Auf dem E-Motorrad um Island

Uwe Reimann, der Island  2010 mit einem Mustang bereiste und 2011 mit dem ersten Oktokopter-Film aus Island überraschte (siehe hier), steht kurz vor dem Start seines aktuellen Island-Projektes. In diesem Jahr geht es mit dem E-Motorrad um die Insel. Neben der regulären Routenplanung bedurfte diese Tour einer recht detaillierten Planung hinsichtlich der Lademöglichkeiten - also keine Aktion, die man (zumindest derzeit noch) mal eben schnell spontan auf die Beine stellt.

Quelle: https://uw4e.wordpress.com/
Sofern die Norröna pünktlich in Seydisfjörður ankommt, startet die Inselumrundung am 5. Juni und endet gut 2 Wochen später am 21. Juni. Wer zur selben Zeit in Island unterwegs ist, kann ja mal einen Blick auf die Planung werfen - vielleicht begegnet ihr Uwe auf seinem gelben Flitzer. Den Flyer könnt ihr euch über diesen Link anschauen und herrunterladen: http://www.uwereimann.de/island/UW4E_Iceland_Infoflyer.pdf. Ansonsten habt ihr die Möglichkeit, Uwe auf seinem Blog zu folgen.

Uwe, die Routen meiner Touren in dieser Zeit liegen leider so, dass wir uns nicht sehen werden. Aber ich wünsche dir auf jeden Fall viel Spaß und vor allem gutes Gelingen bei deinem Projekt!

Nachtrag:
Hier ist ein erster Beitrag von Iceland Review: http://icelandreview.com/news/2018/06/11/peaceful-travel-iceland-electric-motorcycle.

DSGVO-Wahnsinn - auf eigene Datengefahr

24. Mai
Noch einmal schlafen und dann gilt die neue DSGVO. Es überrascht euch sicher nicht, dass ich erst in den letzten 3 Wochen darauf aufmerksam wurde und mir die Haare angesichts des Aufgabenberges zu Berge standen. Stand das Thema irgendwie in der Öffentlichkeit? An mir zumindest ging es vorbei.

Seit Kurzem hat auch dieses Blog eine Datenschutzerklärung, aber was genau Blogspot speichert und wie verarbeitet, erzählt es nicht. Während ich mit dem Host meiner Webseiten bereits einen Datenverarbeitungsauftrag geschlossen habe und weiß, dass die als einzig personenbezogene Date nur die IP-Adresse für längsten 7 Tage speichern und sonst nix tracken, bin ich beruhigt. Ich habe meine Affiliate-Programme, die eh kaum was brachten, geschlossen und auf die wenige Werbung, die auf den Webseiten noch läuft, hingewiesen. Ich bin die einzige, die die E-Mails bekommt und "verarbeitet", die per Kontaktformular bei mir eintrudeln. Aber was auf diesem Blog läuft und was die noch wo speichern, obwohl sie sagen, dass sie sich an die neue Verordnung halten - ich weiß es nicht.

Sollte irgendein Depp meinen, mich als Betreiber dieses Blogs abmahnen zu wollen, dem sage ich: Nehmt euch die zur Brust, die wirklich Unfug mit unseren Daten betreiben! Und dazu gehören auch Firmen, die mein Impressum lesen und mich mit Spam über Webseitenoptimiertung vollmüllen und denen ich nicht Herr werden kann. Denn das ist das, was mich nervt ... *böse-grummel-smiley*.

Wenn ihr hier also künftig weiterlest, seid euch bitte bewusst, dass hier kleine Kekse (Cookies) gesetzt werden, was ich analog ja ziemlich lecker finde, und dass Blogspot uns Blogger noch nicht wirklich Hilfestellungen gegeben habt. Ihr lest hier also auf eigene Datengefahr.

Was ich noch viel schlimmer finde, ist das Schicksal in Sachen Fotos. Ich arbeite für kein Medium, bin nirgends als Fotograf angestellt, bin ein Hobby-Knippser und wurde schon früher immer darauf hingewiesen, dass Menschen auf den Fotos doch viel netter seien. Ja, sind sie ja auch. Aber es galten schon immer Regelungen bezüglich der Veröffentlichung von Fotos, auf denen Menschen zu sehen sind, an die ich mich versucht habe zu halten.

Wenn ihr euch so durch das Blog klickt, werdet ihr hier und da andere Menschen als mich auf den Fotos finden. Ich habe bisher schon immer versucht, diese Fotos so gering wie möglich zu halten und in meinen (Reise-)Gruppen gefragt, ob ich bestimmte Bilder veröffentlichen darf. "Personen, die [ansonsten] als Beiwerk auf dem Foto sind" waren bislang auch nicht das große Problem.

Ab morgen nun darf ich nicht mal mehr auf den Auslöser drücken, ohne die ausdrückliche Einwillung (am besten schriftlich!) aller Personen zu haben, die das Foto erfasst. Ihr werdet also womöglich nur noch Landschaftfotos hier sehen oder Fotos, auf denen ich bin. Da müsst ihr durch. Auch die Einsatzfotos, die mir Gäste überließen und die ich eigentlich immer ganz nett fand (und per mündlicher Absprache veröffentlichen durfte), fallen ab morgen der Verordnung zum Opfer, sofern ich sie nicht so beschneiden kann, dass nur ich zu sehen bin. Es ist irgendwie zum Kotzen und hat mit der Abbildung der Realität, wie ich es gerne habe, nichts zu tun. Aber bevor mir irgendwer ans Bein pinkelt ...

Die einzige Möglichkeit, noch legal Menschen auf den Fotos abzulichten, ist eventuell diese:

Wer eine Personengruppe mit der Spiegelreflex Baujahr 1973 fotografiert und alle Abgebildeten danach um die Ecke bringt, ist juristisch auf der sicheren Seite – zumindest in Sachen Foto.

Quelle: https://www.lead-digital.de/dsvgo-vorsicht-kamera/

Wat mutt, dat mutt ... sagt der Norddeutsche.

Drohender Erdrutsch am Svínafellsjökull + sonstige News

11. Mai
An der Westflanke des Svínafellsjökull ist eine neue Spalte entdeckt worden, die in Verbindung mit einer weiteren, bereits bekannten Spalte zu einem großflächigen Erdrutsch führen könnte. Der Zivilschutz mahnt zur Vorsicht.


Weitere Informationen dazu findet ihr in diesem Artikel (deutsch): http://icelandreview.com/de/news/2018/05/09/drohender-erdrutsch-am-svinafellsjoekull.


Und sonst ... reiserelevante Nachrichten:

Dyrhólaey


Das Kap Dyrhólaey ist wie auch die letzten Jahre während der Brutzeit nur beschränkt zugänglich. Vom 8. Mai -25. Juni ist der Zugang auf die Zeit von 9-19 Uhr begrenzt. Wer dagegen verstößt, muss mit empfindlichen Strafen rechnen, siehe dazu diesen Artikel: http://icelandreview.com/de/news/2018/05/09/dyrholaey-ueber-nacht-gesperrt-offroader-erwischt.
Hinweis: 300.000 Kronen sind derzeit ca. 2.450 €.


Einwohnerzahl


Wer noch irgendwo in einem Reiseführer die Angabe entdeckt, dass Island ca. 300.000 Einwohner hat, kann diese Angabe getrost in die Kategorie "veraltet" stecken. Laut diesem Artikel http://icelandreview.com/de/news/2018/05/02/islands-bevoelkerung-auf-350000-gestiegen leben inzwischen mehr als 350.000 Menschen auf der Insel, das unsichtbare Volk nicht mitgezählt. 224.000 davon leben im Großraum Reykjavík - ich muss mir die Zahlen dann auch mal für die nächsten Touren einprägen ;-).

All denjenigen  unter euch, die genauer in das Reich der Zahlen eintauchen möchten, empfehle ich einen Blick in die statistischen Angaben Islands ... Hagstofa ... https://www.statice.is/publications/news-archive/population/population-in-the-1st-quarter-2018/.


Vulkane

Im Reich der Vulkane ist es derzeit ruhig und ich werde - wie jedes Jahr - mit der Hoffnung auf die Insel kommen, dass sich während meines Aufenthaltes irgendetwas tut. Die Erdbebenaktivität könnt ihr hier beobachten: http://en.vedur.is/earthquakes-and-volcanism/earthquakes


ESC 2018

Island ist am 8. Mai im ersten Halbfinale zum diesjährigen Eurovision Songcontest nicht weitergekommen - der Titel hat mich persönlich aber auch so gar nicht vom Hocker gerissen. Den Beitrag könnt ihr euch hier anschauen.


"Trapped" - TV

Quelle: https://www.zdf.de/serien/trapped-gefangen-in-island/trapped-gefangen-in-island-teil-drei-deutsch-102.html
Die Fernsehserie "Trapped", die vom ZDF teils coproduziert und dort ausgestrahlt wurde, geht in die zweite Runde: http://icelandreview.com/news/2018/05/09/trapped-season-two-tackles-big-topics.


Blaue Lagune und andere Bäder

Im Zusammenhang mit der Blauen Lagune gibt es mal wieder "Ärger". Schon in den vergangenen Jahren gab es immer wieder neue Peise (z. B. die "nur-mal-Schauen-Gebühr" in Höhe von 10 €) und Restriktionen, die dazu führten, dass wir die Blaue Lagune als Ziel kaum noch / nicht mehr im Rahmen von Gruppenreisen anbieten konnten. Außerdem war ein neues Preissystem wie bei Fluggesellschaften eingeführt worden: Je später du buchst und je attraktiver die angepeilte Badezeit ist, umso teurer wird es. Ohne Vorbuchung geht gar nix. Es lebe die vielgelobte Spontanität auf Island.

Laut diesem Artikel sind nun auch einige Verträge ausgelaufen, die u.a. dazu führen, dass die Busgesellschaft Grayline keine Eintrittstickets mehr verkaufen kann und in der Folge auch den Transport einstellen und Mitarbeiter entlassen musste: http://icelandreview.com/news/2018/04/29/gray-line-cancels-blue-lagoon-tours-lays-fifteen-employees.

Was nun alles genau dahinter steckt und ob alles so ist, wie es geschrieben steht und ob es wirklich erforderlich war, diese Mitarbeiter zu entlassen - ich kann es nicht beurteilen. Mein Eindruck ist aber, dass es der Blauen Lagune nach wie vor blendend geht und sie sich all das leisten kann. Wann immer ich "Island" erwähne, höre ich neben "Das steht auch auf meiner Liste" immer auch: "Ich will in die Blaue Lagune". Die Werbemaschinerie läuft und wirkt und so können sie sich leisten, was sie tun, einschließlich der beeindruckenden Preise.

Ich gebe zu: Wann immer ich an mein Erst- und Zweit- und Dritterlebnis dort denke, sage ich: "Ja, tolle Sache." Und wahrscheinlich würde ich als heutiger Erstreisender trotz der aktuellen Preise sagen: "Ja, gehört dazu, war ein Erlebnis.", wo doch die Preise in Island eh so exorbitant hoch sind, dass der Schmerz kaum noch zu spüren ist, da er ein Dauerschmerz ist.

Für all diejenigen von euch, die unbedingt rein wollen: Die gaaanz normalen Eintrittspreise ohne Schnickischnacki variieren je nach Wunschzeit und Auslastung von 6.990 isk - 12.990 isk. Das sind derzeit ca.: 57 € - 106 €. Und wir reden nur vom Eintritt.

Die ähnlich, aber doch anders ausschauende Alternative im Norden, das Mývatn Nature Bath, kostet im Sommer für einen Erwachsenen zu jeder Zeit 4.700 isk = derzeit ca. 38,40 €. Auch kein Schnapper, aber wer nur blaues, warmes Wasser unter freiem Himmel will, ist dort ebenso gut aufgehoben. Es gibt nur keinen Schlamm und in 2017 gab es auch keine Bar im Wasser, aber immerhin Barservice am Wasser.

Wer auf blaues Wasser verzichten kann und sich mit warmem Wasser unter freiem Himmel begnügt, ist bestens in einem der örtlichen Freibäder aufgehoben. Leider hat mein Lieblingsschwimmbad, das Laugardalslaug in Reykjavík, schon im September 2017 die Preise für einen einmaligen Besuch massiv angehoben (980 isk, derzeit ca. 8 €), aber dennoch ist das isländische Badekultur pur, wie ihr sie zumindest einmal genießen solltet. Bei den Schwimmbädern kann man übrigens schön sehen, wie Touristen zur Kasse gebeten und Einheimische "geschützt" werden - die 20er Karte im Laugardalslaug kostet 8.100 isk und damit 405 isk statt 980 isk pro Besuch :-).

Neu ist nun wohl endlich das "Krauma" in Westisland an den Start gegangen, die lange Zeit etwas brach liegende Baustelle an der Heißwasserquelle Deildartunguhver.
 

Anhand der Webseite kann ich noch nicht so ganz erkennen, ob das nur heiße Pötte sind oder ob doch mehr dahinter steckt, aber  Preise von 3.800 isk für Erwachsene (derzeit ca. 31 €) klingen bezahlbar. Es bleibt fraglich, was das Bad "liefert". Wenn es ähnlich wenig wie beim "Fontana" ist, dann schwöre ich weiter nur auf die regulären Schwimmbäder.


Hotelpreise

Last, but not least, scheint nun endlich - zumindest außerhalb der Hauptstadtregion - ein Touristenrückgang verzeichnet worden zu sein. Im Norden, Osten und Westen des Landes haben wir ihn bereits im Sommer 2017 deutlich gesehen, aber die Hotels scheinen ihn erst jetzt in Form sinkender Übernachtungsbuchungen zu spüren: http://icelandreview.com/news/2018/05/05/hotels-face-challenges-due-strengthening-krona

Zu diesem Thema möchte ich nur sagen: Jawoll, wir haben schon 2017 auf den Knall gewartet. Und: Nein, nicht allein die starke Krone ist das Übel! Wer Jahr für Jahr seine Preise um 5-20 % anhebt, darf sich nicht wundern, dass irgendwann weniger Leute kommen! Ich bin gespannt, wie es dieses Jahr läuft. Wann kocht die Suppe über? 


Ein weiterer kleiner Lichtblick: Die Anzahl der Touristen ist das erste Mal seit  2010 gesunken -
https://icelandmonitor.mbl.is/news/nature_and_travel/2018/05/11/tourist_numbers_to_iceland_decrease_for_the_first_t/
Hoffnung.

Nun aber schöne Vorfreude auf euren Island-Urlaub.


Hebt ein Wal ein Boot an

11. Mai
Walbeobachtungstouren haben mich all die Jahre immer wieder fasziniert. Wann immer sich die Gelegenheit bot, bin ich mit Gästen rausgefahren. Die Tiere so nah am Boot beobachten zu können, ist einfach ... wow.


Ich gebe zu, ich hatte in den Jahren das eine oder andere Mal ein mulmiges Gefühl, besonders, wenn wir mit kleinen Booten unterwegs waren. Denn anfangs hieß es noch: Nicht alle auf eine Seite! Und letztes Jahr überkam mich dann eines Nachts der Traum schlechthin: Wir sind auf einem großen Boot, alle laufen auf eine Seite, weil der Wal nun mal nur auf 9 Uhr zu sehen ist, und das Boot kentert und sinkt. Interessant ist, woran man dann im Traum zuerst denkt ... also was man versucht zu retten ;-).


Oder ich erinnere mich an 2006, als ich das erste Mal Heimaey mit einem Bötchen umrundete. Wir waren nur 4 Passagiere auf dem kleinen Boot, zuzüglich 2 Mann Crew. Und dann gerieten wir mitten in eine Orca-Schule und der Kapitän hatte nichts Besseres zu tun, als den Motor auszustellen. "Dumm" nur, dass ich gar nicht soo lange zuvor "Der Schwarm" gelesen hatte und die Orcas förmlich vor mir springen und aufs Boot donnern sah und den Kapitän in Gedanken inständig bat, doch bitte den Motor anzuwerfen. Ach ja, wenn die Phantasie mit einem durchgeht ... ;-).
(P. S.Die Orcas sprangen nicht und das Erlebnis war der Hammer.)

Ich habe in all den Jahren mehrfach Wale springen und Saltos machen sehen, sie schwommen unter den Booten hindurch, kamen ganz nah; der absolute Höhepunkt war das Synchronspringen zweier Buckelwale nur 10 m von unserem Boot entfernt.

Nie aber hatte ich Sorge, dass so ein Wal mal direkt unter dem Boot auftaucht und von unten anklopft. Ich war immer der Meinung, mal gehört zu haben, dass die so etwas nicht tun ... irgendwie weil sie wissen, dass es ein Boot ist. Nunja, Naivität hin oder her - letztes Jahr hatte ich dann auf einer Fahrt mal nachgefragt und musste mich eines Besseren belehren lassen. Ja, das kann durchaus passieren. War bei der Walbeobachtungsfirma aber noch nie passiert.


Heute nun heißt es in einem Artikel auf Iceland Review, dass vor der Südwestküste Islands, gar nicht weg von Sandgerði, ein Fischerboot von einem Wal angehoben wurde. Den Artikel findet ihr hier:
http://icelandreview.com/news/2018/05/11/fishing-boat-lifted-whale.

Okay, ich vermute / hoffe mal, dass es ein kleineres Boot war und die Sache wird mich nicht davon abhalten, weiter auf so ein größeres Walbeobachtungsboot zu gehen. Aber ob ich nochmal in so ein Schlauchboot steige? Ich konnte dieses Erlebnis dreimal genießen und bin froh, dass ich damals naiver Weise noch nicht davon wusste, dass Wale hin und wieder auch mal ein Boot anheben können :-).


Ach ja, ab und zu beschert einem Naivität doch angenehme Sorgenfreiheit und verschafft Erlebnisse.

Der Island-Sommer naht

Für mich geht es in diesem Sommer etwas später als sonst auf die Insel, aber all zu lang dauert es nicht mehr. Ich werde die Reiseleitung auf folgenden Touren übernehmen:

Island Pro Travel - Juwelen der Insel
19.-26.06.18
03.-10.07.18
10.-17.07.18
31.07.-07.08.18
14.-21.08.18 (Stand: 06.07.18)


TUI Wolters - Ring der Naturschönheiten
12.-19.06.18
26.06.-03.07.18
24.-31.07.18
07.-14.08.18
neu: 14.-21.08.18 (Stand: 06.07.18)

Trend Tours Touristik - Faszination Island
18.-25.07.18  (Stand: 10.07.18)

Prima-Reisen - Ring der Naturschönheiten
17.-24.07.18 (Stand: 10.07.18)



Kurzfristige Änderungen sind möglich, von daher kann keine Garantie übernommen werden. Vielleicht sehen wir uns in Island :-).