Sommersonnenwende

21. Juni

Heute ist Sommersonnenwende. Für uns zeigte sich das dergestalt, dass sich die Sonne wendete - und zwar von uns weg. Die Wolken hingen tief und tiefer und der Regen eilte dem Wetterbericht voraus, sprich: Er zog schneller ostwärts, als es uns versprochen war. Und so standen und gingen wir die ersten 2/3 des Tages im mehr oder weniger starken Niesel.

Am Kap Dyrhólaey sahen wir einen Papageitaucher vor seiner Höhle hocken und 3-4 fliegen, aber alle nicht in Fotoschlagdistanz. Dafür zeigte sich uns die erste Robbe.



In Vík hingen die Wolken schon reichlich tief:


Kurz vor Kirkjubæjarklaustur hatten sich die Wolken dann planmäßig ein wenig nach oben verzogen, aber es nieselte noch immer:


Als wir kurz vor Skaftafell waren - an unserem Fotostopp bei den alten Brückenüberresten -, überlegte ich mit unserem Fahrer, wohin es angesichts des Wetters zuerst gehen soll - am Svínafellsjökull sah es trockener aus, also fuhren wir zunächst dorthin. Auf den Fotos sind zwar noch Tropfen zu sehen, aber das waren irgendwie "Alt-Tropfen", die ich vergessen hatte zu beseitigen. Eigentlich war es trocken.

Ein neues Jahr und noch mehr Eis ist verschwunden:



Die nächste Überraschung ereilte uns am Besucherzentrum. Wie wir wenig später erfuhren, waren in der Nacht zuvor die Parkplätze neu sortiert worden, was auch mit Straßen"malerarbeiten" einherging. Auf jeden Fall ist der Parkplatz direkt vor dem Besucherzentrum jetzt nur noch für Busse freigegeben, alle PKW müssen auf einen anderen Parkplatz. Die letzten Jahren hatte es dort vermehrt Park-Chaos gegeben. Jetzt wurden mal Entscheidungen getroffen:


Einige Gäste gingen zum Skaftafellsjökull, andere zum Svartifoss - ich schloss mich den Svartifossgängern an. Es war warm, es war trocken, der Aufstieg war im T-Shirt möglich und die Wolken zogen immer höher und gaben Stück für Stück mehr Sicht frei.


Inzwischen hat man ein paar Verbotsschilder am Zaun angebracht. Aber ob das die Dran-vorbei-Geher abhalten wird? Wir werden es sehen.


 

Blick Richtung Skeiðarásandur:


Auf dem Zeltplatz Skaftafell wird derzeit noch am neuen Sanitärgebäude gebaut, aber es scheint nicht mehr lange zu dauern:


Die große Überraschung des Tages erwartete mich im Hotel. Nach Jahren des mittelmäßigen bis schlechten Essens in diesem Hotel (letztes Jahr war es besonders schlimm) haben wir heute sehr lecker gegessen. Neuer Koch, neue Töne. War ich letztes Jahr noch jedes Mal in der Küche, um mich zu beschweren, ging ich heute in die Küche, um mich für das Essen zu bedanken. Geht doch :-). Ich bin gespannt auf das Frühstück morgen, denn das war sonst auch immer unter aller Kanone.

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