"Willkommen" auf Isländisch

10. September
Heute startete ich nicht nur in meine letzte Tour der Saison, sondern in meine geplant letzte Tour als Reielseiterin. Lebenspläne ändern sich halt.

Die letzte Nacht war noch einmal recht stürmisch, wenngleich weniger stürmisch als die Nacht zuvor. Irgendwann gegen 2 Uhr gab es tierisch laute Stimmen auf dem Zeltplatz - ich vermute, es hatte Zelte entschärft und das Ganze musste (alkoholgeschwängert?) in die Nacht gebrüllt werden - anders ist der Lärm nicht zu erklären. Die Nacht zuvor war die "Leichenbereinigung" jedenfalls friedlicher von Statten gegangen - aber hier kreuzen ja jeden Tag andere Menschen auf.

Als ich meine Gruppe heute am Vormittag am Flughafen abholte, die angesichts des Windes (Rückendwind) weit vor Plan landetete, war es stürmisch und regnerisch. Immer wieder hatten wir die Windmeldungen im Auge - 65 km/h normal, Böen bis 85 km/h. Lustig ist anders :-). Die Temperaturen lagen bei 10°C. Aber für den sommerverwöhnten Mitteleuropäer, der die letzten Monate 30 - 40 °C gewohnt war, ist das vermutlich tiefster Frost - zumindest in der Verbindung mit Wind.

Unsere ersten Ziele -  die Brücke zwischen den Kontinenten, Reykjanesviti und Gunnuhver - erlebten wir denn auch eher im Sturmtief als bei Sonne. Und in unserer Mittagspause in Grindavík bekamen wir eine Sonderlektion in isländischer Gelassenheit und Herzlichkeit: In der Ruhe liegt die Kraft & Freundlichkeit ist eine Zier, doch weiter geht es ohne ihr ...

Bei Seltún kam dann hin und wieder die Sonne raus:


Bevor wir durch die Altstadt schlenderten, stoppten wir an der Perlan und sahen diverse tolle Regenbögen:


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