Im Osten ist Hitze

29. Juni

Ja, im Osten sollte es heute bis 21 °C heiß werden, aber wir würden erst am Abend dort sein. Zunächst erwarteten uns freundlich graue Wolken und die Aussicht auf Regen. Außerdem saßen uns insgesamt über 4.900 Kreuzfahtschiffpassagiere im Nacken, von denen sich ein Großteil ebenso wie wir auf den Weg zum Mývatn machen würde.

Screenshot, Quelle: www.port.is
Unser Weg führte uns jedoch geradewegs und ohne Umwege zum Mývatn Nature Bath und damit waren wir den Schiffspassagieren mehr als eine Nasenlänge voraus und hatten das Bad eine ganze lange Weile fast für uns alleine. Der aufkommende Regen störte nicht wirklich - im Wasser ist man eh nass.

 auf dem Weg zum Mývatn - Regen:



Nach dem Mittag setzten wir unsere Reise zum Dettifoss fort und als wir dort ankamen, verblasste der Regen spontan und wir nahmen unsere Regensachen völlig umsonst mit zum Wasserfall. Aber lieber so als ungeplante Regengüsse wie am Tag zuvor.

Selfoss:


Man konnte heute gefahrlos = gischtlos zum Dettifoss absteigen:




Noch immer Wolken aber Windtstille und Wärme im nordöstlichen Hochland:


Der Stuhl im großen Nichts:


Als wir den Osten des Landes erreichten, begrüßten uns blauer Himmel und tatsächlich 21 °C:

Walversprechen

29. Juni ... ganz, ganz früh

Oh ja, ich hatte lange gezittert, denn das Wetter für den Abend sah alles andere als gut aus. Wir fuhren dann zwar im Trockenen nach Akureyri, nur um auf dem Schiff doch wieder im Regen zu stehen. Gut, dass es die Overalls gibt.


Tja und dann war weit und breit nichts zu sehen. Sie hatten sich so was von verkrümelt, waren weit hinaus geschwommen. Wir mussten mehr als eine Stunde fahren, waren fast bei der Insel Hrísey. Aber dann: Wale, Wale, Wale. Und: trockenes Wetter! Angesichts der ruhigen See hatten wir schon aus der Ferne den Blas mehrerer Wale ausmachen können. Da wir schon so lange unterwegs waren, hielten wir uns dann die ganze Zeit bei den zweien auf, die uns am nächsten waren, sahen in der Ferne aber immer wieder auch die anderen Buckelwale. Und egal, ob es nur zwei waren, die da ganz nah am Boot waren - wir habe unsere Wale und unsere Fotos bekommen. Walversprechen eingelöst :-).














Und hier dann noch zwei ganz kurze Videos im wunderschönen Abendlicht (um 23 Uhr) ... beim ersten genau hinhorchen und beim zweiten kommt die Fluke :-).



Jetzt ist es fast 1:00 Uhr in der Früh, draußen ist es hell ... gute Nacht.

Trolle beim Wetteramt

28. Juni

Ja, auf diesen Tag hatte ich mich gefreut. Seit Tagen waren Sonne und stabiles Wetter in dem Teil des Nordens, in dem wir uns befinden, angesagt. Und der Tag startete auch perfekt. Also auf zum Mývatn.

Die  Fahrt bis zum See dauerte heute etwas länger als üblich, denn wir trafen auf der gesamten Strecke immer und immer wieder auf die Teams, die am WOW Cyclothon (Infos hier) teilnehmen und gestern Abend um 17 bzw. 18 Uhr in Reykkavík gestartet waren. Da hieß es dann sehr oft: bremsen, warten und irgendwann bei freier Fahrt an den Begleit-WoMos vorbeiziehen.

Räder- / Fahrerwechsel:


Kolonne der Begleitfahrzeuge an einem Berg:



Zwei Teams um die Mittagszeit beim Pieselstopp - wobei ich keine Ahnung hab, warum sie ausgerechnet an einer Steigung diesen Stopp einlegen:


Unser erstes Ziel waren die Schlammpötte, die sich wunderbar bei Sonne präsentierten:



Und auch am Víti kam die Sonne immer mal wieder durch die zunehmende Wolkendecke durch, verschwand jedoch mehr und mehr:

Krater Stóra Víti:


Blick auf den Berg Krafla dahinter:


Das mit der dezenten Bewölkung war alles so angesagt. Aber dass es sich dann soo zuzog, wie es das tat, das war nicht geplant. Und dass dann während unserer Dimmuborgir-Runde auch noch Tropfen aus den Wolken fielen, war erst recht nicht geplant. Die Wettervorhersage (mein "Regenradar") sprach zu genau dieser Zeit weiterhin davon, dass der Regen weit weit weg von uns sein sollte. Ach ja, das war mal wieder so ein Tag, an dem einem bewusst wird, dass sich die Wettervorhersage für Island extrem verbessert hat, aber eben weiterhin keine Garantie darstellt ;-).

Tröpfchen bis große Tropfen in Dimmuborgir:


Und nun warten wir alle gespannt, was sich über dem Fjord tut. Denn bis heute Morgen hatte ich die große Hoffnung, endlich mal wieder Wale unter blauem Himmel und bei Sonne zu sehen. Jetzt läuft es wohl doch wieder auf Wale unter dunklen Wolken hinaus.

Fußball ... es muss sein

27. Juni

Gestern stand das letzte Vorrundenspiel der Isländer an - und wie wir inzwischen wissen, war es leider auch das letzte Spiel dieser Mannschaft bei dieser WM. Das ganze Land schien "heiß" auf das Spiel, bestand doch durchaus die Chance, ins Achtelfinale einzuziehen. In Reykjavík fielen all die auf Fußball getrimmten Dekorationen auf, auch in vielen Banken und Büros war "Fußballdeko total" angesagt:

nette Einstimmung aufs Spiel in einem Reykjavíker Büro:


Fußball überall:


... ob innen oder außen:


Ich selber war auf dem Ingólfsftorg mit dabei, wobei dort mehr Touristen als Isländer versammelt waren, aber die Stimmung war trotzdem nett.

Einmarsch der Mannschaften auf dem Großbildschirm:


Das Huh! aus dem Stadion übertrug sich auf den Platz, wenn auch mit weniger "Wumms":


Islands 11-Meter:


Als eine wirklich gelungene Werbung empfand ich die aktuelle Werbung von Coca Cola, bei der Islands Torhüter Regie führte und von der ich vorher zwar gehört, sie aber noch nicht gesehen hatte. Sie wurde natürlich immer wieder gezeigt. Es handelt sich wohl um die teuerste Werbung, die der Brausehersteller jemals in Island produziert hat, aber es hat sich gelohnt. Achtung, wenn ihr hier klickt, landet ihr bei Youtube:


Am Ende waren die Isländer Weltmeister im Vorbeischießen - schade. Ich habe keine Ahnung von Fußball, meine aber erkannt zu haben, dass sie sich tapfer geschlagen haben und durchaus gute Chancen hatten. Wie sagte mein Taxifahrer heute morgen: "Das Tor war einfach zu klein."

Heute in der Früh starteten wir dann mit dem Ring der Natuschönheiten in die nächste Runde und kamen bei angenehmen Temperaturen und mit totaler Abwesenheit von Regen von Reykjavík nach Akureyri. Wenn morgen die Sonne auch noch rauskommt, ist das Wetter kaum auszuhalten ;-).

Natürlich bekamen wir unterwegs auch das WM-Aus der deutschen Mannschaft mit. Nach einer Schrecksekunde der Sprachlosigkeit im Bus, schienen aber alle entschlossen, die Sache mit dem Fußball zu vergessen und jetzt einfach den Urlaub zu genießen ;-).

Naja, wenn Island schon rausgeflogen ist, warum sollen nicht die Deutschen auch rausfliegen (*duck-und-weg*) ...

Wie schon während der letzten Runde bemerkt, sind mal wieder überall im Land Straßenausbesserungsarbeiten in Gange - so auch heute am Ostufer des Eyjafjörður. Wir mussten für isländische Verhältnisse recht lange warten, um dann anschließend dem "Safety car" zu folgen ;-).



Und während ich jetzt so aus meinem Fenster auf den Fjord schaue, nutzen meine Bücher die Fußbodenheizung und hoffen, ein wenig zu regenerieren. Ich habe dieses Jahr - anreisebedingt - nur einen kleinen Bruchteil meiner Bücherkiste dabei, aber unser letzter Bus war undicht und hat sie bei Regen alle unter Wasser gesetzt. *Grummel-Grummel*


Bless bless

25. Juni

Der gestrige Tag endete im Regen, der heutige begann im Regen. Aber so war es vorhergesagt. Unsere letzten Ziele standen auf dem Programm und Reykjavík wartete. Immerhin hatten wir so viel Glück, dass es doch ab und an trocken war, während wir draußen unterwegs waren. Dafür aber waren die Temperaturen in den Keller gesackt, der Wind bließ heftig um die Ecke - solch eine Kälte kannten wir auf dieser Tour nicht und ratzfatz war die Mütze auf dem Kopf.

Die Baustelle an der Heißwasserquelle Deildartunguhver ist endlich Geschichte:


Vor lauter Wasserdampf war heute kaum etwas zu sehen:



Auch das Bad gleich nebenan hat inzwischen geöffnet.
Die diesige Sicht ist durch den Wasserdampf verursacht. Vor Ort war es eigentlich trocken und einigermaßen klar. 


Fünf heiße Pools und ein kalter - das ganze für 3.800 isk. Hmmm ...


in Reykholt:


Hraunfossar


Dieses Mal gilt mein ganz besonderer Dank unserem Busfahrer. Obwohl er bereits am Morgen vor Beginn unserer Tour seine Kündigung zum Ende der Tour eingereicht hatte, war er uns super-toller Fahrer, der nicht nur absolut sicher fuhr, sondern uns auch jeden Wunsch erfüllte und ein sehr angenehmer Zeitgenosse war. Ich wünsche dir alles Gute für deinen weiteren Weg!

Zurück in den Westen

24. Juni

Auch der heutige Tag begann wetter-grandios und der Ausblick vom Hotel war mal wieder zum Dortbleiben. Bei so einem Wetterchen fragt man sich, wie manche Menschen es schaffen, ein Gewitter im Gesicht herumzutragen, aber es ist tatsächlich möglich (zum Glück nicht in unserer Gruppe).


Wir wussten, dass uns der Regen im Laufe des Tages ereilen würde und genossen jeden sonnigen Augenblick. In Akureyri war mal wieder ein Kreuzfahrtschiff eingelaufen.



Ich habe es endlich mal geschafft, die herzlichen Ampeln in Akureyri zu fotografieren: Denkt an das, was wirklich zählt im Leben.



Hraundrangar östlich der Öxnadalsheiði:


beim Hof Glaumbær:


Ich liebe diese Schilder - hier an der Schlucht Kolugfljúfur:





Als wir im Westen die Holtavörðuheiði überquert hatten, rechneten wir fest mit Regen, hatten aber Glück. Unser Aufstieg auf den Krater Grábrók blieb komplett trocken, wenngleich die Wolken faszierend und drohend gleichzeitig aussahen:


Kaum waren wir vom Krater runter, begann der Regen und begleitete uns bis Borgarnes: