Schwitzend durch Island

30. Juni
Der Wetterbericht hatte sich mal wieder dezent geirrt - zu unserem Glück. Die erwarteten Regenschauern blieben aus, wir fuhren quasi dem Regen voraus, waren immer eine Spur schneller. Insofern waren die gestern vorgenommenen Planänderungen genau richtig.

Am Goðafoss legten wir morgens kurz einen erneuten Stopp ein, da sich uns der Wasserfall heute wunderschön in Sonne präsentierte. Der Spaziergang durch Dimmuborgir war einfach schön und warm und am Dettifoss hatten wir ebenalls eine tolle Zeit - Picknick in der Sonne, während wir rundherum den Regen anziehen sahen. Außerdem konnten wir von dort aus im fernen Nordosten Blitze sehen! Es ist erst das zweite Mal, dass ich in Island Blitze sehe.

Heute war also tatsächlich T-Shirt-Wetter angesagt und erst bei der letzten Etappe Richtung Hallormstaður kam so langsam etwas Wind auf. So lange aber die Sonne auf die Frontscheibe des Busses schien, war dahinter rösten angesagt, Saunafeeling pur.

Mein "Versprechen" mit dem Regen konnte ich heute also leider nicht einhalten, aber ich glaube, dass niemand traurig darüber war.

morgens am Hotel:



Goðafoss:


Dimmuborgir:



Dettifoss:


Das weniger schöne Wetter naht:


Man nehme einen Stuhl, stelle ihn in die Landschaft und warte ab, was pasiert:


toller Regenhimmel im Hintergrund:


Sonne pur im Osten des Landes:


die Gewitterankündigung:


Endlich Sonne, Wärme, T-Shirt-Wetter

29. Juni
Unser Ziel war heute der Mývatn und dort sollte den ganzen Tag die Sonne scheinen. So sprach zumindest der Wetterbericht und ich hoffte so sehr darauf. Nun gut, die Wärme war da, das mit der Sonne jedoch war anfangs verbesserungswürdig. Am Goðafoss ging sogar prompt der Lichtschalter aus, just als wir dort ankamen. Tss, so war das nicht geplant. Aber gegen Mittag kam sie dann raus und wir hatten einen wunderschönen Tag, teils sogar mit leichtem Sonnenbrand als Mitbringsel.




Schnell noch einen Stopp einschieben, um das Gebiet bei Sonne statt morgen möglicherweise bei Regen zu sehen:






Nach der kurzen Nacht, den vielen sonnigen Eindrücken des Tages und dem warmen Bad sind wir nun größtenteils ziemlich müde und verabschieden uns in die wohlverdiente Nacht.

Neue Runde, neues Glück

28. Juni
Ob mit dem Juni endlich auch das kalte und verregnete Wetter verschwindet? Die Aussichten für diese Tour waren jedenfalls schon mal nicht die schlechtesten. Wir starteten zwar bei dezentem Nieselregen in Reykjavík, aber im Laufe des Tages wurde das Wetter immer besser. Außerdem bewegten sich die Temperaturen in einem Bereich, in dem man das Wort T-Shirt zumindest schon wieder denken konnte.

Den Abend beschlossen wir mit den Walen im Eyjafjörður, die sich uns erneut im Fressmodus zeigten, so dass wir sie nicht nur zu zweit und zu dritt sahen, sondern auch ziemlich oft auftauchen. Außerdem hatten wir eine tolle Lichtstimmung im Fjord.


Needle, Ypsilon und Tattoo (ggf. in anderer Reihenfolge):







Sonne und 16°C ... am Fahrtag

25. Juni
Was ist es doch herrlich, morgens aufzuwachen, keine Regentropfen zu sehen, dafür aber Wolken, die ganz hoch oben am Himmel hängen und den Blick auf bisher nicht erahnte Berge freigeben. Island gibt es also tatsächlich in bunt! Nach den Tagen des Graus, des Regens, des Sturms, der niedrigen Temperaturen und bescheidenen Sicht wurde es Zeit, dass die Sonne auf uns scheint.

Der Tag begann dies bezüglich in Akureyri noch verhalten, aber je weiter wir gen Westen fuhren, umso mehr zeigte sich die Sonne und gab eine unglaubliche Fernsicht auf Island frei. Nur schade, dass wir einen überwiegenden Fahrtag vor uns hatten. Dennoch wurde die Sonne bei jedem Stopp ausgenutzt und am Ende hatten wir sogar mehr als 16°C in Borgarnes! Ja, ist denn das zu fassen?!?

sonnige Eindrücke von heute:




tolle Wal-Tour

24. Juni
Wir konnten unsere Reise heute Morgen glücklicherweise fortsetzen, fanden also einen Ersatzbus, während unser alter nach wie vor auf der Straße steht.

Im Nordosten regnete es planmäßig, während es am Mývatn so nach und nach trockener wurde und wir sogar alle Spaziergänge zu Ende bringen konnten. Nur die Temperaturen, die blieben im Keller und es war irgendwie bitterkalt. Wir sind kaum über 6°C hinausgekommen und der Wind blies weiter aus Norden.

Doch all das war vergessen, als wir bei passablem Wetter mit einem Teil der Gruppe auf Walbeobachtung gingen, persönlich am Hotel abgeholt vom Kapitän. Wir hatten mehrfach 4 Wale (nah) um das Boot herum und beobachteten über lange Zeit 3 Wale, die beim Fressen waren und regelmäßig auftauchten. Einige Wale waren mehr als dicht am Boot, tauchten drunter durch, so das man sie fast hätte streicheln können. Was für eine erfolgreiche Tour!



















Regen und Sturm und Panne

23. Juni
Die Wettervorhersage hatte starken Regen und Sturm versprochen, an unserem Hotel jedoch verspürten wir zunächst nur ein laues Lüftchen und es nieselte etwas stärker. Aber gut, wir waren noch auf der "guten" Seite des Berges. Auf der anderen Seite änderte sich das Wetter. Der Regen wurde stärker, der Wind fiel stramm von Nord den Berg herunter.

Unser Aufenthalt an der Gletscherlagune war dadurch bedingt reichlich kurz, denn "gemütlich" ist etwas anderes. Der Wind hingegen ging vor Ort, das war okay.

Man arbeitet - endlich - an Parkplatzmarkierungen:


Das Eis war immerhin schööön blau :-)


Um 10 Uhr verkündete eine Rangerin des Nationalparks vor Ort allen, die es bis dahin noch nicht wussten, dass ein heftiger Sturm unterwegs sei und alle ihre Unterkunft spätestens am frühen Nachmittag erreichen sollten, um Schutz zu suchen.

Wir gingen diverse Möglichkeiten durch, denn zu dem Zeitpunkt sah es danach aus, dass die Windböen in den Ostfjorden so stark waren, dass wir nicht hätten fahren können. Letzendlich sind wir mit einem sehr kurzen Stopp in Höfn schnell in die Ostfjorde, um möglichst schnell durchzukommen. Die Fotostopps entfielen aufgrund der Wetterbedingungen so oder so und mit entsprechend langsamem Tempo an den kritischen Stellen erreichten wir sicher Djúpivogur zur verspäteten Mittagspause.

Entlang der Öxi ging es dann wieder und wir konnten sogar einen Fotostopp einlegen - vorrübergehenden Schwachregen muss man einfach ausnutzen ;-). Wir wähnten uns schon früh im Hotel, hatten aber scheins einen Troll an Bord, denn 30 km vor dem Hotel sagte unser Bus keinen Piep mehr und wir steckten im Regen fest. Zum Glück für uns hatten auch andere Gruppen schlechtes Wetter und einen kurzen Tag, so dass wir ca. 45 min später von einem anderen Bus abgeholt und ins Hotel gebracht werden konnten. So ging die Sache nochmal gut aus, wenn auch nicht für unseren Bus.

Schlechtes Wetter und ein bisschen Abenteuer gehören in Island halt dazu ;-).

Ruhe vor dem Sturm

22. Juni
Zu Beginn des Tages ärgerte uns der Regen noch - wir stiegen aus, der Regen legte ordentlich zu, um uns dann aber die zweite Hälfte des Aufenthaltes trocken genießen zu lassen. So erging es uns am Kap Dyrhólaey und am Strand Reynisfjara. Bei schwachem Wind waren die 9°C heute Vormittag auch gar nicht arg kühl.

morgens am Kap Dyrhólaey - Papgeitaucher = Mangelware


Am Strand Reynisfjara sahen wir dann erstaunlich viele Papageitaucher, allerdings nur hin- und herfliegend. Die Wellen hingegen waren heute sehr schön - richtig aufbrausend und an den Strand rollend. Ein wunderschönes Schauspiel.

In Vík kam dann endlich die Sonne raus, wenn auch nur als Zwischenspiel. Aber die Lupinen luden zu einer Fotosession ein :-).




In Skaftafell war gerade eine Rettungsübung am Start und ich erinnerte mich noch sehr lebendig an unseren Rettungseinsatz dort in einer meiner Gruppen 2015.



Svínafellsjökull - ebenfalls noch im Trockenen:


Für morgen allerdings sind die Aussichten mehr als mies. Genau entlang der Strecke, die wir fahren, soll es heftig regnen und stürmen. Wir stellen uns alle also seelisch und moralisch darauf ein und hoffen das beste: