Wanderung auf den Bergrücken Breiður

Als wir heute Morgen erfuhren, dass die Dynjandisheiði noch bis Sonntag gesperrt bleiben würde, konnten wir unsere Pläne anpassen - der Dynjandi würde zumindest nicht mehr auf der To-Do-Liste stehen. Wir verabschiedeten mittags Saskia, die für sich und ihr Rad die Mitfahrgelegenheit mit dem Postauto nach Patreksfjörður wahrnahm, Norbert nahm die Pisten unter die Räder und ich schnürte die Wanderschuhe. Die Wege unserer kleinen, netten Gruppe, die uns kurzzeitig zusammengeführt hatten, trennten sich damit wieder. Dank euch für die angenehme Zeit!

Ich für meinen Teil wollte auf den Bergrücken Breiður nördlich von Breiðavík wandern, das ist der rechts-mittig im Bild. Es war nichts Besonderes, das mich daran reizte, als einfach das Interesse zu schauen, wie es dort oben und von oben aussieht.


Schon gestern hatte ich vom Hausberg aus gesehen, dass ich eigentlich nur der alten Telefonleitung zu folgen brauchte, um auf den Berg zu kommen. Das sah zumindest nach einem gangbaren Weg aus und oben würde ich schon sehen. Wie am Strand musste ich auch hier einmal durchs  Wasser, um meinen Weg fortsetzen zu können.


immer an der Telefonleitung entlang:


sah weder schlimm aus, noch war es schlimm:


Über den Bergrücken führt ein Wanderpfad auf die andere Seite. Da ich aber an die Spitze des Berges wollte, statt rüber, musste ich ihn irgendwann verlassen und weglos über Steine und Moos stolpern.


Kurze Rast an einer Steinwarte, um ein wenig Schutz vor dem Wind zu haben:


Blick gen Westen - hier kommt nur noch Meer:



interessant, wie der Wind das Meer bewegt:


Der Wind war schon unangenehm, aber ich hatte das große Glück, fast die gesamte Zeit über Sonne zu haben. Als ich zurück in Breiðavík war, hatte sie sich dann endgültig verabschiedet.

Mal schauen, ob ich später noch einen weiteren Anlauf nach Látrabjarg unternehmen werde. Die Chancen, ausgerechnet heute Papageitaucher zu sehen, schätze ich zwar als sehr gering ein, aber man weiß ja nie und ich habe keine Ahnung, was diese Vögel wann wie bewegt, ihr kuscheliges Heim auf See zu verlassen und den Hausbau bzw. die Wohnungsreinigung als Vorbereitung für die Brutzeit fortzusetzen.

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