Regen ohne Regen

14. Juni

Die Wettervorhersage für heute sah alles andere als gut aus und das seit Tagen schon. Den ganzen Tag über würden wir mit Regen beglückt werden, der nicht zu sachte vom Himmel fällt. Dem Wetter angepasst hatte ich das Programm ein wenig umgeplant und meine Gäste auf den Regentag eingestimmt. Doch glücklicher Weise kam es anders.

Schon am Morgen ließ die Regenübersicht des Wetterberichtes die Hoffnung aufkeimen, dass wir möglicherweise am Vormittag am Mývatn ein paar trockene Minuten erwischen würden. Als wir starteten, nieselte es zwar, aber es war kein Starkregen.

Am Mývatn angekommen, dann die große Überraschung: Es war trocken und wir hatten Sicht. Und so konnte wir nicht nur unser erstes, sondern auch das zweite "Spazierziel" absolvieren, ohne nass zu werden.

bei den Pseudokratern von Skútusstaðir - mit Fernsicht!


Obwohl mindestens ein Kreuzfahrtschiff in Akureyri vor Anker lag, hielten sich die Massen in Grenzen. Auch kurze Zeit später in Dimmuborgir konnten wir die Menschenmassen ganz gut "umschiffen". 


Wir hatten das Mývatn Nature Bath auf den heutigen Tag vorgezogen, denn wenn man etwas gut im Regen machen kann, dann ist das Baden. Aber auch hier blieb es von oben trocken und zwischendurch kam kurzzeitig sogar mal die Sonne raus.


Da wir gut in der Zeit lagen, konnten wir einen Fotoabstecher zu dem kleinen See am Bjarnarflag-Kraftwerk machen ...


... und hatten ebenso ausreichend Zeit für die Spalte Grjótagjá:




Als wir den Goðafoss erreichten, tröpfelte es dann leicht, aber das war angesichts des Wetterglücks, das wir heute gehabt hatten, egal. Was weniger angenehm war, war der Wind, der bei Temperaturen um 5°C die Feuchte irgendwie in Mark und Knochen zu drücken schien. Gepaart mit der Müdigkeit nach dem warmen Bad, kam der Wunsch nach etwas mehr Wärme auf.

der Wasserfall von der südlichen Seiten aus:


Nach unten gibt es inzwischen einen offiziellen Weg, ...


... aber wenn ich mir das Foto so anschaue, sieht es von oben schöner aus:


An der Nordseite wird noch immer gewerkelt:


In der Caferteria lässt sich die WM verfolgen und so kamen auch wir dazu, uns zumindest die letzten Minuten des Eröffnungsspiels anzusehen:


Wer übrigens mal schauen möchte, wer denn für die Isländer auf dem Rasen steht, bekommt hier einen Foto-Überblick.

Bevor wir zum Hotel aufbrachen, bekamen wir noch Spontanbesuch von den "Men in Black" - die Polizisten ließen sich Papiere und Tachoscheibe unserer Fahrerin zeigen. Da alles in Ordnung war, gab es am Ende einen Stempel auf die Scheibe :-). Überhaupt habe ich in diesen ersten beiden Tage viel mehr Polizei(fahrzeuge) als sonst die Jahre gesehen. Scheint, als würden sie verstärkt kontrollieren.


Nach der Rückkehr war dann interessant zu erfahren, dass es unter dem Vatnajökull mal wieder ordentlich gerumpelt hatte:


Eines der Beben erreichte 4,9 auf der Richterskala und war damit das stärkste seit Ende des Bárðarbunga-Ausbruchs 2015. Bereits im Januar hatte es ein ebenso starkes Beben dort gegeben. In der Presse hieß es jedoch sofort, es gebe keine Zeichen für einen Ausbruch (so nach dem Motto: Nicht, dass jemand auf die Idee kommt, aus diesen Erdbeben gleich einen Ausbruch zu machen ;-).) Eine kurze Nachricht (englisch) dazu findet ihr hier.

Ansonsten heißt es, dass der aktuelle (reguläre) Gletscherlauf aus dem See Grímsvötn seinen Höhepunkt bereits erreicht hat und dabei ist, abzunehmen. Berichte dazu findet ihr hier (deutsch) und hier (englisch).

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