Finaltag nach Reykjavík

31. August
So schnell sind sechs Tage vorbei. Doch bevor es zurück nach Reykjavík ging, nahmen wir den Abstecher in die Borgarfjörður-Region. Wir starteten bei leichtem Niesel, unter 10°C und mit reichlich bewölktem Himmel.

An der Heißwasserquelle Deildartunguhver war vor lauter Wasserdampf kaum etwas zu sehen - mit Ausnahme der tollen Absperrung ;-).


Und sie sprudelt und sprudelt und sprudelt ...

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Die Hraunfossar sahen wir hin und wieder sonnenbeschienen:


Sehr interessant waren an diesem Morgen die Tau- und Regentropfen:






Unser Gruppenbild machten wir dieses Mal an Snorris Pool in Reykholt:


Danke für eine schöne Tour!

Durch den Nordwesten

30. August
Der Start in diesen Tag war noch einmal grandios - Sonne UND Wale zum Frühstück! Vom Hotel aus konnten wir sie im Fjord beobachten, mindestens zwei Wale waren dort zusammen unterwegs. Was für ein schöner Abschluss dieses Aufenthalts!

In Akureyri hieß es noch einmal Farbe tanken, bevor es auf die lange Reise durch den Nordwesten in den Westen ging. Wir stoppten am Torfhof Glaumbær, vertraten uns die Beine an der Schlucht Kolugljúfur und erklommen die inzwischen weit über 550 Stufen auf und um den Krater Grábrók, bevor wir unser Tagesziel Borgarnes erreichten.

Dass die Sonne uns westlich von Akureyri verlassen hatte, war nicht weiter tragisch. Es war nicht zu kalt und es regenete nicht. Es wäre schlimmer gewesen, bei wunderschönster Sonne fast den ganzen Tag im Bus sitzen zu müssen. Von daher war alles gut :-).

Auch im Botanischen Garten in Akureyri wird es langsam herbstlich:





Seit einigen Touren beobachten wir, wie am Krater Grábrók Stufe um Stufe neu gebaut wird:


Inzwischen erfolgt nahezu der gesamte Aufstieg auf den Krater über Stufen:


neu:

Wale und Polarlichter

29. August
Heute gehen wir wunschlos glücklich ins Bett - alles, was wir erhofft hatten zu sehen, haben wir gesehen :-).

Der Tag sollte kalt werden, mit Regen in der ersten Tageshälfte, aufklarendem Himmel und nachlassendem Wind in der zweiten Tageshälfte sowie abnehmenden Temperaturen. Es kam genau so. Den ganzen Tag über war es "schattig" und wir stellten uns seelisch und moralisch auf eine frostige Walbeobachtung ein. Wenn man weiß, was auf einen zukommt, dann geht es :-).

Ich habe aktuell erstmals einen Fahrer, der uns mit Überziehern für die Schlammpötte versorgte - etwas, das ich bisher immer belächelt habe. Aber nun mussten wir selber sie auch anziehen:


Im größten Modder rutschten uns die Teile immer wieder von den Füßen. Prädikat: unpraktisch. Wir watschelten eher wie Enten durch die Gegend, um unsere Schlumpffüße nicht zu verlieren. 




Noch beim Goðafoss war es arg bewölkt, und das, obwohl laut Wetterbericht nur ein paar Kilometer weiter die Sonne scheinen sollte:


Der Fluss führte heute viel Wasser, wir kamen nicht zum Fotofelsen:


Am Eyjafjörður dann die Überraschung: super schönes Wetter. Und der erste Wal zeigte sich schon nach 10 Minuten! Klasse! Insgesamt haben wir 6 verschiedene Buckelwale gesehen, davon 2, die mehrmals zusammen auftauchten - Buckelwalsynchronschwimmen also. Ein voller Erfolg!






Um 23 Uhr konnte ich Polarlichtalarm geben. Die Aktivität war nicht die stärkste und ein "Supervollmond" (siehe hier) erschwerte uns mit seinem Licht zusätzlich das Sichterlebnis, aber wir haben schöne Polarlichter gesehen. Was für ein toller Tag!






Eis-Fantasien

28. August
Gestern Nacht sollen ganz tolle Polarlichter zu sehen gewesen sein. Die Vorhersage war super und die Nachrichten im Nachhinein ebenso (http://icelandreview.com/news/2015/08/28/magnificent-northern-lights-last-night) - nur was nützt es, wenn man einer Stelle übernachtet, an der der Regen sacht auf einen herniederrieselt. Pech gehabt.

Also wir heute Morgen erwachten, war das Wetter schön und wir alle freuten uns auf die Gletscherlagune, die kurz nach der Abfahrt auf dem Programm stand. Jedoch: Kurz bevor wir unser Ziel erreichten, sahen wir, dass dicke Nebelschwaden über das Land zogen. Wieder einmal war kaum etwas von der Lagune zu sehen, die Eisberge waren nur dezent im Nebel zu erkennen. Wir wollten es dennoch wagen, mussten aber schnell feststellen, dass es an diesem Tag keine Bootstouren geben würde. Am Vortag hatte sich ein tödlicher Unfall ereignet (http://icelandreview.com/news/2015/08/28/fatal-accident-jokulsarlon-glacial-lagoon), alle Touren von jokulsarlon.is waren für diesen Tag abgesagt worden, die Polizei war nach wie vor für ihre Untersuchungen vor Ort.

Wir hatten alle dafür Verständnis und dieser Unfall löste natürlich auch Gespräche aus, so etwas macht etwas mit einem. Zumal wir - zumindest ich - auch sahen, wie der Unfall nachgestellt wurde, also rein vom Fahren des Bootes her. Puh, das war harte Kost - auf jeden Fall für mich. Wenn man immer wieder dort vor Ort ist und plötzlich so etwas hört, das wühlt auf. Rein aus der Beobachtung heraus und ohne es genau zu wissen, wird die Frau vermutlich beim Rückwärtsfahren des Bootes vom Boot erfasst worden sein. Bevor die Boote Richtung Lagune aufbrechen, fahren sie zunächst rückwärts, um dann zu wenden.


Man muss an der Stelle zumindest kurz drüber reden, man kann nicht einfach lustig weiter machen, als sei nichts gewesen. Irgendwann aber geht es weiter, auch lustig. Wir für unseren Teil zogen an den Strand, an dem an diesem Morgen unglaublich viele und vor allem große Eisberge lagen - dicht an dicht. Eine wahre Freude!







Eine unserer Gäste hatte das Eis-Pferd entdeckt und wir ließen es uns natürlich nicht nehmen, fast alle für´s Foto auf diesem Eis-Pferd zu reiten - inklusive "Sattel", den jemand dankenswerter Weise zur Verfügung stellte :-).


Auf jeden Fall hatten wir eine Menge Spaß an dieser Stelle :-).


Bis zur Mittagspause nach Höfn blieb es trocken, in den Ostfjorden jedoch zogen die Wolken mehr und mehr zu und hin und wieder nieselte es. Wir beendeten diesen dennoch schönen Tag mit der isländischen Mutprobe und freuen uns auf morgen.


Alle Wetter im Süden

27. August
Was für ein Tag! Wir starteten mit richtigem Sauwetter am Mýrdalsjökull. Es regnete nicht außergwöhnlich heftig, aber Dank des Windes wurde uns der Regen regelrecht ins Gesicht gepeitscht. Ein netter Test für die Regenkleidung ... und für den einen oder anderen die Erkenntnis: meine Kleidung hält nicht, was sie verspricht.

Die Strecke zwischen den Gletschern Mýrdalsjökull und Vatnajökull sollte trocken sein, am Vatna sollte es wieder regnen, aber richtig. Welch ein Überraschung, als der Regen ausblieb und wir in wunderschönster Sonne zum Svartifoss wandern konnten. Warm war es auch noch - was will man mehr? Wir zumindest waren wunschlos glücklich :-).

Islandwetter am Kap Dyrhólaey:


Beim Strand Reynisfjara war die Sicht bescheiden und trotzdem war es irgendwie schön. Wir haben zudem noch ganz viele Papageitaucher gesehen - Klasse!



Blick auf den Vatnajökull:


Sonne und Wärme bei der Wanderung zum Svartifoss:


An dieser Stelle sende ich einen Gruß an die unbekannte Blog-Leserin, die mich am Svartifoss traf - wir haben in der Überraschung des Moments glatt den Namen vergessen :-). Aber die Begegnung war sehr nett.


Auch hier hält nach und nach der Herbst Einzug:



Wunderschöne Aussicht auch am Svínafellsjökull:


Neue Runde mit Wetterglück

26. August
Bei 16 °C und Sonnenschein starteten wir heute in eine neue Tour "Juwelen der Insel". In Þingvellir war es wunderbar leer, am Geysir hielten sich die Massen in Grenzen und waren auch am Gullfoss überschaubar. Am Seljalandsfoss kann man wieder parken und auch am Skógafoss waren wir der einzige Bus. Es ist unglaublich entspannend, dass der große Ansturm vorbei zu sein scheint :-).

Und während für einige Teile des Landes schon wieder schwere Regenfälle vorhergesagt waren und für die nächsten Tag sind, war ich dieses Mal nicht dort, wo dieser Regen war. Herrrrrlich :-).

Morgens um 10 Uhr in Þingvellir:


Hier sitze ich warte und genieße, dass sooo wenige Menschen heute unterwegs sind:



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Wir sind im Süden am Fuße des Mýrdalsjökull und bei uns ist es trocken :-)