Eine "würglich" gute Schifffahrt

Der Sonntag an Bord begann schon in der Nacht etwas unangenehm. Das Schiff rollte und so rollten auch wir in unseren Betten. Na das kann ja heiter werden! Mein Schlafbedürfnis hielt sich in Grenzen und so war ich - wie in den letzten Wochen - um 6 Uhr deutscher Zeit wach. Das hieß 5 Uhr Schiffszeit - verdammt früh. Viel zu früh! Eine Stunde später rollte ich dann doch aus dem Bett, nur um festzustellen, dass das Deck 8 verschlossen war - "stromy weather". Okay, im Raucherbereich war es offen, aber zugequöselt zu werden war genauso schlimm wie drinnen zu bleiben.


Die Wellen gaben nicht alles, aber doch einiges. Bis zu 5 m sollen es wohl gewesen sein. Ich hatte schon härtere Überfahrten, aber für viele reichte diese Wellenhöhe aus, um sich für einen Tag im Bett in Nähe des weißen Porzellans zu entscheiden. Und auch ich griff nach nur einer Stunde zur Medizin - warum sich quälen, wenn man Mittel hat, die super helfen? Und so wurde der Tag entspannt und auch das Buffet am Abend schmeckte (leider auch die Überdosis Lachs ...).

Als wir dann Montag in der Früh die Färöer erreichten, hatte ich mal wieder keine Lust, von Bord zu gehen. Mich reizt einfach nichts an Torshavn, ich finde die Stadt sogar eher erdrückend mit all ihren engen Straßen und Gassen und den gestapelten Häusern. Nach zwei Regenjahren war es aber immerhin trocken und ich hatte keine Ausrede, nicht zumindest eine kleine Runde zu drehen. Also irgendwann raus und die Beine vertreten. Das Wetter hielt sich in Grenzen, die Kamera blieb brav an Bord.



Den Rest des Tages haben wir amüsant-unterhaltsam an Bord verbracht.

Am Dienstag weckte mich mein Telefon und verkündete, dass in Island in Sicht sei. Oder zumindest in Funknähe - mein Telefon hatte sich ins isländische Netz eingewählt. Also flink rausgeschaut, ob die Insel tatsächlich schon zu sehen ist. Aber nee - das war dann doch nicht so prickelnd. Weit und breit nichts zu sehen.

Island in Sicht:



Wie auch immer - wir hatten eine schöne und vor allem unterhaltsame Überfahrt, die schnell verging und jetzt wartet der Islandsommer.

Inzwischen bin ich durch den Zoll und habe entschieden, wie ich weiterfahren werde - das Wetter ist sowohl im Norden als im Süden alles andere als reiseoptimal. Aber immerhin soll am Donnerstag in den Westfjorden die Sonne scheinen. Ich bin gespannt. Auf geht´s!

Keine Kommentare: