Snæfell

21. September
Für diesen Tag war Sonne satt im Osten angesagt worden. Klappte zwar nicht ganz, aber immerhin so viel, dass es für einen Nachsaison-Sonnenbrand reichte :-). Für mich stand der Berg Snæfell auf dem Programm, dem mit 1.833 m höchsten Berg Islands außerhalb des Vatnajökull, Karte siehe hier. Ziemlich spontan und folglich völlig ungeplant. Ein markierter Weg auf den Gipfel startet im Südwesten des Berges - mangels hochlandtauglichem Gefährt für mich also nicht erreichbar. Aber im Hostel hieß es, ich könne auch vom Nordosten aus starten, unmarkiert halt. Und der Schnee?? "Kein Problem - siehst du die beiden Rücken? Nimm den rechten und halte dich links von ihm." Na wenn das nicht mal ne präzise Ansage war ;-). Wie ein Schneider zog ich los, ohne Karte, ohne Plan, allein mit dieser Aussage. Internet gibt es da oben nicht - jede weitere Recherche war ausgeschlossen.

Vor dem Aufstehen:



Da man immer nie weiß, wie lange die Sonne scheint, muss man sie ausnutzen.


Wasserfall beim Hostel:


Ungewaschen und frisch dem Schlafsack entstiegen - danach wurde Kaffee gekocht :-).


Piste zum Snæfell: Wie lange macht mein Pony mit und wo parke ich am dümmsten? Am Ende waren es noch 3,5 km Fußweg bis zum Ausgangspunkt des Aufstiegs.


der Snæfell:


Und der Weg zum Berg zieht und zieht sich ...




Bis zum Gipfel kam ich natürlich nicht - meine Steigeisen lagen sicher im Kofferraum, aber ich weiß auch nicht, ob ich mich mit Steigeisen alleine getraut hätte. Zu viel "null Ahnung" war im Spiel. Man muss nichts riskieren. Der Aufstieg war toll und die Aussicht phantastisch. Es war eine wunderschöne Wanderung.


Blick Richtung Lagarfljót:


der Gipfel:


Blick ins Vatnsdalur (mit dem See):



Im oberen Bereich ging es nur über Geröll. Und durch Motter - richtig sumpfig.





"Technischer Stopp" am Ausgangspunkt des Aufstiegs. Weit und breit kein Stein, aber auch kein Mensch. Dafür geniale Aussicht auf den Getscher. Wow! Da hockt man gerne ;-).


Blick auf den Vatnajökull beim Eyjabakkafoss;


Hier fließt der Fluss Jökulsá í Fljótsdal, der später mal der Lagarfljót wird:



Ausspannen im Hostel-Hot Pot mit Blick auf den Snæfell:





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