Wetter-update

12. Mai, 17:35 Uhr
Es ist und bleibt stürmisch und im Zusammenhang mit nur 3°C Schattentemperatur sehr frisch und bisweilen unangenehm. Immerhin hatten wir hier bis zum Nachmittag das Glück, immer wieder Sonne zu haben, während es im Osten des Landes ziemlich feucht vom Himmel kommt. Die Ringstraße ist nach wie vor von Lómagnúpur bis Jökulsárlón gesperrt. Laut diesem Bericht von Iceland Review sind dort Windböen bis 47 m/sek (169 km/h) erreicht worden. Fahrern von Campern und Wohnwagen wird nach wie vor in einigen Landesteilen geraten, das Fahrzeug stehen zu lassen.

Während es die Westfjorde nur stürmisch trifft, kommen im Osten Schnee und Regen hinzu - ein Ort, an dem man derzeit lieber nicht sein möchte. Bereits Mittwoch hieß es, dass die Busse mit den Passagieren der Wikingerkreuzfahrt auf der Norröna, die eigentlich zu ihrem zweiten Ausflug auf Island aufbrechen wollten, in Seydisfjörður feststeckten, da die Busse nicht über den Pass fahren konnten (siehe hier).

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Hier in den Westfjorden ist u. a. nach wie vor die Dyndisheiði gesperrt und wird laut Nachfrage wohl nicht vor Montag geöffet. Warum das so ist, ist nicht ganz klar, denn am nicht vorhandenen Schnee kann es nicht liegen, wie auch die Webcams zeigen. Selbst wenn dort etwas Schnee liegen würde, wäre die Sperrung verwunderlich, musste doch früher ganz anderes Wetter herrschen, um hier nicht weiterzukommen. Wir vermuten aber, dass man aufgrund der gestiegenen Touristenzahl lieber auf Nummer sicher geht, ist es doch noch gar nicht so lange her, dass ein Tourist fünf Tage in der Region steckenblieb und nicht weiterkam (siehe hier). Wir haben zumindest mit Einheimischen gesprochen, die sich auch wundern.

Die Region hier trifft es vermutlich doppelt: Reisende kommen nicht vom Norden in den Süden der Westfjorde und umgekehrt und da bis einschließlich 21. Mai die Fähre von Stykkishólmur aus nicht verkehrt, wird sich eventuell mancher Spontan-Reisende dreimal überlegen, ob er den langsamen und sich ziehenden Weg entlang der Straße 60 wählt.

Auf der anderen Seite mag ich mir gerade gar nicht wirklich ausmalen, wie sie das Problem im Süden handhaben, wo einzelne Straßenabschnitte nun schon den 3. Tag gesperrt sind, wobei ich nicht weiß, ob die Straße rund um Skafatell zumindest zwischenzeitlich mal freigegeben wurde.

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