Eisberge und Sandsturm

21. Mai
Ich gebe zu, es war ein bisschen Zittern angesagt. Uns stand die Fahrt am Fuße des Vatnajökull bevor und der Wetterbericht sprach von Nebel an den Küsten. Nebel an der Küste hatten wir ausreichend am Vortag gehabt und wussten, dass dann unter Umständen nichts zu sehen ist. Noch in der Nacht reichten die Wolken bis zu Erde ... aber am Morgen gab es die Erlösung - die Wolken hingen hoch genug. Als wir Jökulsárlón erreichten, gab es auch dort Entwarnung: Es gab Eisberge und sie waren zu sehen :-).



Unsere Fahrt führte uns weiter Richtung Skaftafell und zum Svínafellsjökull. Leider schien die Sonne erst dann auf das Eis, als wir schon wieder weiter mussten. Aber so ist das halt mit dem Wetter.



Als wir Skaftafell verließen, sahen wir uns allerdings dem Sturm ausgesetzt. Eigentlich waren bereits für den Öræfajökull starke und gefährlich werdende Winde angesagt, aber dort waren wir gut vorbei gekommen. Ab Skaftafell aber ließ uns der Wind nicht mehr los und jeder weitere Stopp wurde zum Kampf gegen den Wind. Ab Lómagnúpur wurde auch die Sicht immer schlechter - ein Sandsturm hing in der Luft. So schade, wie das ist, aber auch da muss man durch, auch das ist Island.


Den Sandsturm konnte man auch am Strand Reynisfjara sehen. Immerhin ließen sich hier zwei Papageitaucher blicken.


Auf Kap Dyrhólaey hieß es nur noch: kurz stoppen. Zwei Quoten-Papageitaucher zeigten sich und ansonsten mochte man sich bei dem Wind kaum draußen aufhalten. Wir trafen die Rangerin, die erzählte, dass bisher noch nicht viele Papageitaucher angekommen seien, so dass wir uns glücklich schätzen konnten, überhaupt welche gesehen zu haben.

Am Abend traf ich mich mit Dieter, der in der Nähe war und unternahm einen kurzen Trip zum Seljalandsfoss, wo der Himmel wunderbarer Weise nahezu frei war:

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