Nebel zum Entspannen

20. Juli

Nach dem fantastischen Gletscherwetter gestern war es nicht ganz so tragisch, als wir heute Morgen vor lauter Wolken und Nebel den Vatnajökull nicht mehr sahen. Wir hatten unsere Bilder im Kopf und auf den Speicherkarten und sahen entspannt unserem Bummeltag entlang der Ostfjorde entgegen. Die Sicht war insbesondere in der ersten Hälfte des Tages mehr als bescheiden:


Angesichts unseres gestrigen Übernachtungszieles waren wir sehr schnell in Djúpivogur und machten uns daher innerhalb des Ortes zu Fuß auf den Weg, um uns ein wenig Kunst anzusehen. Seit Kurzem ist auch die Sommerausstellung Rolling Snowball (im blauen Gebäude) wieder offen, die jedoch wie auch letztes Jahr schon viele Fragezeichen im Kopf hinterlässt.


der Schrottturm - die Kunsthalle - die Eier:


isländisches Wetter, isländische Gerüche (Fisch), isländische Stimmung:


Am Berufjörður wird weiter gebaut, die Straße verändert sich im Wochentakt:



tolle Wolkenstimmung in der Bucht Breiðdalsvík:


Als wir in Egilsstaðir für unser Picknick morgen einkauften, wurde erneut deutlich: Versuche nicht, an einem Freitagnachmittag im Sommer schnell durch einen Supermarkt zu kommen! Schlangen durch den ganzen Laden und Kassierer mit einer mordmäßigen Gelassenheit und dementsprechenden Tempo ;-). Ommmm ....

Papageitaucher und Sonne

19. Juli

Der heutige Tag begann schon mal gut - nämlich nebelfrei. Wir hatten im Gegensatz zur letzten Woche also Sicht, als wir zum Kap Dyrhólaey fuhren. Und nicht nur das, endlich hockten auch mal ein paar Papageitaucher vor ihren Höhlen und machten einen entspannten Eindruck.

sogar mit Futter im Schnabel: 





irgendetwas Walartiges, irgendetwas Totes:





Anfahrt auf Skaftafell - einige gingen zum Skaftafellsjökull, einige zum Svartifoss:


Blick auf den Zeltplatz - zur Mittagszeit recht leer.
Im Hintergrund der PKW-Tagesparkplatz: 


Als wir die Gletscherlagune erreichten, war gerade Ebbe - flutsch, raus sind die Eisberge:









Was für ein schöner Tag :-).

Sperrung in Þingvellir

18. Juli

Neue Runde - neues (Wetter-) Glück! Wir können es nicht Sonnenschein nennen, aber es war trocken. Nach den herrlichen zwei Sonnentagen hatte sich die Sonne aus Reykjavík und dem ganzen Westen und Südwesten und Nordwesten wieder verabschiedet - lediglich im Osten strahlte die Wetterkarte heute. Aber so lange es trocken ist, ist alles bestens.

Unser erstes Ziel war heute nur eingeschränkt zugänglich, denn wie letzte Woche bereits berichtet, fand heute anlässlich des 100-jährigen Jubiläums "Souveränität Islands" eine Parlamentssitzung in Þingvellir statt. Teile des Gebietes, in dem wir uns normalerweise bewegen, waren heute gesperrt, obwohl die Sitzung erst lange Zeit, nachdem wir den Ort wieder verlassen hatten, begann.

Unser Standard-Start-Parkplatz war gesperrt und wir kamen vom Parkplatz P2 aus auch nur bis zum Lögberg und nicht weiter. Man hätte aber auch bis zur Kirche spazieren können:

Quelle: http://www.thingvellir.is/frettir

ungewohnte Anblicke - Fahrzeuge in der Almannagjá:
 

Die Vorbereitungen waren noch im Gange - Blick vom Lögberg aus:


Im Geysir-Gebiet dampfte es heute wieder aus allen Löchern und manch kleine Quelle war am Springen (siehe Mitte rechts):


Während wir eher unter Wolken steckten, war die Sicht auf die Gletscher - hier: Langjökull - vom Gullfoss aus heute sehr gut:


Die Menschenmasse hielt sich in Grenzen - wir waren immer vor den Schiffen da:


Als wir uns dem Süden und dem Eyjafjallajökull näherten, wurden die Wolken immer dunkler, hielten aber einigermaßen dicht, so dass am Seljalandsfoss und am Skógafoss nur feiner Nieselregen auf uns herunterfiel.

Skógafoss:


Sommer in Reykjavík

17. Juli

Unser letzter Reisetag gestern startete trocken und ließ uns unsere Ziele in der Borgarfjörður-Region entspannt bereisen.

die beiden Kirchen von Reykholt:


An den Hraunfossar kam sogar die Sonne raus:


In Reykjavík dann wartete Sonnenschein. Die Reykjavíker haben gejubelt, waren auf den Straßen unterwegs - endlich Sonne!

Die Sonne hielt auch den ganzen Dienstag an. Fast 24 Stunden Sonnenschein - man musste einfach draußen sein und ihn genießen.

Auf dem Zeltplatz haben sie dann heute auch eine Handyladestation aufgestellt - angetrieben durch Wind- und Solarenergie. Ich bin gespannt, wie das Teil demnächst angenommen wird. Heute war es noch sehr verhalten.


Wal-Elfen und Speedy-Gonzales-Gruppe

15. Juli

Tja, wie soll man es nennen? Unsere Walbeobachtung gestern war eine Herausforderung. Die Wale versteckten sich vor uns wie Elfen und neckten uns wie Trolle. Wir mussten recht lange auf die Suche gehen und als sowohl unser Kapitän als auch der Guide je einen Wal in der Ferne gesehen hatten (und nur die beiden) und wir darauf zusteuerten, waren sie beide auf Nimmerwiedersehen verschwunden. Und das ging uns ein paar Mal so. Wir waren auf Höhe von Grenivík und es waren durchaus Wale im Wasser, selbst ich habe dann später mehrfach einen Blas gesehen. Aber jedes Mal, wenn wir darauf  zufuhren, waren die Wale verschwunden. Wie überhaupt bei jeder meiner Touren dieses Jahr waren sie im Fressmodus und daher eh oft nur 1 oder 2x an der Oberfläche, bevor sie wieder abtauchten. Nur dieses Mal wollten sie einfach nicht wieder auftauchen. Immerhin bekamen wir einen Wal recht nah ans Boot, wenngleich ich mir nicht sicher bin, ob jeder ihn zu Gesicht bekam. Von Fotografieren reden wir gar nicht erst.

Dafür gab es Duschen und Achterbahnfahrten gratis. Denn obwohl die See recht ruhig war, gab es zwischendurch ordentliche Auf- und wieder Abwärtsbewegungen unseres kleinen Bötchens, die einen netten Gruß Richtung Magen schickten und zudem die eine oder andere Welle aufs Boot beförderten. Wir hatten also durchaus Spaß ;-). Nun, unsere Beobachtungen waren gestern nicht von besonderen Erfolgen gekrönt, aber es ist nun mal Natur und wir können keinen Wal zwingen, vor unserem Boot Tango zu tanzen. Da müssen wir durch, auch wenn es mir für meine Gäste sehr leid tut.

Heute stand die recht lange Fahretappe bis Borgarnes auf dem Programm, die ich durch diverse Stopps aufzulockern versuchte. Da meine aktuelle Gruppe unglaublich flink ist und hin und wieder entweder lästige Fliegen oder feiner Niesel unseren Aufenthalt beschleunigten, schafften wir heute mehr Stopps als je gedacht.

Der Himmel von Glaumbær aus betrachtet - es war trockener als befürchtet:


Fohlen bei Glaumbær:



die Schlucht Kolugljúfur:


Als wir den Krater Grábrók erreichten, setzte das erste Mal während der heutigen "Draußen-Aufenthalte" Nieselregen ein, der unser aber nicht davon abhielt, die Runde auf und um den Krater zu drehen.


Blick vom Krater auf Bifröst:


Und weil alle soo schnell waren, war sogar noch ein Stopp beim Wasserfall Glanni drin und wir kamen dennoch pünktlich am Hotel an.

trocken im Norden

14. Juli

Es ist der erste Tag unserer Tour, an dem es komplett trocken blieb - das muss einmal erwähnt werden! Morgens um 6 Uhr strahlte die Sonne über den See Lagarfljót und ließ sich auch zwischendurch immer mal wieder sehen. Da nach wie vor kaum Wind geht, war es heute meistens angenehm (isländisch) warm.

Rjúkandafoss an der Ringstraße im Nordosten:


Herðubreið von der Möðrudalsöræfi aus:



Blick Richtung Möðrudalur:



neue Schilder in Möðrudalur
Als Ausstellung wird ein 20 min Film zum Bárðarbunga-Ausbruch von 2014 gezeigt, 500 kr Eintritt:


Blubb-Jagd bei den Schlammpötten von Hverarönd:


Dimmuborgir:




auf den Pseudokratern:


beim Goðafoss:


Und jetzt schnell essen, denn nachher geht es wieder Wale gucken bzw. reiten :-).