Wandern im Nebel

22. Juli

Die Wetteraussichten für heute waren nicht sehr spektakulär, von Regen war die Rede. Als wir starteten, hingen vor allem die Wolken sehr, sehr tief und es dauernieselte daraus. So fuhren wir denn auch am Goðafoss vorbei und hofften auf besseres Wetter bei der Rückfahrt nach Akureyri. Da der Nachmittag weniger Regen versprach, stürzten wir uns am Vormittag in die "Fluten" des Mývatn Nature Bath, konnten aber recht bald feststellen, dass von Regen gar nicht so viel zu spüren war.

Das Mývatn Nature Bath ist übrigens eine der wenigen Stellen in Island, wenn nicht gar die einzige, die das Show-your-card-Programm des ARC Europe (laut Wikipedia der Zusammenschluss der 8 führenden Automobilclubs in Europa) mitmacht. Wer die Karte seines Automobilclubs mit diesem Zeichen vorweisen kann, bekommt 15% Nachlass. Bei einem regulären Eintritt von inzwischen 5.000 kr lohnt sich das. Leider nur weiß das Personal oftmals nichts davon. Und heute waren 2 Mitarbeiter an der Kasse, die keine Ahnung davon hatten und auch die dritte, die dazugeholt wurde, wusste nichts und sie wollten uns den Nachlass verweigern. Aber ich blieb hartnäckig, weil ich wusste, dass das Programm läuft, und ließ beim Chef nachfragen. Am Ende bekamen wir unsere 15 %, denn das Programm läuft nach wie vor. Gruppen hingegen bekommen nur 10% Rabatt und das offiziell auch nur, wenn mindestens 20 Mann ins Wasser gehen. Also: Immer schön die Automobilclub-Karte dabei haben, auch wenn ihr eine Busrundreise macht :-).


Als wir dann am Nachmittag unsere Wanderung im Leirhnjúkur-Lavafeld antraten, zog ein leichtes Frösteln auf. Die Temperaturen lagen wohl bei 10°C, aber es gesellte sich (endlich ;-)) ein wenig Wind dazu und irgendwie war es dann selbst mir angenehmer, mit Mütze und Schal zu gehen. Die Wolken hingen tief und verliehen der ganzen Landschaft den mystischen Touch, den man in Dimmuborgir inzwischen vergeblich sucht. Ein bisschen mehr Sicht wäre schon nett gewesen, aber dieses Lavafeld ist bei jedem Wetter eine Runde wer.





Auch am Goðafoss hingen die Wolken tief. Aber wir kamen insgesamt einigermaßen trocken durch den Tag, denn es nieselte, wenn dann, nur.


Der offizielle Weg nach unten an der Südseite:




Der Erdrutsch vom 7. Juli

Am 7. Juli hatte es an einem Berg in einem Tal auf Snæfellsnes einen der größten Erdrutsche seit Beginn der Besiedlung gegeben. Heute wurde in diesem Artikel auf mbl.is ein Video veröffentlich, das die Ausmaße dieses Erdrutsches darstellt. Man geht derzeit davon aus, dass sich ca. 7 Mio m³ Material vom Berg gelöst haben.

Das Video ist am 20.07.18 auf Youtube hochgeladen worden. Wenn ihr das nachfolgende Video anklickt, landet ihr also auf den Seiten von Youtube:


Fuchs-Show

21. Juli

Vollgefuttert und zufrieden starteten wir am Morgen bei Sonne in Hallormstaður, im Bewusstsein, dass uns irgendwann im Laufe des Tages der Regen einholen würde. Der Himmel zog recht schnell zu, die Temperaturen hielten sich ziemlich konstant bei um die 10 °C und von Wind war kaum etwas zu spüren - so viele Tage Windstille in Island, das bin ich gar nicht mehr gewohnt.

Steht ein einsamer Stuhl im einsamen Hochland ... kommt ein Tourist vorbei ;-).


Auf dem Hof Möðrudalur hatten wir dann heute auch das Glück, die Polarfüchse beobachten zu können ... und wie das so ist, es sind sehr viele Fotos geworden :-). Hier kommt eine kleine Auswahl.

Die beiden Hunde des Hofes beobachten das Geschehen wie Waldorf & Statler aus der Muppet Show:










Schach matt:


Ich wehre mich!



Keine Chance:


der Dettifoss / Drekki-Foss heute:


Mittagspausenpicknick mit Blick auf den Selfoss:

 
Durchgehend grauerHimmel, aber wir kamen größtenteils trocken durch. Lediglich die letzten 15 min regnete es:


Trockenes Wetter auch am Mývatn:


Sowohl während unserer Runde in Dimmuborgir als auch bei den Pseudokratern blieb es trocken, so dass wir unsere Mývatn-Ziele wider Erwarten alle im Trockenen geschafft haben. Erst als wir dann auf die Etappe nach Akureyri ansetzten, begann es unterwegs zu regnen, aber da war es uns egal. Wir hatten also wieder Wetterglück auf der Tour :-).

Nebel zum Entspannen

20. Juli

Nach dem fantastischen Gletscherwetter gestern war es nicht ganz so tragisch, als wir heute Morgen vor lauter Wolken und Nebel den Vatnajökull nicht mehr sahen. Wir hatten unsere Bilder im Kopf und auf den Speicherkarten und sahen entspannt unserem Bummeltag entlang der Ostfjorde entgegen. Die Sicht war insbesondere in der ersten Hälfte des Tages mehr als bescheiden:


Angesichts unseres gestrigen Übernachtungszieles waren wir sehr schnell in Djúpivogur und machten uns daher innerhalb des Ortes zu Fuß auf den Weg, um uns ein wenig Kunst anzusehen. Seit Kurzem ist auch die Sommerausstellung Rolling Snowball (im blauen Gebäude) wieder offen, die jedoch wie auch letztes Jahr schon viele Fragezeichen im Kopf hinterlässt.


der Schrottturm - die Kunsthalle - die Eier:


isländisches Wetter, isländische Gerüche (Fisch), isländische Stimmung:


Am Berufjörður wird weiter gebaut, die Straße verändert sich im Wochentakt:



tolle Wolkenstimmung in der Bucht Breiðdalsvík:


Als wir in Egilsstaðir für unser Picknick morgen einkauften, wurde erneut deutlich: Versuche nicht, an einem Freitagnachmittag im Sommer schnell durch einen Supermarkt zu kommen! Schlangen durch den ganzen Laden und Kassierer mit einer mordmäßigen Gelassenheit und dementsprechenden Tempo ;-). Ommmm ....

Papageitaucher und Sonne

19. Juli

Der heutige Tag begann schon mal gut - nämlich nebelfrei. Wir hatten im Gegensatz zur letzten Woche also Sicht, als wir zum Kap Dyrhólaey fuhren. Und nicht nur das, endlich hockten auch mal ein paar Papageitaucher vor ihren Höhlen und machten einen entspannten Eindruck.

sogar mit Futter im Schnabel: 





irgendetwas Walartiges, irgendetwas Totes:





Anfahrt auf Skaftafell - einige gingen zum Skaftafellsjökull, einige zum Svartifoss:


Blick auf den Zeltplatz - zur Mittagszeit recht leer.
Im Hintergrund der PKW-Tagesparkplatz: 


Als wir die Gletscherlagune erreichten, war gerade Ebbe - flutsch, raus sind die Eisberge:









Was für ein schöner Tag :-).

Sperrung in Þingvellir

18. Juli

Neue Runde - neues (Wetter-) Glück! Wir können es nicht Sonnenschein nennen, aber es war trocken. Nach den herrlichen zwei Sonnentagen hatte sich die Sonne aus Reykjavík und dem ganzen Westen und Südwesten und Nordwesten wieder verabschiedet - lediglich im Osten strahlte die Wetterkarte heute. Aber so lange es trocken ist, ist alles bestens.

Unser erstes Ziel war heute nur eingeschränkt zugänglich, denn wie letzte Woche bereits berichtet, fand heute anlässlich des 100-jährigen Jubiläums "Souveränität Islands" eine Parlamentssitzung in Þingvellir statt. Teile des Gebietes, in dem wir uns normalerweise bewegen, waren heute gesperrt, obwohl die Sitzung erst lange Zeit, nachdem wir den Ort wieder verlassen hatten, begann.

Unser Standard-Start-Parkplatz war gesperrt und wir kamen vom Parkplatz P2 aus auch nur bis zum Lögberg und nicht weiter. Man hätte aber auch bis zur Kirche spazieren können:

Quelle: http://www.thingvellir.is/frettir

ungewohnte Anblicke - Fahrzeuge in der Almannagjá:
 

Die Vorbereitungen waren noch im Gange - Blick vom Lögberg aus:


Im Geysir-Gebiet dampfte es heute wieder aus allen Löchern und manch kleine Quelle war am Springen (siehe Mitte rechts):


Während wir eher unter Wolken steckten, war die Sicht auf die Gletscher - hier: Langjökull - vom Gullfoss aus heute sehr gut:


Die Menschenmasse hielt sich in Grenzen - wir waren immer vor den Schiffen da:


Als wir uns dem Süden und dem Eyjafjallajökull näherten, wurden die Wolken immer dunkler, hielten aber einigermaßen dicht, so dass am Seljalandsfoss und am Skógafoss nur feiner Nieselregen auf uns herunterfiel.

Skógafoss: