Zurück bei den Walen

19. Juli
Heute sind wir mit neuer Gruppe Richtung Norden auf den Ring gestartet und in Akureyri warteten 22°C auf uns!!! Unglaubliche Temperaturen, wenngleich der Himmel irgendwie Unheil versprach. Nachdem es gestern in Reykjavík bei ca. 11 °C fast durchgehend und immer stärker geregnet hatte, verbunden mit einem netten Lüftchen, waren diese Temperaturen heute irgendwie unwahr.

Wetterbericht und Wetter waren sich dennoch mal wieder uneins und weil der Wind morgen Abend aus Norden und zudem stärker pusten soll und das auf der Walbeobachtung unangenehmer ist, gingen wir heute auf Tour. Es waren genügend Buckelwale im Fjord, das Problem war eher: Zu welchem geht man, bei welchem bleibt man, wer verhält sich am "fotokooperativsten" ;-)? Wir brauchten also eine ganze Weile, bis wir die Wale dicht vor die Linse bekamen. Zweimal sahen wir einen Wal springen, jedoch jenseits von einer Fotomöglichkeit.


spannende Wolken über dem Fjord:



Leider nur NACH dem Sprung erwischt:






Zumindest für Reykjavík habe ich jetzt das Gefühl, dass die Touristenanzahl dort langsam anzieht. Der Zeltplatz füllt sich immer mehr und während der Nächte von Montag bis Mittwoch war ich das erste Mal einfach nur genervt dort: Jugend- und Pfadfindergruppen bevölkern den Platz, blocken alles, versperren anderen die Zugänge ... mir ist in der Nacht sogar der Mittelfinger entrollt, weil es einfach nur noch dreist war. Die Sanitäranlagen sind wieder auf dem Stand von "absolut widerlich", weil sich einfach niemand mehr vorsieht und keiner mehr mit dem Saubermachen hinterherkommt. Es sind schlicht würge-fördernde Zustände.

Während der letzten Tour waren unsere Busfahrerin und ich zudem ziemlich oft genervt von dem Verhalten auf der Straße. Es ist unglaublich, wie viele Reisende  mit 50 und 60 km/h die Ringstraße entlangtuckern und zwar mitten auf der Straße, sprich auf dem Mittelstreifen. Wie viele spontan und ohne in den Rückspiegel zu schauen bremsen und auf die andere Straßenseite ziehen, weil da ein Vogel zum Fotografieren vorbeifliegt. Wie viele blind auf die Straße ziehen. Wir haben mehr und mehr das Gefühl, dass das Gehirn an der Grenze hängenblieb. Auf der Straße vollziehen sich Tag für Tag einfach gefährliche Szenen, weil so viele Autofahrer dumm-naiv und egoistisch unterwegs sind und anscheinend nicht im Ansatz ein Gespür dafür haben, wie sehr sie sich und andere damit gefährden. Ich muss das hier einfach so krass sagen, weil diese Situationen einfach überhand nehmen und alles andere als spaßig sind.

Schauen wir mal wie es weitergeht.

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