uns neben zwei kleineren Kreuzfahrtschiffen auch die Sonne und anschließend zogen wir leicht vernieselt die Tröllaskagi-Halbinsel entlang. Dalvík und Olafsfjörður glitten im Halbschlaf an uns vorbei, während wir uns in Siglufjörður Zeit für das wunderbare Heringsmuseum nahmen. Um dann ebenfalls eher schlaftrunken den Skagafjörður entlang zu fahren. Wat mutt, dat mutt. Natürlich blieb das Dreier-Gespann in der ersten Reihe immer wach. Neben dem Fahrer und mir ist das ein täglich wechselnder Co-Pilot (bei 4 Kindern im Bus kein Problem), der als Reiseleiter-Assistent dafür zuständig ist, dass alle Passagiere an Bord sind, der Busfahrer sein Okay für´s Losfahren bekommt, und unser Schnarr-Mikrophone nur an ist, wenn wir es benötigen :-).

Im Botanischen Garten von Akureyri:





Ansichten von Akureyri:




am Ende des Eyjafjörður:



Skagafjörður:


Wir übernachten in Varmahlíð und ein Teil der Gruppe nutzte die Gelegenheit, dass das Hotel den Schwimmbadeintritt übernimmt. Wir hatten nach dem Abendessen zwar nur eine Stunde Zeit - aber eine Stunde im Hot Pot ist besser als kein Hot Pot. Mit Ausnahme eines Abends hatten und haben wir in jeder Unterkunft dieser Tour die Möglichkeit, in einen Pool oder Hot Pot zu gehen - das ist echt Klasse!

Blaues Wunder und Wale

23. Juli
Wir hatten den Plan mal wieder etwas umgeschmissen und uns einen ganzen Tag für den Mývatn freigeschaufelt. Allerdings sollten wir an diesem Tag - obwohl die Tour "Naturwunder" heißt - unser blaues Wunder erleben. Die MSC Splendida lag in Akureyri vor Anker - ein Kreuzfahrtschiff mit bis zu 3.274 (!!!) Passagieren an Bord. Am Goðafoss stapelten sich am Morgen die Busse, am Mývatn war es brechenvoll. Wir bekamen als kleiner Bus kaum Parkplätze, geschweige denn Plätze für´s Mittagessen. Wohin man sah - Kreuzfahrtpassagiere. Es war ein Graus! Bis Bus Nr. 32 haben wir Busse sehen können! Und neben der Splendida gab es ein zweites, wenn auch kleineres Kreuzfahrtschiff.

Wir schlugen uns tapfer, ohne Schwenkkelle und Aufkleber durch die Massen. In Dimmuborgir liefen alle die große Runde, da nur diese Hoffnung auf etwas weniger Menschen gab. Hoffnung keimte erst auf, als wir am frühen Nachmittag bei den Schlammpötten waren und erfuhren, dass beide Schiffe um 17 Uhr auslaufen würden. Alle Busse würden somit in Kürze den Rückweg antreten. Wir hingegen wollten ins Mývatn Nature Bath und verspürten dort das erste Mal an diesem Tag Entspannung - wie herrlich war das denn, soo wenige Menschen! Wir genossen das heiße Bad und vergaßen recht bald den großen Dampfer und seine Passagiere.

Da die Naturwunder am Mývatn menschenüberzogen waren, war es nett, sich mal der Natur an sich zu widmen. Kühe mit EH (Euterhalter) sind gar nicht soo selten in Island:



Die Menschenmassen werden allmählich weniger:


Während unsere Busfahrer sich freuen, dass wir an den Schlammpötten den ganzen Dreck mit in die Busse schleppen und unsere Hosen nach der Runde schlammverziert sind, hat der Kreuzfahrtpassagier Überzieher an - leider verliert er sie auch hin und wieder und dann liegen sie da ...

Bus Nr. 3 bitte wieder einsteigen - Hiiiiieeer sind wir ...


Wir stoppten lieber am späten Nachmittag am Goðafoss - da war es trocken und recht leer:


Für den Abend hatte sich fast die gesamte Gruppe zur Walbeobachtung angemeldet und wir sollten nicht enttäuscht werden. Unser Buckelwal zeigte sich bereits nach 20 min und bot dann eine Show vom Feinsten. Nachdem wir ihm zunächst eine ganze Weile gefolgt waren, sprang er plötzlich 3x hintereinander aus dem Wasser:




Später wiederholte er dieses Schauspiel ganz nah am Boot - Wahnsinn!


Und dann bewegte er sich lange Zeit ganz nah am Boot, so dass wir beste Aussicht auf ihn hatten. Die Tour war auf jeden Fall ein voller Erfolg!







Müde und durchgefroren, aber sehr, sehr glücklich erreichten wir gegen Mitternacht unser Hotel. Was für ein schöner und ereignisreicher Tag!