Peace Run, Sturmböen und schwerer Unfall

5. Juli
Die Wettervorhersage behielt für heute Recht und so machten wir uns einen ganz entspannten Tag, starteten in Kirkjubæjarklaustur und bei der Schlucht Fjaðrágljúfur.


Auf dem Weg zum Vatnajökull trafen wir Teilnehmer des Peace Run:


The Sri Chinmoy Oneness-Home Peace Run is a global relay that seeks to promote international friendship and understanding. Since its inception in 1987 the Run has traversed over 100 nations and touched the lives of millions of people. The Peace Run does not seek to raise money or highlight any political cause, but simply strives to create goodwill among peoples of all nations.

By passing the torch from one person to the next, the relay offers people from many nations the opportunity to express their hopes and dreams for a better, brighter future. People from all walks of life hold the symbolic torch to wish for a peaceful world. Passing the torch from one person to the next unites us together in our common aspiration to offer something positive to our world – together we can make a difference!


Jeder kann mitlaufen und die Fackel ein Stück tragen. Da habe ich nicht Nein gesagt:


 

In Skaftafell angekommen, waren es wieder 17°C, aber dieses Mal ziemlich oft mit Regen durchsetzt. Was waren wir froh, unsere Wanderung am Vortag bei bestem Wetter absolviert zu haben! Beim Svínafellsjökull erwischten wir eine kurze trockene Phase ...

 

... aber ich war erschrocken, wie sich innerhalb weniger Wochen die Eis-Landschaft verändert hatte - der Zugang auf´s Eis war verschwunden. Dort war nur noch Wasser!


Die Windanzeige für Öræfi bei der Tankstelle Freysnes zeigte 16 °C und 3 m/sek an. Dann aber erlebten wir eine böse Überraschung. Noch bevor wir die Windböen zu spüren bekamen, sahen wir in der Ferne Autos merkwürdig neben der Straße stehen - da war doch gar kein Parkplatz?! Als wir dichter kamen, sahen wir das Unheil: Zwei Wohnmobile standen schwer und schwerst demoliert neben der Straße. Das eine Wohnmobil hatte es komplett auseinandergehauen. Ein Linienbus und einige Autos hatten bereits angehalten und waren zu Hilfe geeilt. Auf dem weiteren Weg bekamen auch wir die schweren Böen zu spüren. Wir waren gegen 14:25 Uhr vor Ort. Erst später gab es in den Wetternachrichten den Warnhinweis, dass dort mit Böen bis 24 m/sek zu rechnen sei:

The wind in Fagurhólsmýri in Öræfi was now 18 m/s and windgusts up to 24 m/s. Driving vehicles which take a lot of wind can be dangerous. These conditions are expected until evening. Prepared by the meteorologist on duty 05.07.2015 16:11

Für drei Wohnwagen kam diese Info zu spät - es hatte sie vermutlich von der Straße gefegt. Dass es noch einen dritten erwischt hatten, hatten wir erst später von einem Bekannten erfahren, den ich zufällig traf und der nach uns die Unfallstelle passiert hatte. In den Nachrichten war bis jetzt noch nichts darüber zu lesen.

Graue Wolken auch über den Eisbergen:


Dafür lagen unglaublich viele Eisberge am Strand:


Ein Krankenwagen bahnt sich seinen Weg - zeitlich müsste es der für das 3. Wohnmobil gewesen sein, Polizei und Krankenwagen für die ersten beiden waren schon eine ganze Weile zuvor gefahren:





1 Kommentar:

Ulla hat gesagt…

Danke für die wieder mal ganz beeindruckenden Fotos. Noch 6 Tage, dann bini ch da!
Gruß Ulla