Eisberg voraus!

17. Juni

Die Wetteraussichten waren mal wieder bescheiden, als wir starteten - Regen an der Gletscherlagune, Regen im Süden, mit etwas Glück Trockenheit in Skaftafell. Die auf die Gletscherlagune gerichtete Webcam zeigte um 7:30 Uhr recht dicke Regentropfen, an unserem Hotel kam mehr als nur Niesel vom Himmel und der Gletscher war wie eine Elfe unter Wolken versteckt. Dabei war das Wetter am Vorabend doch noch soo schön gewesen.

Aber dann: Kurz bevor wir die Gletscherlagune erreichten, keimte das erste Mal berechtigte Hoffnung auf, dass wir keine Regensachen benötigen würden. Und tatsächlich - die gesamte Zeit über, die wir vor Ort waren, blieb es trocken. Glück gehabt :-). Die dunkle Wolkenkulisse hingegen bot einen tollen Farbkontrast zum blau schimmernden Eis. Auf dem Weg zur Lagune hatten wir zudem noch eine recht große Herde Rentiere gesehen, die ganz entspannt auf einer Wiese saßen.


Eine Kajak-Gruppe auf der Lagune. Die Touren werden von Óskars Firma Iceguide veranstaltet, mit dem ich in früheren Jahren hin und wieder Gletscherwanderungen unternommen hatte:





Seit dem tödlichen Unfall vor 3 (?) Jahren operieren die Amphibienfahrzeuge nur noch mit Rückfahrkamera:



Als wir gegen Mittag Skaftafell erreichten, schien zeitweise sogar die Sonne und es war richtig warm. Nur auf dem letzten Stück zum Skaftafellsjökull wurde es etwas zugiger:



Wenn Island spielt, wird das Spiel im Besucherzentrum an Stelle des regulären Films über den Nationalpark gezeigt ;-).


Auch im weiteren Verlauf der Reise blieb es heute trocken, der Regen an der Südküste war bereits niedergegangen. Manch einem war der Wind zu scharf, aber bei Fotostopps ist das nicht so dramatisch. Zwischendurch warfen wir immer mal wieder einen Blick auf die Fußballergebnisse, aber das Spiel der deutschen Mannschaft war nicht weiter erwähnenswert.

Die Fußballshirts der Isländer, die man im Souvenirshop kaufen kann, haben die Termine aller Gruppenspiele auf dem Ärmel:



Kurz bevor wir Vík verlassen hatten, fing der Regen dann doch noch an. Das wäre ja gar nicht gegangen, dass so viel Regen angesagt wird, aber nichts passiert. Und nicht nur das! Als wir am Strand Reynisfjara waren, gesellte sich ein netter Wind dazu, der das Gegen-den-Wind-Laufen bisweilen recht schwierig werden ließ. Zu unserem großen Glück entdeckten wir dann auch noch ein paar Quoten-Papageitaucher, die aber angesichts des Regens, des Windes und der Entfernung nicht wirklich passabel auf die Speicherkarte zu bannen waren.

Wir haben zwar noch einen Tag vor uns, aber bezüglich der Tiere und des Wetters haben wir bislang bereits alles gesehen und erlebt: Pferde, Schafe, Wale, Papageitaucher, Rentiere, Seehunde. Sonne, blauer Himmel, Wärme, Regen, Schnee, starker Wind, Kälte. Zwischen Handschuhbedarf und T-Shirt-Wetter war alles dabei. Wir können den morgigen letzten Tag also ganz entspannt angehen :-).

1 Kommentar:

Flögi hat gesagt…

Wow, diese spitzen Eisblöcke auf dem 4. Bild sind genial!