Wal-Elfen und Speedy-Gonzales-Gruppe

15. Juli

Tja, wie soll man es nennen? Unsere Walbeobachtung gestern war eine Herausforderung. Die Wale versteckten sich vor uns wie Elfen und neckten uns wie Trolle. Wir mussten recht lange auf die Suche gehen und als sowohl unser Kapitän als auch der Guide je einen Wal in der Ferne gesehen hatten (und nur die beiden) und wir darauf zusteuerten, waren sie beide auf Nimmerwiedersehen verschwunden. Und das ging uns ein paar Mal so. Wir waren auf Höhe von Grenivík und es waren durchaus Wale im Wasser, selbst ich habe dann später mehrfach einen Blas gesehen. Aber jedes Mal, wenn wir darauf  zufuhren, waren die Wale verschwunden. Wie überhaupt bei jeder meiner Touren dieses Jahr waren sie im Fressmodus und daher eh oft nur 1 oder 2x an der Oberfläche, bevor sie wieder abtauchten. Nur dieses Mal wollten sie einfach nicht wieder auftauchen. Immerhin bekamen wir einen Wal recht nah ans Boot, wenngleich ich mir nicht sicher bin, ob jeder ihn zu Gesicht bekam. Von Fotografieren reden wir gar nicht erst.

Dafür gab es Duschen und Achterbahnfahrten gratis. Denn obwohl die See recht ruhig war, gab es zwischendurch ordentliche Auf- und wieder Abwärtsbewegungen unseres kleinen Bötchens, die einen netten Gruß Richtung Magen schickten und zudem die eine oder andere Welle aufs Boot beförderten. Wir hatten also durchaus Spaß ;-). Nun, unsere Beobachtungen waren gestern nicht von besonderen Erfolgen gekrönt, aber es ist nun mal Natur und wir können keinen Wal zwingen, vor unserem Boot Tango zu tanzen. Da müssen wir durch, auch wenn es mir für meine Gäste sehr leid tut.

Heute stand die recht lange Fahretappe bis Borgarnes auf dem Programm, die ich durch diverse Stopps aufzulockern versuchte. Da meine aktuelle Gruppe unglaublich flink ist und hin und wieder entweder lästige Fliegen oder feiner Niesel unseren Aufenthalt beschleunigten, schafften wir heute mehr Stopps als je gedacht.

Der Himmel von Glaumbær aus betrachtet - es war trockener als befürchtet:


Fohlen bei Glaumbær:



die Schlucht Kolugljúfur:


Als wir den Krater Grábrók erreichten, setzte das erste Mal während der heutigen "Draußen-Aufenthalte" Nieselregen ein, der unser aber nicht davon abhielt, die Runde auf und um den Krater zu drehen.


Blick vom Krater auf Bifröst:


Und weil alle soo schnell waren, war sogar noch ein Stopp beim Wasserfall Glanni drin und wir kamen dennoch pünktlich am Hotel an.

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